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Erstmals trägerübergreifende Bundesrahmenempfehlungen


Mittwoch, 24. Februar 2016

Nationale Präventionskonferenz verabschiedet Bundesrahmenempfehlungen


Vortrag im BüroAm 19. Februar 2016 hat die Nationale Präventionskonferenz (NPK) erstmals bundeseinheitliche trägerübergreifende Bundesrahmenempfehlungen zur Gesundheitsförderung in Lebenswelten und Betrieben verabschiedet. Damit hat das Gremium die Voraussetzungen für den Start der nationalen Präventionsstrategie geschaffen und eine gesetzliche Kernaufgabe umgesetzt.

Neben den vier Sozialversicherungen als Träger haben auch Vertreterinnen und Vertreter von Bundes- und Landesministerien, kommunalen Spitzenverbänden, der Bundesagentur für Arbeit, Sozialpartnern, Patientinnen und Patienten sowie der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung an der Entwicklung der Bundesrahmenempfehlungen mitgewirkt. Mit ihnen werden nun als gemeinsame Ziele "gesund aufwachsen", "gesund leben und arbeiten" und "gesund im Alter" definiert. Durch diese Orientierung am Lebenslauf ist es grundsätzlich möglich, alle Menschen mit lebensweltbezogener Prävention zu erreichen - angefangen von Maßnahmen in Kindergärten und Schulen über Gesundheitsförderung in Betrieben und Präventionsarbeit in kommunalen Einrichtungen bis hin zu entsprechenden Aktivitäten in Pflegeeinrichtungen.

Prioritäre Zielgruppen sind neben Familien, Kindern, Jugendlichen, Azubis, Studierenden, Berufstätigen, Arbeitslosen und Ehrenamtlichen auch Pflegebedürftige, die zu Hause oder in stationären Einrichtungen betreut werden, sowie die pflegenden Angehörigen. Für diese Ziele und Zielgruppen beschreiben die Bundesrahmenempfehlungen nicht nur die Handlungsfelder, sondern auch das Leistungsspektrum und die Beiträge, die die jeweiligen Sozialversicherungsträger dazu leisten, sowie die bei konkreten Maßnahmen zu beteiligenden Organisationen und Einrichtungen.

Umgesetzt werden die Bundesrahmenempfehlungen in den Ländern und Kommunen auf der Grundlage von Landesrahmenvereinbarungen, die die Sozialversicherungsträger mit den zuständigen Stellen in den Ländern schließen.

Im Herbst dieses Jahres werden die Inhalte der Bundesrahmenempfehlungen im Rahmen des ersten Präventionsforums mit einer breiten Fachöffentlichkeit diskutiert. 2019 wird die Nationale Präventionskonferenz dann erstmals den im Vierjahresturnus erscheinenden trägerübergreifenden Präventionsbericht vorlegen. Dieser soll Transparenz schaffen und zeigen, welcher Träger was gefördert hat, welche Ziele erreicht und welche Erfahrungen bei der Zusammenarbeit gemacht wurden. Außerdem soll er Hinweise zu Präventionsbedarf und -potenzialen in der Bevölkerung geben und damit die Arbeit der Nationalen Präventionskonferenz unterstützen. 

Zu den Bundesrahmenempfehlungen der Nationalen Präventionskonferenz gelangen Sie hier.

  

Quelle:

Gemeinsame Pressemitteilung der DGUV, der SVLFG, des GKV-Spitzenverbands und der Deutschen Rentenversicherung Bund vom 19. Februar 2016. Link...

 

 


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Seite erstellt am: 24.02.2016 12:12:00
Autor/-in der Seite: Ann-Cathrin Hellwig