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Archiv - Prävention allgemein

Chaos Nichtraucherschutz?


RichterhammerDie gesetzlichen Regelungen zum Nichtraucherschutz und die dabei verteilten Zuständigkeitsbereiche zwischen Bund und Ländern sind in Deutschland oft verwirrend. Das Buch „Nichtraucherschutzrecht“ von Helmut Breitkopf und Frank Stollmann bietet Abhilfe. Auf 132 Seiten werden die föderalen Regelungen und Vorschriften übersichtlich dargestellt. Auf diese Weise gelingt es den Autoren, Interessierten einen Wegeweiser durch die vielfältige Verbotslandschaft an die Hand zu geben.


Zukunft Altern


älteres PärchenEinen interdisziplinären Ansatz verfolgen die Autoren eines neuen Buches zur demografischen Entwicklung: Biologie, Psychologie und Soziologie haben zwar ihre jeweils eigenen Erklärungs- und Deutungsmuster für Alterungsprozesse – aber an ihren Schnittstellen ermöglichen sie neue Erkenntnisse. Aus diesen Erkenntnissen leiten der Gerontologe Andreas Kruse und der Psychologe Hans-Werner Wahl Handlungsempfehlungen für Prävention und Gesundheitsförderung ab.


Soziale Ungleichheit und Gesundheit


Hand mit GeldmünzenWas ist die Ursache dafür, dass sozial benachteiligte Menschen häufiger und schwerer erkranken? Ein europäisches Forscherinnen- und Forscherteam hat sich über mehrere Jahre mit dieser Frage befasst und versucht, Erklärungen zu finden. Die Ergebnisse sind in dem Buch „Soziale Ungleichheit und Gesundheit“ zusammengefasst. Gezielt weisen die Autoren auf praktische Lösungsmöglichkeiten für die Präventionspolitik hin.


Zukunft ohne Gift


ReagenzgläserGift in deutschen Kinderzimmern? Das kommt, davon geht der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) aus, recht häufig vor: giftige Weichmacher finden sich in Spielzeugen, Bodenbelägen oder in Plastikmöbeln. Aus diesem Grund hat der BUND einen Handlungsleitfaden für Kindertagesstätten herausgegeben und bietet die Analyse von Staubproben an.


Projekt der Versorgungsforschung zu Prävention und Gesundheitsförderung in der Region


SPrING-LogoSPrING© - das ist der Name eines kürzlich gestarteten Projektes zur Prävention und Gesundheitsförderung im Raum Nürnberg. SPrING© steht für „ Schulung Prävention Informationstechnologie Netzwerk Gesundheit“ und hat das Ziel, durch Vernetzungs- und Informationsarbeit Lösungen für die gesundheitsökonomischen Folgen des demographischen Wandels zu schaffen.


Ein Hauch von Scylla und Charybdis - Therapietreue kann unerwünschte Wirkungen haben


Älteres PaarDas Risiko von Stürzen und damit verbundenen Knochenbrüchen ist besonders bei älteren Personen erhöht und folgenreich. Eine Reihe von Studien zeigte, dass man dieses Risiko durch die regelmäßige Einnahme einer Dosis des Vitamins D positiv beeinflussen kann. Das präventive Potenzial wurde dabei als durchaus bedeutsam eingeschätzt. Andere Studien zeigten aber entweder keine statistisch signifikanten Effekte oder sogar ein leicht erhöhtes Risiko von Hüftfrakturen unter der Einnahme von Vitamin D. Trotzdem gilt ein zu niedriges Vitamin D-Niveau weiterhin als beeinflussbarer Risikofaktor für Stürze und Brüche. Die wichtigste Voraussetzung, um aber unabhängig von der geschilderten, nicht einhelligen Studienlage wirklich wirksam zu sein, ist die regelmäßige tägliche Einnahme. Nicht nur bei älteren Personen, wenngleich besonders bei ihnen, lässt aber die Therapietreue bei der Einnahme von Medikamenten oder eben auch Vitaminen erheblich zu wünschen übrig.


Kennzeichnungen von Lebensmittel-Produkten - Wer nutzt und wer versteht sie?


Mann beim EinkaufDas Europäische Parlament hat am 16.6.2010 unter massivem Druck vieler großer Hersteller von Lebensmitteln die vielfach gewünschte und auch für hilfreich und wirksam gehaltene Ampelkennzeichnung von Lebensmittelprodukten verworfen und damit im Kern die alte Kennzeichnungsform über den Nährwertgehalt verpflichtend erhalten. Mit der verpflichtenden umfangreichen Nährwertkennzeichnung (vor allem über den Energiegehalt, Fette, gesättigte Fettsäuren, Zucker und Salz) in gut lesbarer Form auf der Vorderseite der Verpackung sollen, so die erfolgreichen Antragsteller, Verbraucher eine gut überlegte Wahl treffen können, während gleichzeitig die administrativen und finanziellen Auswirkungen für die Lebensmittelbranche so weit wie möglich eingegrenzt werden.


Presseinformation zur Statuskonferenz „Qualitätsentwicklung“ - Vielfalt in eine sichtbare Qualitätsentwicklung integrieren


Logo BVPGFür die Akteure in der Prävention und Gesundheitsförderung ist seit langem klar, dass die Qualitätsentwicklung immer weiter an Bedeutung gewinnt. Viele Mitgliedsorganisationen der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG) verfügen bereits über eigene Instrumente, Maßnahmen und Systeme der Qualitätsentwicklung. Trotz der Fußball-WM diskutierten kürzlich auf der ersten Statuskonferenz der BVPG am 18. Juni 2010 Vertreter von 25 Mitgliedsorganisationen, darunter Sozial- und Berufsverbände sowie Landesvereinigungen für Prävention und Gesundheitsförderung, über ein gemeinsames Vorgehen der Bundesvereinigung in der Qualitätsentwicklung.


Bayerische Kneipen werden rauchfrei


Logo zum VolksentscheidIn bayerischen Kneipen kann man sein Bier und seine Brezel ab August wieder ohne Tabakqualm genießen. Beim Volksentscheid am 4. Juli stimmten zwei Drittel der Wahlberechtigten für die Abschaffung der Ausnahmenregelungen im Nichtraucherschutz. Nach der Lockerung des 2008 eingeführten strikten Rauchverbotes in Gaststätten durfte wieder in Festzelten, Raucherklubs und abgetrennten Raucherbereichen geraucht werden.


Lebensmittel aus der TV-Werbung: Einfach nur ungesund


Frau beim EinkaufFür eine US-amerikanische Studie wurden einen Monat lang knapp 100 Stunden Fernsehsendungen samt der eingestreuten TV-Werbespots aufgezeichnet und die dort präsentierte Werbung für Lebensmittel analysiert. Das Ergebnis war überaus erschreckend: Würde man eine Mahlzeit nur aus jenen Produkten zusammenstellen, für die im Fernsehen geworben wird, würde man seine Gesundheit gefährden. Für die „Fernsehmahlzeit“ wurden die Durchschnitts-Nährwerte errechnet. Heraus kam eine Mahlzeit mit einem Brennwert von 2.000 kcal: Sie enthielt das 25-fache der gesundheitlich empfohlenen Menge an Zucker und das 21-fache an Fett-Anteilen. Auf der anderen Seite würde man aber nur 40 Prozent des empfohlenen Gemüse-Anteils und nur 27 Prozent der empfohlenen Obstmenge zu sich nehmen. Darüber hinaus wäre der Verbraucher hinsichtlich vieler Bestandteile der Ernährung deutlich überversorgt, bei anderen hingegen (wie Vitamine und Mineralien) deutlich unterversorgt.



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Seite zuletzt geändert am: 30.07.2010 10:30:00, ursprünglich angelegt am: 13.09.2006 15:26:00
Autor der Seite: Bettina Berg