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Krankheitsspezifische Präventionsmaßnahmen im Fokus


Mittwoch, 26. Juli 2017

Handbuch Präventive Psychiatrie: Von der Therapie zur Prävention


Familie im GrünenKrankheitsspezifischen Präventionsmaßnahmen sollte vor allem im Bereich der Psychiatrie mehr Aufmerksamkeit zukommen - so fordern es Prof. Klosterkötter und Prof. Maier. Mit ihrer aktuellen Publikation zeigen die Herausgeber, wie sich die "Public Mental Health"-Perspektive mit den wissenschaftlichen Entwicklungen der Psychiatrie verbinden lässt.

Psychische Störungen sind auch hierzulande weit verbreitet - Schätzungen zufolge erkrankt hieran fast jede/r Dritte mindestens ein Mal im Leben. Zu den häufigsten psychischen Erkrankungen zählen neben Depression und Alkoholabhängigkeit Ess- und Angststörungen sowie Schizophrenie. Krankheitsspezifischen Präventionsmaßnahmen kommt somit eine wichtige Bedeutung zu. Dennoch erhalten diese - so das Monitum von Prof. Klosterkötter und Prof. Maier - bisher noch zu wenig Beachtung.

Mit ihrer aktuellen Publikation wollen die Herausgeber dazu beitragen, diese Lücke zu schließen. Unter dem Titel "Handbuch Präventive Psychiatrie" zeigen sie gemeinsam mit Expertinnen und Experten unterschiedlicher Fachbereiche den Wissensstand zu Möglichkeiten und Grenzen der Prävention psychischer Störungen auf. Dabei verfolgen sie das Ziel, die "Public Mental Health"-Perspektive mit den wissenschaftlichen Entwicklungen in der Psychiatrie zu verbinden (vgl. S. XII).

Um dieses Ziel zu erreichen, werden im ersten Teil des Buches Konzepte und Strategien präventiver Psychiatrie vorgestellt. Dabei geben die Autoren einen Überblick zum Thema "Seelische Gesundheit", stellen den Stand der Forschung anhand epidemiologischer, medizinischer und wirtschaftlicher Befunde dar und zeigen konzeptionelle Grundlagen und Umsetzungsstrategien auf.

Unter dem Titel "Entwicklungsstand der präventiven Psychiatrie" werden im nachfolgenden Teil des Buches die zehn häufigsten Diagnosegruppen gesondert thematisiert. Dargestellt werden neben den Charakteristiken der einzelnen Erkrankungen der Stand der Risikoforschung, Präventionsmöglichkeiten sowie Einschätzungen zur Umsetzung in der Versorgungspraxis.

Der dritte Teil des Buches widmet sich rechtlichen, ethischen und ökonomischen Rahmenbedingungen der präventiven Psychiatrie. Diskutiert wird hier u.a. die Anwendung der Grundprinzipien biomedizinischer Ethik auf die universelle, selektive und indizierte Primärprävention.

Das Handbuch stellt eine umfassende Bestandsaufnahme dar und ist somit für Fachkräfte aus den Bereichen Krankenversorgung, Forschung, Lehre, Gesundheits- und Sozialpolitik relevant. Die einheitlich gegliederten Beiträge zu den Diagnosegruppen erlauben zudem einen schnellen Einblick und eine vergleichende Beurteilung zu Unterschieden und Übereinstimmungen der Präventionsansätze. Insgesamt liefern die Herausgeber mit der vorliegenden Publikation ein nützliches Grundlagenwerk auf dem Weg zu einer präventiven Medizin. 

 

Publikation

Klosterkötter J, Maier W (Hrsg.)(2017): Handbuch Präventive Psychiatrie. Forschung - Lehre - Versorgung. Schattauer Verlag, Stuttgart.

 

 


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Seite zuletzt geändert am: 26.07.2017 09:43:00, ursprünglich angelegt am: 03.07.2017 09:43:00
Autor/-in der Seite: Ann-Cathrin Hellwig






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