Französische Forscher um Sophie Billioti de Gage haben in einer aktuellen Studie festgestellt, dass Benzodiazepine (z.B. Valium) das Risiko für eine Demenz erhöhen können. Das berichtete das British Medical Journal (BMJ) im September 2012.
Wie sollten zukunftsweisende Förderprogramme der Präventionsforschung aussehen? Die Kooperation für nachhaltige Präventionsforschung (KNP) hat Erfahrungen der vergangenen Jahre gebündelt und daraus Vorschläge zur künftigen Forschungspraxis abgeleitet. Dabei steht der Austausch von Wissenschaft und Praxis im Mittelpunkt.
Das beste Bewegungsangebot nutzt nichts, wenn niemand davon weiß. Werbekampagnen und Einladungen zu Sport-Events sind wichtige Bausteine von Interventionen, die das Ziel haben, Menschen zu körperlicher Aktivität zu motivieren. Gregory W. Heath von der University of Tennessee at Chattanooga, USA, hat mit Kollegen aus verschiedenen Ländern anhand von 100 Reviews untersucht, welche Strategien geeignet sind, um körperliche Aktivität zu fördern.
Die heutige Welt lädt zum "Sitzenbleiben" ein: Autos machen das Gehen überflüssig, virtuelle Welten halten uns stundenlang am Computer fest. Andererseits lässt sich mit dem Auto ein Fitnessstudio oder ein Wald am Stadtrand leicht erreichen und Internetprogramme motivieren zu Sport und gesunder Ernährung. Welchen Einfluss moderne Technologien auf die körperliche Aktivität haben, untersuchten Forscher um Michael Pratt vom US-Nationalen Präventionszentrum in Atlanta, USA.
In der Familie werden wichtige Weichen für die gesunde Entwicklung ihrer Mitglieder gestellt. Hier setzen FamiliengesundheitspflegerInnen und Familiengesundheitshebammen an, indem sie Familien in deren sozialem Kontext begleiten, beraten, unterstützen und befähigen. Bisher war die Finanzierung der Familiengesundheitspflege nicht einheitlich geregelt. Durch die Rahmenvereinbarung des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe e.V. (DBfK) mit der BARMER GEK wird diese Leistung nun über sieben Monate mit insgesamt bis zu 21 Stunden finanziert. Was Familiengesundheitspflege ist und was die Rahmenvereinbarung regelt – dazu mehr im Interview mit Franz Wagner, dem Bundesgeschäftsführer des DBfK.
302 Mio. Euro gab die Gesetzliche Krankenversicherung im Jahr 2010 für Maßnahmen der Primärprävention nach §20 SGB V aus. 78% davon wurden in die Individualprävention investiert. Hierzu zählen insbesondere Kursangebote zu Bewegung, Ernährung und Entspannung. Doch wer nimmt teil und welche Faktoren haben Einfluss auf eine Teilnahme? Das Robert Koch-Institut (RKI) hat auf der Grundlage der repräsentativen Befragung „Gesundheit in Deutschland aktuell“ (GEDA) von 2009 eine Untersuchung der Teilnehmerstruktur der Individualprävention durchgeführt und nun in „GBE kompakt“ veröffentlicht.
Mehr als 200 Projekte zur Alkoholprävention werden derzeit in Deutschland durchgeführt. Nur in elf Projekten wird deren Wirksamkeit untersucht, lediglich vier Studien können einen positiven Nutzen nachweisen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung im Auftrag des Deutschen Institutes für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI).
Mehr Bewegung, weniger Kalorien – das ist die scheinbar einfache Formel der Gewichtsabnahme. Doch was so einfach aussieht, bereitet den meisten große Schwierigkeiten. Warum ist das so? Antworten gibt das britische medizinische Fachjournal "The Lancet" in einer Serie zum Thema "Körperliche Aktivität". Die Beiträge und Studien betrachten nicht nur den vermeintlich "bequemen Einzelnen", sondern beziehen die Umwelt in die Überlegungen mit ein.
Ein aktives Eintreten für die eigene Mundgesundheit bedeutet einen erheblichen Zugewinn an Gesundheit und Lebensqualität. Davon gilt es die heutige „Generation 65 plus“ zu überzeugen. Die Auswirkungen des demografischen Wandels in Deutschland auf die Mundgesundheit sind deshalb Thema des „Tags der Zahngesundheit“ 2012, der offiziell am 25. September eines jeden Jahres stattfindet und am 12. September in Berlin mit einer nationalen Auftakt-Pressekonferenz eingeleitet wurde.
Angststörungen erhöhen das Risiko für koronare Herzerkrankungen, Einsamkeit kann den Blutdruck steigern und schwere Depressionen sind mit einem erhöhten Krebsrisiko verbunden. Dies sind nur wenige Beispiele für "psycho-somatische" Zusammenhänge. Doch es müssen nicht immer die schweren psychischen Belastungen sein, die mit körperlichen Erkrankungen assoziiert sind. Schottische Forscher haben herausgefunden, dass schon geringe psychische Belastungen mit einem erhöhten Krankheitsrisiko einhergehen.
Seite zuletzt geändert am: 09.10.2012 08:25:00, ursprünglich angelegt am: 13.09.2006 15:26:00
Autor der Seite: Bettina Berg