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Zusammenhang von Unternehmenskultur und Gesundheit


Montag, 15. Mai 2017

Bedeutung des Arbeitsklimas für die psychische Gesundheit


Besprechung im BüroDas wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) zeigt auf: Beschäftigte, die ihre Unternehmenskultur negativ erleben, leiden häufiger unter psychischen Beschwerden. Das Arbeitsklima ist dabei eine entscheidende Größe.

Auf Basis einer telefonischen Befragung von 2.007 Erwerbstätigen im Alter von 16 bis 65 Jahren hat die AOK im zuletzt veröffentlichten Fehlzeitenreport (2016) den Zusammenhang von Unternehmenskultur und Gesundheit untersucht. Unternehmenskultur wird in der Studie erfasst durch Entscheidungsprozesse und Führungsstil, Mitarbeiterorientierung, Entlohnungsgerechtigkeit, Problemlösungsverhalten im Unternehmen, Arbeitsklima, Wettbewerbs- und Kundenorientierung sowie Unternehmensumwelt.

Ein Ergebnis der Studie ist, dass Unternehmenskultur dann mit psychischen Beschwerden zusammenhängt, wenn sie negativ erlebt wird. 65 Prozent der Erwerbstätigen, die eine schlechte Beurteilung abgaben, berichteten über mindestens ein psychisches Belastungssymptom, z.B. über Schlafstörungen oder Erschöpfung. Bei der Vergleichsgruppe, die ihre Unternehmenskultur positiv erlebte, waren es nur 36 Prozent.  

Das Arbeitsklima des Unternehmens spielt in der Untersuchung eine besondere Rolle. 69 Prozent der Befragten, die dieses als schlecht bewerteten, gaben psychische Beschwerden an, die sie auf ihre berufliche Tätigkeit zurückführten.            

Der Fehlzeitenreport verweist darauf, dass Betriebliches Gesundheitsmanagement zur psychischen Gesundheit der Beschäftigten beiträgt, wenn eine mitarbeiterorientierte Arbeitsplatzkultur unterstützt wird. Entscheidend sei eine vertrauensbasierte und wertschätzende Zusammenarbeit, die sich in den Beziehungen der Arbeitnehmenden untereinander, zu den Führungskräften und zum Unternehmen selbst zeigt.   

 

Quelle: 

Badura, B. et al. (Hrsg.) (2016). Fehlzeiten-Report 2016. Unternehmenskultur und Gesundheit - Herausforderungen und Chancen. Berlin Heidelberg: Springer-Verlag.

 

 


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Seite zuletzt geändert am: 15.05.2017 08:40:00, ursprünglich angelegt am: 15.05.2017 09:40:00
Autor/-in der Seite: Timo Neunaber, Dr. Martha Höfler






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