Zusammenstellung der wissenschaftlichen Evidenz


Donnerstag, 23. April 2015

Investitionen in die Gesundheit lohnen sich!


KFZ-MechanikerinDass sich Investitionen in Prävention sowohl für Beschäftigte als auch für Unternehmen lohnen, zeigt der aktuelle Report der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga). Dieser umfasst eine Zusammenstellung der wissenschaftlichen Evidenz zur Wirksamkeit und zum Nutzen betrieblicher Prävention und Gesundheitsförderung.

Grundlage des Reports bildet eine systematische Literaturrecherche zu Interventionen der Verhaltens- und Verhältnisprävention im betrieblichen Setting. Insgesamt 65 Reviews, die im Zeitraum von 2006 bis März 2012 veröffentlicht wurden, konnten im Rahmen der Analyse berücksichtigt werden.


Ökonomischer Nutzen nachweisbar

Wie die Studienergebnisse zeigen, lohnt sich betriebliche Gesundheitsförderung für Unternehmen: Krankheitsbedingte Fehltage sinken durchschnittlich um ein Viertel; darüber hinaus weisen die dargestellten Übersichtsarbeiten auf einen positiven Return on Investment (ROI) hin. Ökonomischen Nutzenbewertungen zufolge können mit jedem investierten Euro 2,73 Euro durch reduzierte Fehlzeiten eingespart werden.


Auch Beschäftigte profitieren

Maßnahmen der betrieblichen Prävention und Gesundheitsförderung wirken sich auch auf die Gesundheit der Beschäftigten positiv aus. So bewirkt ein Großteil der evaluierten Interventionen Verbesserungen der körperlichen und psychischen Verfassung. Als wirksam gezeigt haben sich vor allem Kombinationen aus organisationalen und individuellen Maßnahmen – diese wirkten im Durchschnitt auch länger nach als individuelle Maßnahmen allein.

Kritisch beurteilen die Autorinnen und Autoren des Reports jedoch den Mangel an Studien zu verhältnispräventiven Interventionen sowie die oftmals wenig spezifischen Fragestellungen der Übersichtsarbeiten. Ebenso sprechen sie sich für ein systematischeres methodisches Vorgehen sowie eine konsequentere Bewertung und Evaluation von Maßnahmen aus.


Zum iga-Report 28 „Wirksamkeit und Nutzen betrieblicher Prävention" gelangen Sie hier.



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Seite erstellt am: 23.04.2015 15:03:00
Autor/-in der Seite: Ann-Cathrin Hellwig
Quelle: iga-Report 28