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Welche Faktoren beeinflussen das Teilnahmeverhalten?


Donnerstag, 19. Mai 2016

Betriebliche Gesundheitsförderung: Persönlicher Nutzen und Motivation entscheidend für die Teilnahme


ElektrikerMaßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung gewinnen insbesondere angesichts alternder Belegschaften an Bedeutung, werden von Beschäftigten aber nicht immer wahrgenommen. Doch welche Faktoren beeinflussen das Teilnahmeverhalten? Dieser Frage ist die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) nachgegangen.

Grundlage der Untersuchung stellte ein kognitives Training dar. Dieses richtete sich an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eines Automobilherstellers, die zum Zeitpunkt der Untersuchung mindestens 40 Jahre alt waren und vorwiegend monotonen Tätigkeiten nachgingen.

Am Trainingsangebot nahmen 120 Beschäftigte teil, die zufällig dem kognitiven Training oder einer Kontrollgruppe zugeordnet wurden. Ebenfalls wurden nichtteilnehmende Beschäftigte im Rahmen einer vergleichenden Bedarfsanalyse einbezogen. 

 

Welche Mechanismen steuern die Teilnahme am kognitiven Training?

Wie die Prozessevaluation zeigte, sind der angenommene persönliche Nutzen sowie die Motivation für eine erfolgreiche Teilnahme entscheidend. Am Training Teilnehmende schätzten die Erfolgsaussichten der Maßnahme für sich selbst höher ein als Nichtteilnehmende. Der Nutzen einer Maßnahme sollte somit deutlich herausgestellt werden; ebenso sollten Maßnahmen am subjektiven Bedarf der Zielgruppe ansetzen.

Ebenso konnten die Auswertungen zeigen, dass die Motivation Einfluss auf die Wirksamkeit der Maßnahme nimmt. Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die die gesamte Trainingszeit positiv bewerteten, profitierten am stärksten vom kognitiven Training.

Zur Gewinnung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer hat sich zudem eine breitgefächerte Werbestrategie, bestehend aus passiven (z.B. Flyer) und aktiven (z.B. persönliche Ansprache) Elementen, als erfolgreich erwiesen. Zentral ist in diesem Zusammenhang auch eine starke Unterstützung durch die Betriebsführung, durch die betont wird, wie wichtig die Maßnahme ist.

Zeitmangel und hoher Aufwand wurden hingegen als Gründe gegen eine Teilnahme genannt. Hier spielte die familiäre Situation eine ausschlaggebende Rolle; Beschäftigte mit Kindern nahmen signifikant seltener am Trainingsangebot teil. Um die Teilnahmebereitschaft zu steigern, ist somit das Unternehmen gefordert, entsprechende strukturelle Rahmenbedingungen zu schaffen; dazu zählt bspw. die Durchführung eines Angebots während der Arbeitszeit.  

 

Quellen:

Feldmann J (2016): Betriebliche Gesundheitsförderung: Teilnahmeverhalten untersucht. Pressemitteilung 18/16 der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) vom 27. April 2016. Link...

Haas K (2016): Verbesserung der kognitiven Leistungsfähigkeit durch eine Maßnahme der betrieblichen Gesundheitsförderung - Untersuchung zum Teilnahme- und Teilnehmerverhalten"; 1. Auflage; Dortmund; Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2016; 978-3-88261-174-8; 172 Seiten. Link...

 



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Seite zuletzt geändert am: 19.05.2016 09:15:00, ursprünglich angelegt am: 09.05.2016 09:15:00
Autor/-in der Seite: Ann-Cathrin Hellwig






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