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Stress - Unterschiede bei Jungen und Mädchen


Montag, 19. Juni 2017

Stress in der Grundschule


Grundschüler beim LesenAppetitlosigkeit, Kopfschmerzen, Schlafprobleme - bereits Grundschulkinder weisen vielfältige Stresssymptome auf. Inwiefern sich diese zwischen Jungen und Mädchen unterscheiden und welche Bewältigungsstrategien Kinder einsetzen, haben nun Jennifer Beck et al. von der TU Dortmund untersucht.

Stress ist bereits unter Grundschulkindern verbreitet. Neben Leistungsanforderungen in der Schule sind auch soziale Probleme mit Eltern, Großeltern oder Freunden relevante Stressoren. Diese könne Symptome wie Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen und Schlafprobleme begünstigen.

 

Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen?!

Ob sich Jungen und Mädchen im Hinblick auf ihre Stressvulnerabilität und -symptomatik unterscheiden, haben nun WissenschaftlerInnen um Jennifer Beck von der TU Dortmund untersucht. Dazu befragten sie 485 Grundschulkinder der Klassenstufen drei und vier.

Wie die statistische Auswertung der Fragebögen zeigte, weisen Mädchen im Grundschulalter im Vergleich zu Jungen eine höhere Stressvulnerabilität und eine stärkere physische und psychische Stresssymptomatik auf. Dies spiegelt sich u.a. in angst- und traurigkeitsbezogenen Stresssymptomen (z.B. Anspannung, bekümmert sein) wider, die von Mädchen häufiger genannt werden.

Auch untersuchten die WissenschaftlerInnen Strategien zur Stressbewältigung der Kinder in Abhängigkeit vom Geschlecht und stellten dabei fest, dass Mädchen zur Bewältigung von Alltagsstressoren mehr soziale Unterstützung suchen als Jungen. Vermeidende Bewältigungsreaktionen wie Bagatellisierung, Herunterspielen und Verleugnen werden hingegen häufiger von Jungen eingesetzt.

 

Gendergerechte Prävention bereits in der Grundschule?!

Da Mädchen eher mit psychischen und physischen Symptomen auf Stress reagieren, stellen diese bereits im Grundschulalter eine Risikogruppe dar, so das Fazit der WissenschaftlerInnen. Diese Befunde deuten auf einen besonderen Unterstützungsbedarf hin; der Einsatz geschlechtsspezifischer Maßnahmen zur Förderung der (psychischen) Gesundheit sollte somit bereits in der Grundschule erprobt werden.  

 

Quelle

Beck J, Lange S. Tröster H (2017): Geschlechtsunterschiede in der Stressvulnerabilität, Stressbewältigung und Stresssymptomatik bei Grundschulkindern. In: Zeitschrift für Gesundheitspsychologie 24(3), 145-155.

 

 


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Seite zuletzt geändert am: 19.06.2017 09:48:00, ursprünglich angelegt am: 12.06.2017 15:41:00
Autor/-in der Seite: Ann-Cathrin Hellwig






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