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Ergebnisse des aktuellen OECD-Wirtschaftsberichts


Dienstag, 26. April 2016

Gesund altern: Eine Herausforderung für Deutschland?!


Älteres Paar„Die Zahl der zu erwartenden gesunden Lebensjahre im Alter von 65 Jahren ist in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern mit vergleichbarer Lebenserwartung niedrig“ – so ein Ergebnis des aktuellen OECD-Wirtschaftsberichts. Doch wie kommt es zu diesem Unterschied?

65-jährige Menschen in Deutschland haben im Schnitt noch 19,7 Lebensjahre vor sich. Damit unterscheiden sie sich nur geringfügig von ihren Altersgenossen in Schweden, Norwegen oder Frankreich. Diese weisen eine fernere Lebenserwartung von gut 20 Jahren Jahren auf.

Der entscheidende Unterschied liegt jedoch in der Zahl der gesund verbrachten Lebensjahre: Während Seniorinnen und Senioren in Deutschland noch 7,0 Jahre in Gesundheit verbringen, können sich ältere Menschen in Schweden auf 13,9 und in Norwegen sogar auf 14,9 gesunde Jahre freuen.  

  

Wie lassen sich diese Unterschiede erklären?

Eine Ursache liegt dem Bericht zufolge an den in Deutschland überdurchschnittlich hohen Inzidenzen von Herzkreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Krebs, Demenz und psychischen Erkrankungen. Diese beeinträchtigen die Lebensqualität und können zudem die Erwerbsbeteiligung Älterer mindern.

Auch die Erwerbsbeteiligung selbst kann die aufgezeigten Unterschiede begünstigen. Diese bildet eine wichtige Grundlage für (materielle) Lebensqualität; kann jedoch gleichermaßen Ursache für Stress und einen schlechten Gesundheitszustand sein. Wie der Bericht aufzeigt, schneidet Deutschland im Hinblick auf die Einkommensqualität und die Arbeitsmarktsicherheit gut ab. Nachbesserungsbedarf besteht hingegen beim Faktor "Qualität des Arbeitsumfelds". Ansatzpunkte stellen dem Bericht zufolge finanzielle Anreize für betriebliche Präventionsmaßnahmen dar. Auch besteht Verbesserungspotenzial im Hinblick auf die Gefährdungsbeurteilungen am Arbeitsplatz und die Zusammenarbeit zwischen Arbeitsschutzbehörden und Arbeitgebern. Kritisiert wird zudem, dass geltende Bestimmungen nicht immer auf einzelne Arbeitskräfte in prekären Beschäftigungsverhältnissen angewendet werden. 

 

Ungesunden Lebensgewohnheiten durch Prävention entgegenwirken

Im Hinblick auf die Reduktion ungesunder Lebensgewohnheiten schreibt der OECD-Bericht der Prävention einen bedeutenden Stellenwert zu. Deutschland investiert - ebenso wie Schweden - 3,1 Prozent der Gesundheitsausgaben in Prävention und öffentliche Gesundheitsdienste und liegt damit über dem OECD-Durchschnitt. Dennoch könnte "mehr getan werden, um in Deutschland eine wirksame Prävention zu fördern, insbesondere durch die Überprüfung des Regulierungsrahmens und die Stärkung der Forschung" (S. 123). 

 

 

Der OECD-Wirtschaftsbericht steht online kostenfrei zur Verfügung. Link...

 

Quellen

OECD (2016): OECD-Wirtschaftsberichte. Deutschland 2016. OECD-publishing, Paris.

Ärzte Zeitung (2016): Internationaler Vergleich. Gesund altern klappt in Deutschland selten. Link...

 

 


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Seite erstellt am: 26.04.2016 15:10:00
Autor/-in der Seite: Ann-Cathrin Hellwig






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