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Einfluss der Bewegung auf die Kognition


Mittwoch, 19. Juli 2017

Macht Bewegung wirklich schlau?


Frau macht GymnastikMit ihrer Publikation „Macht Bewegung wirklich schlau?“ nehmen Petra Jansen und Stefanie Ritter das Verhältnis von Bewegung und Kognition in den Blick. Dabei stellen sie heraus, dass Bewegung mit positiven Effekten für einige Teilbereiche kognitiver Fähigkeiten einhergehen kann, aber nicht als „Allheilmittel“ betrachtet werden sollte.

Ziel der Veröffentlichung ist den Wissenschaftlerinnen der Universität Regensburg zufolge, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zum Einfluss der Bewegung auf die Kognition differenziert darzustellen.

Dazu machen die Autorinnen im ersten Teil des Buches die Leserinnen und Leser mit (wissenschaftlichen) Grundlagen aus den Bereichen Bewegung und Kognition vertraut und erläutern u.a., wie das Gehirn Bewegung verarbeitet.

Unter der Überschrift "Bewegung und kognitive Fähigkeiten" werden schließlich im Rahmen des fünften Kapitels ausgewählte Forschungsergebnisse korrelativer und (quasi-)experimenteller Studien skizziert. Diese machen deutlich, dass es Teilbereiche der kognitiven Fähigkeiten gibt, die sich durch Bewegung und Sport verbessern lassen; positive Effekte konnten v.a. im Bereich der sogenannten exekutiven Funktionen (Arbeitsgedächtnis, Inhibition und kognitive Flexibilität) und teilweise im Bereich der visuell-räumlichen Fähigkeiten nachgewiesen werden (S. 113 ff). Darüber hinaus geben eine Reihe von Studien Hinweise darauf, dass sich geistigem Abbau im Alter durch Bewegung vorbeugen lässt (S. 191 ff). Hier raten die Forschenden jedoch zu einer umfassenderen Perspektive: So sollte im Hinblick auf die geistige Fitness nicht nur die physische, sondern auch die mentale und soziale Aktivität bis ins hohe Alter berücksichtigt werden.

In Übereinstimmung damit warnen auch die Autorinnen davor, Bewegung als Allheilmittel zu betrachten. "Kognitive Fähigkeiten einseitig auf Bewegungsverhalten zurückzuführen oder den Nutzen der Bewegung auf die Kognition zu reduzieren, wäre gleichermaßen falsch und würde die komplexen Wechselwirkungen verkennen" (S. 256), so die Autorinnen. Entsprechend werden im Verlauf des Buches auch weitere Faktoren beleuchtet, die Einfluss auf kognitive Fähigkeiten nehmen; hierzu zählen Geschlechterunterschiede,  Motivation und Emotion sowie die Bedeutung von Bindung in der Entwicklung eines Kindes.

Mit ihrem aktuellen Werk legen Petra Jansen und Stefanie Richter einen differenzierten Einblick in wissenschaftliche Erkenntnisse zum Einfluss von Bewegung auf kognitive Fähigkeiten vor. Dabei werden wissenschaftliche Grundlagen ebenso wie Implikationen für die Praxis dargestellt. Positiv hervorzuheben sind insbesondere die Zusammenfassungen am Ende eines jeden Kapitels, die es den Leserinnen und Lesern ermöglichen, einen schnellen Einblick in die Thematik zu erhalten.  

 

Publikation

Jansen P, Richter S (2016): Macht Bewegung wirklich schlau? Zum Verhältnis von Bewegung und Kognition. Hogrefe Verlag, 304 Seiten.

 

 


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Seite zuletzt geändert am: 19.07.2017 08:04:00, ursprünglich angelegt am: 03.07.2017 10:04:00
Autor/-in der Seite: Ann-Cathrin Hellwig






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