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Fachkongress integrierte erste Landespräventionskonferenz


Dienstag, 31. Januar 2017

Rheinland-Pfalz: Erste Landespräventionskonferenz tagt auf dem Landespräventionskongress


Vortrag HaltendeAm 23.-24. Januar 2017 hat in Worms der Landespräventionskongress getagt. Zudem fand dort die erste Landespräventionskonferenz statt. Die Unterzeichnenden der Landesrahmenvereinbarung von Rheinland-Pfalz diskutierten hier öffentlich auf einem Podium.

In Fachvorträgen, Symposien und Projektausstellungen auf dem "Mark der Möglichkeiten" wurden auf dem zweitätigen Fachkongress in Worms Potenziale der Prävention beleuchtet. Im Zentrum stand die Frage, wie Prävention und Gesundheitsförderung am Bedarf von Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen adäquat ausgerichtet werden können. 

Hierfür besonders bedeutend war die in den Fachkongress integrierte erste Landespräventionskonferenz, die in Form einer Podiumsdiskussion am Ende der Veranstaltung öffentlich stattfand. Im Sommer 2016 wurde die Landesrahmenvereinbarung zur Umsetzung des Präventionsgesetzes in Rheinland-Pfalz beschlossen. Darin vorgesehen ist eine jährlich stattfindende Landespräventionskonferenz, in deren Rahmen sich die beteiligten Akteurinnen und Akteure, die gesetzlichen Krankenkassen, die Renten-, Pflege- und Unfallversicherung sowie das Gesundheitsministerium, über die Umsetzung des Gesetzes und die damit angestrebten Ziele beraten. 

In der Podiumsdiskussion verständigten sich die Teilnehmenden darauf, dass nicht die Vielzahl kurzfristiger Projekte erstrebenswert ist. Es sei vielmehr sinnvoll, in ausgewählte langfristige und niedrigschwellige Projekte zu investieren, die Wirksamkeit versprechen. Als inhaltliche Zielstellungen wurden u.a. die Stärkung  von Gesundheitskompetenz und der Zugang zu Klein- und Kleinstunternehmen benannt. Darüber hinaus sei es relevant, so die Beteiligten, Prävention in der Öffentlichkeit zu stärken. So könne z.B. der Zugang zu Settings wie Kleinstunternehmen und damit zu Personengruppen mit Präventionsbedarfen erleichtert werden. 

Die Krankenkassen signalisierten übereinstimmend, unabhängig von wettbewerblichen Interessen solche Maßnahmen zu forcieren, die auf die Förderung der Gesundheit von sozial benachteiligten Gruppen abzielen. Der Einigungsprozess darüber, welche Akteursgruppe im Rahmen der Landesrahmenvereinbarung an welcher Stelle und in welcher Form aktiv wird, stellt eine Herausforderung dar, die aber von den Beteiligten als lösbar beschrieben wurde.  

 

 




Seite erstellt am: 31.01.2017 09:55:00
Autor/-in der Seite: Dr. Martha Höfler