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Glückwünsche zum 60-jährigen Jubiläum der BVPG


Mittwoch, 4. Juni 2014

Beitrag des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V.


Logo des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. Am 7. April 1954 wurde auf Initiative des damaligen Bundesinnenministers Dr. Gerhard Schröder „ein Bundesausschuss für gesundheitliche Volksbelehrung" gegründet mit dem vorrangigen Zweck, „die Vertreter der verschiedensten, an der gesundheitlichen Volksbelehrung interessierten Organisationen an einen Tisch zu bringen, damit alle Wünsche und Bestrebungen auf einander abgestimmt und zu einem sinnvollen Zusammenwirken gebracht werden können."

Mit diesem Bundesausschuss war die Keimzelle geschaffen, aus der sich über mehrfache Umbenennung die Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung (BVPG) in ihrer heutigen Form entwickelte. Über all die Jahrzehnte beibehalten wurde der wichtige ursprüngliche Zweck: Die Förderung der Zusammenarbeit der Vielzahl von Organisationen im breiten Spektrum gesundheitlicher Prävention. Sie ist das prägende Charakteristikum für die Aktivitäten der BVPG, die in der jährlichen Durchführung von Weltgesundheitstagen sowie in umfangreichen Informationsmaßnahmen über Website, Jahresberichte, Newsletter usw. besonderen Ausdruck finden, sich jedoch beileibe nicht darin erschöpfen. Sechzig Jahre nach ihrer Begründung sind Aufgabenstellung und Rolle der BVPG in unserer pluralistischen Gesellschaft aktueller denn je.

In der Regel ist es wirkungsvoller, sich "salutogenetisch" für Gesundheit einzusetzen als "pathogenetisch" gegen Krankheit anzugehen. Die von dieser Erkenntnis ausgehende Förderung der nationalen gesundheitspolitischen Diskussion und Akzentsetzung für die Gesundheitsförderung ist die bleibende inhaltliche Herausforderung für die Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung. Die BVPG hat dazu die seit 1976 ausgerufene internationale Strategie der WHO "Gesundheit für alle" in die nationale gesundheitspolitische Diskussion eingebracht und nationale Prozesse gesetzlicher Regelungen im Bereich der Prävention fachkundig begleitet.

In diesem Rahmen sei das "Votum der Bundesvereinigung für Gesundheitserziehung e.V. für eine Politik der Gesundheitsförderung in Deutschland" aus dem Jahr 1990 hervorgehoben, in dem für eine Gesundheitspolitik im wiedervereinigten Deutschland votiert wird, "die sich deutlich an der Gesundheitsförderung orientiert. Diese Politik umfasst die Bereiche der eigenen Person, der sozialen Bedingungen und der Umwelt. Die Verantwortung für Gesundheitsförderung liegt deshalb nicht nur im Gesundheitssektor, sondern in allen gesellschaftlichen Sektoren."

In jüngster Zeit hat die BVPG sicherlich dazu beitragen, dass im Koalitionsvertrag der Regierungsparteien vom 27.11.2013 "Prävention und Gesundheitsförderung" als politische Aufgaben genannt sind. Die Parteien verständigten sich darauf, noch im Jahr 2014 ein Präventionsgesetz zu verabschieden, das "Prävention und Gesundheitsförderung in Lebenswelten wie Kita, Schule, Betrieb und Pflegeheim und die betriebliche Gesundheitsförderung stärkt und alle Sozialversicherungsträger einbezieht." Die BVPG wird aus ihrem Selbstverständnis heraus diese Gesetzgebung aktiv fördern und begleiten.

Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen sieht sich als Mitgliedsorganisation und aktiver Partner in die BVPG eingebunden. Er hat sich gemeinsam mit der BVPG in der Gesundheitspolitik für nationale Strategien zugunsten der Gesundheitsförderung eingesetzt und wird dies auch weiterhin tun. Dabei steht der Aktionsbereich "Gesund am Arbeitsplatz" der BVPG bzw. das Aktionsfeld gesundheitsfördernder Prozesse in der Arbeitswelt, insbesondere durch Prozesse betrieblichen Gesundheitsmanagements, in den letzten Jahren auch besonders im Blickfeld des BDP sowie vieler Psychologinnen und Psychologen, die in diesem Arbeitsfeld tätig sind. Die BVPG informiert in ihren Medien über diesbezügliche Tagungen und Veröffentlichungen des BDP, insbesondere über die Flyer der BDP-Kampagne "Gesunde Arbeit".

Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen wünscht der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung weiterhin

  • viel Wachsamkeit für gesellschaftliche und gesundheitspolitische Bedarfe und Aktionen im Feld der Gesundheitsförderung,
  • nachhaltige Aktivitäten der Öffentlichkeitsarbeit, gespeist aus ihren Mitgliederorganisationen, Landesvereinigungen und Arbeitsgruppen,
  • weiterführenden Einfluss auf die nationale Gesundheitspolitik für die Gesundheitsförderung und
  • Veranstaltungen, in denen das Miteinander der Beteiligten für die Gesundheitsförderung angenehm spürbar wird.

In diesem Sinne gratuliert der BDP der BVPG ganz herzlich zum 60jährigen Jubiläum!


Internetseite des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V.: www.bdp-verband.org





Seite zuletzt geändert am: 04.06.2014 13:50:00, ursprünglich angelegt am: 04.06.2014 14:35:00
Autor/-in der Seite: Prof. Dr. Michael Krämer, Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V.






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