Die terminliche Nähe zum Geburtstag von Nikolaus von Myra, besser bekannt als der Heilige Nikolaus, ist reiner Zufall – aber polierte Schuhe der Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Vierten gemeinsamen Präventionskongress des Bundesministeriums für Gesundheit und der BVPG sind durchaus willkommen...
Der diesjährige Präventionskongress am 05.12.2011 im Deutschen Hygiene-Museum Dresden steht unter dem Thema: „Gesunde Arbeit, erfolgreiche Betriebe“ und wird ein besonderes Augenmerk auf die Situation und die Potentiale der Klein- und mittelgroßen Unternehmen (KMU) werfen.
Seit acht Jahren schrumpft die Bevölkerung in Deutschland. Schneller als der Rückgang der Gesamtbevölkerung wird in den kommenden Jahren aber der Rückgang der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter verlaufen. Leben heute noch knapp 50 Mio. Personen im erwerbsfähigen Alter, werden es 2030 nur noch gut 42 Mio. sein. Damit wächst auf verschiedensten Ebenen der Druck zu handeln. In ihrem aktuellen Demografiebericht beschreibt die Bundesregierung die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Gesellschaft, die Wirtschaft und die Sozialversicherung. Im Frühjahr 2012 soll darauf aufbauend ihre Demografiestrategie folgen.
„Bewegung ist eine Investition in Lebensqualität“ – dies war die zentrale Botschaft der nordrhein-westfälischen Gesundheitsministerin auf der 3. Fachtagung des Zentrums für Bewegungsförderung Nordrhein-Westfalen. Barbara Steffens warnte in ihrer Rede davor, die positiven Auswirkungen von Bewegung und Sport auf Aspekte der Gesundheit zu verkürzen. So habe die Bewegungsfähigkeit auch einen maßgeblichen Einfluss auf ein selbstbestimmtes Leben im Alter.
In einer gemeinsamen Petition fordern die Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) und der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW) von der Politik, Prävention und Gesundheitsförderung in den Mittelpunkt einer Gesundheitsreform zu stellen. Bis Ende 2011 können Interessierte ihre Unterstützung auf einem Online-Portal kundtun.
Wissenswertes rund um das Thema „Wandern und Fitness“ halten die jetzt als komplette Sammlung vorliegenden Infoblätter bereit. Die gemeinsam von der AOK und dem Deutschen Wanderverband veröffentlichte Sammlung enthält sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene nützliche Informationen auf 14 Seiten im DIN A4-Format.
Das Statistische Jahrbuch 2011 zeigt erneut: Gesundheitsförderung spielt in unserem Gesundheitssystem kaum eine Rolle. Lediglich 2,33 % der laufenden Gesundheitsausgaben wurden 2009 in die Gesundheitsförderung gesteckt. Damit lag ihr Anteil noch unter dem der Jahre 2008 und 2007. Besonders nachdenklich stimmen diese Zahlen, da zu den wichtigsten Todesursachen Erkrankungen zählen, die durch Prävention und Gesundheitsförderung beeinflusst werden könnten.
Gemeinsam mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat die Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG) Mitte September 2011 die Statuskonferenz „Qualitätsentwicklung in Prävention und Gesundheitsförderung“ in Berlin ausgerichtet. Vertreter und Vertreterinnen von mehr als 40 Mitgliedsorganisationen der BVPG nahmen an der Konferenz teil und informierten sich über aktuelle Entwicklungen in der Qualitätssicherung.
Aktuelle Prognosen gehen davon aus, dass sich die Zahl der an Typ-2-Diabetes erkrankten Personen in Europa bis 2030 mindestens verdoppeln wird. Schon heute machen die Kosten des Diabetes fast ein Drittel der direkten Krankheitskosten aus. Der Prävention des Diabetes kommt damit eine große gesundheitliche wie ökonomische Bedeutung zu. Der nun veröffentlichte „Leitfaden Prävention Diabetes“ soll ganz unterschiedliche Akteure der Prävention in ihrem Handeln unterstützen.
Die Erfolge präventionsorientierter Zahnheilkunde und weiterer beteiligter Professionen in Deutschland können sich sehen lassen – auch im weltweiten Vergleich: die Karieslast bei 12-Jährigen z.B. hat sich in den letzten 25 Jahren um 80 % verringert, die bei den 6-jährigen Kindern in den letzten 16 Jahren immerhin noch um 43,5 % . Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung für die Individual- und Gruppenprophylaxe stiegen von 373 Mio. € im Jahr 2000 auf inzwischen mehr als 500 Mio. € in 2010.
Fast jede siebte Person in Europa hat eine Angststörung, so die Ergebnisse einer europaweit durchgeführten Studie. 7 % leiden an schweren Depressionen, mehr als 6 % an spezifischen Phobien und rund 5 % an somatoformen Störungen. Besonders stark betroffen sind demnach Frauen: abgesehen von drogenbedingten und psychotischen Störungen ist ihr Risiko für eine psychische Störung 2,5- bis 3-mal höher als das von Männern.
Seite erstellt am: 06.01.2012 10:55:00
Autor der Seite: Vanessa Wandt