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Wer sich um andere kümmert, lebt länger


Montag, 20. Februar 2017

Lebenserwartung: Helfen lohnt sich


Älteres Paar mit NotebookWer sich im Alter um andere kümmert, fördert damit die eigene Lebenserwartung – so legen es zumindest die Ergebnisse eines internationalen Forschungsteams nahe, die kürzlich in der Fachzeitschrift „Evolution and Human Behavior“ erschienen sind.

Dass Menschen, die sich im Alter um andere kümmern, auch sich selbst etwas Gutes tun, zeigt eine Analyse von Daten der Berliner Altersstudie. Diese berücksichtigt mehr als 500 Personen im Alter zwischen 70 und 103 Jahren.

Verglichen wurde die Lebenserwartung älterer Menschen, die sich entweder um ihre Enkel, Kinder oder andere Menschen in ihrem sozialen Umfeld kümmerten, mit denen, die keine Hilfe- oder Betreuungsleistungen erbrachten.

 

Wer sich um andere kümmert, lebt länger

Wie die Analysen zeigten, reduzierte sich das Sterblichkeitsrisiko von Großeltern, die sich um ihre Enkel kümmerten um 37 Prozent im Vergleich zu denjenigen, die keine Betreuungsaufgaben übernahmen. Ähnlich positiv wirkte sich auch das Unterstützen der eigenen Kinder aus.

Die Forschenden konnten darüber hinaus belegen, dass die positiven Effekte des Kümmerns auf die Lebenszeit auch außerhalb der eigenen Familie bestehen bleiben. Wie die Datenanalyse zeigte, können auch kinderlose Ältere, die Menschen aus ihrem sozialen Umfeld emotionalen Beistand leisteten, davon profitieren: So lebte die Hälfte der Engagierten nach Studienbeginn im Durchschnitt noch sieben weitere Jahre, während diejenigen, die keine Hilfe- oder Betreuungsleistungen außerhalb der eigenen Familie erbrachten, im Schnitt nur noch vier Jahre weiterlebten.

 

Moderates Maß an Engagement

Wie Mitautor Ralph Hertwig, Direktor des Forschungsbereichs "Adaptive Rationalität" am Max Planck-Institut für Bildungsforschung, vor dem Hintergrund der Studienergebnisse herausstellte, sollte das Sorgen für andere nicht als Patentrezept für ein längeres Leben verstanden werden. Jedoch liefere die Analyse Hinweise dafür, dass ein moderates Maß an Engagement tatsächlich mit positiven Effekten für die Gesundheit in Zusammenhang steht. Ein zu starker Einsatz könne jedoch zu Stress führen und sich folglich negativ auf die psychische und physische Gesundheit auswirken.  

 

Quellen:

Hilbrand, S., Coall, D. A., Gerstorf, D., & Hertwig, R. (2016) Caregiving within and beyond the family is associated with lower mortality for the caregiver: A prospective study. Evolution and Human Behavior (2016), Link...

Skork, K. (2016)Helfen lohnt sich: Wer sich um andere kümmert, lebt länger. Studie untersucht den Zusammenhang von sozialem Engagement und Lebenszeit. Beitrag des Max-Planck-Instituts (2016), Link...

 

 

 

 


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Seite zuletzt geändert am: 20.02.2017 14:47:00, ursprünglich angelegt am: 15.02.2017 14:47:00
Autor/-in der Seite: Ann-Cathrin Hellwig






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