Wie sichern Berufs- und Fachverbände die Qualität ihrer Maßnahmen?


Dienstag, 15. Dezember 2015

Qualität in Prävention und Gesundheitsförderung


QualitätWie sichern Berufs- und Fachverbände die Qualität ihrer Maßnahmen? Welchen Unterstützungsbedarf weisen sie dabei auf? U.a. diesen Fragen ging die Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG) im Rahmen des Projekts „Monitoring zur Qualitätssicherung bei den Mitgliedern der BVPG“ nach. Die Ergebnisse liegen jetzt vor.

Mit dem Ziel, landes- und bundesweite Kompetenznetzwerke aufzubauen, förderte die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) von Juli 2014 bis März 2015 das Projekt "Gesundheitsförderung in Lebenswelten - Entwicklung und Sicherung von Qualität". Auch die Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG) war mit einem Teilprojekt beteiligt.

Unter dem Titel "Monitoring zur Qualitätssicherung bei den Mitgliedern der BVPG" war es Aufgabe der BVPG, den Stand der Qualitätssicherung bei den BVPG-Mitgliedsorganisationen festzustellen und Einstellungen der Organisationen zu einem Monitoring der Qualitätssicherung zu ermitteln. Dazu führte die Bundesvereinigung eine Befragung ausgewählter Mitgliedsorganisationen zum Thema Qualitätssicherung (QS) durch.

Neben VertreterInnen von Berufs- und Fachverbänden der Bundesebene bzw. aus dem Mitgliederkreis der BVPG (Ebene 1) wurden auch VertreterInnen der Mitgliedsorganisationen dieser Verbände, beispielsweise Landesverbände, sowie VertreterInnen von lokalen Maßnahmenträgern (Ebene 2) in die Befragung einbezogen. In 28 Interviews bzw. 61 Interviewstunden wurden 42 ExpertInnen befragt.

 

Die Befragungsergebnisse ließen folgende Schlussfolgerungen zu:

  • Es gibt einen gemeinsamen Wertekonsens zu und ein gemeinsames Verständnis von Qualität in Prävention und Gesundheitsförderung.
  • Die Ausgestaltung der Qualitätssicherung variiert je nach verfügbaren Ressourcen.
  • Es gibt Unterstützungsbedarf bei den finanziellen und personellen Ressourcen sowie einen ungedeckten Bedarf praxistauglicher und anerkannter QS-Tools.
  • Ein (systemweites) Qualitätsmonitoring würde als Fortschritt gesehen, wenn Aufwand und Nutzen in einem sinnvollen Verhältnis stehen. Da alle Befragten ihre Berufs- und Fachverbände als Ansprechpartner in Sachen Qualität bevorzugen, wäre ein neues Qualitätsmonitoring auf diese Organisationen als Vermittler angewiesen. 

 

Die Ergebnisse des Teilprojekts werden im kommenden Jahr in der Zeitschrift "Gesundheitsökonomie & Qualitätsmanagement" veröffentlicht.

Die Veröffentlichung des gesamten Projektverbunds "Gesundheitsförderung in Lebenswelten - Entwicklung und Sicherung von Qualität" ist auf der Homepage der BZgA verfügbar. Link...

Unter dem Themenbereich "Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung" werden sukzessiv die Berichte der Teilprojekte veröffentlicht. Der Gesamtprojektbericht wird in Kürze auch in gedruckter Form vorliegen und kann dann bei der BZgA unter der Art.-Nr. 60583002 bestellt werden.

 

  


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Seite erstellt am: 15.12.2015 13:18:00
Autor/-in der Seite: Ann-Cathrin Hellwig