Wie verbringen Beschäftigte ihre Pause?


Mittwoch, 7. Juni 2017

Arbeitspausen können durch richtige Gestaltung deutlich zur Erholung beitragen


KFZ-MechanikerEiner Online-Umfrage zufolge bewerten Beschäftigte Spazierengehen als erholsamste Möglichkeit der Pausengestaltung. Dennoch tut dies weniger als ein Fünftel der Befragten regelmäßig. Wie Mitarbeitende ihre Pausen verbringen und wie sie motiviert werden können, diese gesundheitsförderlicher zu gestalten, zeigt der aktuelle iga.Report.

Wie verbringen Beschäftigte ihre Pause? Dieser Frage ist die Initiative Gesundheit und Arbeit im Rahmen einer Online-Befragung nachgegangen. An dieser beteiligten sich 323 Männer und Frauen aus unterschiedlichen Berufsfeldern. Als häufigste Aktivitäten wurden Essen/Trinken (85 Prozent) sowie Unterhaltungen mit Kolleginnen und Kollegen (60 Prozent) genannt. Je rund ein Fünftel gab an, häufig oder immer elektronische Medien wie das Smartphone zu nutzen oder spazieren zu gehen. Ausgleichsübungen oder Sport wurden hingegen von einem Großteil (85 Prozent) nur selten oder nie benannt. 

 

Diskrepanz zwischen den am häufigsten ausgeübten Tätigkeiten und deren Erholungswert  

Im Hinblick auf den Erholungswert bewerteten 80 Prozent der Befragten das Spazierengehen als besonders wirksam. Über 50 Prozent beurteilten Essen/Trinken, Ausgleichsübungen bzw. Sport und Entspannungstechniken als (sehr) gute Erholungsmöglichkeiten. Bei Unterhaltungen mit Kolleginnen und Kollegen können 40 Prozent gut bis sehr gut entspannen. Nur ein Fünftel kann sich durch die Nutzung elektronischer Medien (sehr) gut erholen. 

Wie die Auswertungen der Umfrage zeigen, werden Aktivitäten mit hohem Erholungswert deutlich seltener ausgeübt als solche, deren Erholungswert von den Befragten als nicht so hoch eingeschätzt wird. Hieraus lassen sich präventive Ansätze zur Pausengestaltung ableiten.  

 

Präventive Ansätze zur Pausengestaltung 

Ansätze zur gesunden Pausengestaltung lassen sich den Autorinnen und Autoren des iga-Reports zufolge auf vier Ebenen verorten: 

  • Unternehmerische Ansätze: Dazu zählt vor allem die Förderung der Pausenkultur. Stehen Pausenräume oder Entspannungsinseln zur Verfügung, können diese der Regeneration dienen. Ebenso können elektronische Medien genutzt werden, um mit Hilfe von speziellen Apps wie z.B. Schrittzählern zu gesundheitsförderlichem Verhalten anzuleiten. 
  • Führungskräfte: Durch das (Vor)leben einer gesundheitsförderlichen Pausenkultur und das Planen realistischer Zielvorgaben kann der (Zeit-)Druck auf Mitarbeitende vermindert und Zeit für Pausen geschaffen werden.
  • Team: Ein verlässliches Team kann Mitarbeitende entlasten, indem es Pausenvertretungen stellt. Ebenso können sogenannte "Pausenscouts" durch Erinnerungen oder Aktivitäten das Team motivieren, Pausen gesundheitsförderlich zu gestalten. 
  • Beschäftigte: Beschäftigten fehlt häufig das Wissen zu einer gesundheitsförderlichen Pausengestaltung. Damit diese die Bedeutung von Pausen erkennen und bewusst entspannen, sind entsprechende Informationen notwendig.   

 

Zum iga.Report 34 gelangen Sie hier.

 

 

 


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Seite zuletzt geändert am: 07.06.2017 11:43:00, ursprünglich angelegt am: 31.05.2017 11:43:00
Autor/-in der Seite: Neele Meier, Ann-Cathrin Hellwig