Mit der aktuellen Studie „So is(s)t Deutschland“ legt Nestlé zum zweiten Mal eine Untersuchung über das Ernährungsverhalten der deutschen Bevölkerung vor. Die zentralen Ergebnisse: Das Essverhalten wird zunehmend durch eine „Entstrukturierung des Alltags“ geprägt, gesunde Ernährung gewinnt für die Bevölkerung an Bedeutung, der Preis ist nicht mehr alleine entscheidend und regionale Produkte haben einen höheren Stellenwert als Bioprodukte.
Fettleibigkeit hat in den 34 Mitgliedsstaaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) das Ausmaß einer Volkskrankheit angenommen: Jede/r Zweite ist übergewichtig und jede/r Sechste fettleibig. Auch Kinder sind zunehmend betroffen – jedes dritte ist inzwischen übergewichtig. Diese Entwicklung geht mit enormen Gesundheitskosten einher. Das zentrale Ergebnis der OECD-Studie: Durch eine abgestimmte Präventionsstrategie könnte bei moderaten Kosten Fettleibigkeit wirksam bekämpft werden.
Die Menschen werden älter und gleichzeitig werden immer weniger Kinder geboren. Damit steigt der Anteil der „Alten“ in unserer Gesellschaft. Die Folgen sind dramatisch – oder nicht? Eine neue Studie des Vienna Institute of Demography stellt die bisherige Bewertung des demografischen Wandels anhand des sogenannten „Altersquotienten“ in Frage. Stattdessen, so der Vorschlag des Instituts, sollte beispielsweise die Zahl der Hilfebedürftigen im Vergleich zur Zahl der Personen ohne Beeinträchtigung in den Vordergrund gerückt werden.
In einer Kleinen Anfrage an die Bundesregierung hat sich die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen nach der Häufigkeit von Übergewicht und ernährungsbedingten Erkrankungen in der deutschen Bevölkerung erkundigt. Die Grünen wollten außerdem wissen, welche Maßnahmen die Regierung zur Ernährungsbildung unternimmt. In ihrer Antwort verweist die Bundesregierung vor allem auf den Nationalen Aktionsplan „IN FORM – Deutschlands Initiative für gesündere Ernährung und mehr Bewegung“.
Gesundheit beginnt in der Familie, so das Ergebnis eines Kooperationsprojektes der Universität Hamburg und des Deutschen Jugendinstituts. Schulen und Kindertageseinrichtung werden von Wissenschaft und Praxis bereits häufig als Settings zur Etablierung gesunder Lebenswelten wahrgenommen. Die Familie wird dagegen weitgehend als Setting ausgeklammert. Eine Handreichung aus dem Kooperationsprojekt soll nun dabei helfen, Grundlagen für eine gesundheitsfördernde Arbeit mit sozial benachteiligten Familien zu vermitteln.
Die erste Umsetzungsphase des Nationalen Aktionsplans IN FORM neigt sich mit dem Ablauf des Jahres 2010 dem Ende zu. Aus diesem Grund hat die Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG) ihre 130 Mitgliedsorganisationen nach den bisherigen Erfahrungen mit dem Aktionsplan gefragt und sie um Anregungen für die Zeit nach 2010 gebeten. Die Ergebnisse liegen nun vor und zeigen: viele der BVPG-Mitgliedsorganisationen – ob nun durch Projektmittel aus IN FORM gefördert oder nicht – führen Maßnahmen im Bereich Bewegung oder Ernährung durch.
Wie kann der Erfolg von Bewegungsprogrammen in Kindertagesstätten gemessen werden? Was muss bei der Bewertung von Ernährungsprojekten für ältere Menschen berücksichtigt werden? Eine neue, von der Bundesregierung geförderte Internetseite bietet Praktikern und Praktikerinnen der ernährungs- und bewegungsbezogenen Prävention Hilfestellungen für die Durchführung eigener Evaluationen.
Good Practice-Kriterien, Zielerreichungsskalen und Quint-essenz sind nur drei der Instrumente zur Qualitätsentwicklung und -sicherung, die das Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit in Nordrhein-Westfalen (LIGA.NRW) in seinem neuen Online-Leitfaden „Qualität in Gesundheitsförderung und Prävention“ vorstellt. Kurzbeschreibungen geben einen Eindruck von den Stärken und Schwächen der einzelnen Instrumente und schätzen den Einarbeitungsaufwand ab.
Druckfrisch liegt die Dokumentation der Statuskonferenz „Qualitätsentwicklung in Prävention und Gesundheitsförderung“ vor. Als „Statusbericht 1“ bildet sie den Startpunkt einer neuen Publikationsreihe der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG). Die Statusberichte werden in Zukunft die 2010 ins Leben gerufenen Statuskonferenzen der BVPG dokumentieren und auch den Rahmen für die Publikation von wissenschaftlichen Expertisen bilden. Damit wird die Arbeit der Bundesvereinigung in Zukunft noch transparenter.
66,5 Millionen Euro weniger will die Bundesregierung ab dem nächsten Jahr in das Programm „Soziale Stadt“ stecken. Zudem sollen nur noch „investive“ Maßnahmen gefördert werden. Damit würden sozial-integrative Stellen, wie die der Quartiersmanagerinnen und -manager, ab 2011 nicht mehr vom Bund unterstützt. Der Kooperationsverbund „Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“ ruft aus diesem Grund zur Unterstützung einer Petition gegen die Kürzungen auf.
Seite erstellt am: 06.01.2012 10:55:00
Autor der Seite: Vanessa Wandt