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Auch Sport an wenigen Tagen nutzt der Gesundheit


Montag, 24. April 2017

Sport fördert die Gesundheit – auch (nur) am Wochenende


BasketballspielVon Montag bis Freitag am Schreibtisch sitzen und Sport nur am Wochenende – ist das förderlich für die Gesundheit? „Ja“ sagen britische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um Gary O’Donovan, die die Bewegungsmuster von etwa 64.000 Erwachsenen und ihre Effekte auf die Mortalität untersucht haben.

Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge sollten Erwachsene mindestens 150 Minuten pro Woche moderat oder 75 Minuten intensiv körperlich aktiv sein. Am besten sei es, dafür jeden Tag etwa eine halbe Stunde einzuplanen. Was aber bedeutet es für die Gesundheit, wenn man diese Trainingszeit nicht auf mehrere Tage verteilt, sondern an ein oder zwei Tagen absolviert? Dieser Frage sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der britischen Loughborough Universität nachgegangen.

Grundlage ihrer Untersuchung stellten elf gesundheitsbezogene Studien dar, die insgesamt 63.591 Frauen und Männer im Alter von mindestens 40 Jahren umfassen. Die WissenschaftlerInnen teilten diese in Abhängigkeit von ihren Bewegungsmustern vier Gruppen zu:

 

  • Inaktive: diese berichteten weder von moderater noch intensiver Aktivität;
  • unzureichend Aktive: diese berichteten von weniger als 150 Minuten moderater oder weniger als 75 Minuten intensiver sportlicher Aktivität pro Woche;
  • "Weekend-Warriors": diese gaben an, sich wöchentlich an ein bis zwei Tagen 150 Minuten moderat oder 75 Minuten intensiv zu bewegen und
  • regelmäßig Aktive: diese berichteten von 150 Minuten moderater oder 75 Minuten starker Aktivität in der Woche im Rahmen von mindestens drei Trainingseinheiten.

Anschließend berechneten die WissenschaftlerInnen für jede dieser Gruppen die Gesamtsterblichkeit sowie die Sterblichkeit aufgrund von Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems oder Krebs.

 
Auch Sport an wenigen Tagen nutzt der Gesundheit

Wie O’Donovan et al. anhand ihrer Forschungsergebnisse aufzeigen, profitieren auch Menschen von körperlicher Aktivität, die ihr Sportpensum an nur ein bis zwei Tagen die Woche absolvieren. Diese weisen im Vergleich zu den Inaktiven ein um bis zu 30 Prozent geringeres Sterblichkeitsrisiko auf. Ähnlich positive Effekte konnten auch für die Sterblichkeit durch Krebs- und Herz-Kreislauferkrankungen festgestellt werden. Demnach könnten - so die Schlussfolgerung der WissenschaftlerInnen - ein oder zwei Trainingseinheiten bei moderater oder starker körperlicher Aktivität in der Woche ausreichen, um sowohl das Gesamtsterblichkeitsrisiko als auch das Sterblichkeitsrisiko durch Krebs- oder Herz-Kreislauferkrankungen zu reduzieren.


 
Quelle

O’Donovan et al. (2017): Association of "Weekend Warrior" and Other Leisure Time Physical Activity Patterns With Risks for All-Cause, Cardiovascular Disease, and Cancer Mortality. JAMA Intern Med. 2017;177(3):335-342. Link...

 

 

 
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Seite zuletzt geändert am: 24.04.2017 14:08:00, ursprünglich angelegt am: 21.04.2017 11:08:00
Autor/-in der Seite: Ann-Cathrin Hellwig






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