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Unterschiede zwischen Regionen und gesellschaftlichen Schichten


Montag, 24. Juli 2017

Niedriger Sozialstatus und Bildungsgrad bremsen Anstieg der Lebenserwartung


Häuserzeile - saniert und kaputtTrotz des allgemeinen Anstiegs der globalen mittleren Lebenserwartung gibt es zwischen einzelnen Regionen und gesellschaftlichen Schichten nach wie vor maßgebliche Unterschiede. Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung liefert in der Studie "Hohes Alter, aber nicht für alle" aktuelle Zahlen und Begründungen.

Die mittlere Lebenserwartung, die um 1900 noch auf 30 Jahre geschätzt wurde, liegt heute bei rund 71 Jahren. Der Anstieg beruht v.a. auf dem medizinisch-technischen Fortschritt sowie auf Maßnahmen der Prävention. 

Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung verweist in seiner neuen Studie (2017) aber auf große regionale und soziale Unterschiede in der Lebenserwartung – national wie international. Neugeborene Jungen im wohlsituierten Landkreis Starnberg in Bayern werden schätzungsweise etwa acht Jahre länger leben, als ihre Geschlechtsgenossen in der ehemaligen Schuhmachermetropole Pirmasens in Rheinland-Pfalz (Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung, 2017, S. 25). In den USA liegen sogar rund 20 Jahre zwischen Regionen mit der höchsten und niedrigsten Lebenserwartung (Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung, 2017, S. 22). 

Gesundheit und Lebenserwartung werden wesentlich von zwei Faktoren bestimmt –  dem Sozialstatus und dem Bildungsgrad. In vielen Industrieländern ist die Gesellschaft gespalten in sozial privilegierte Gruppen, die ein sehr hohes Alter erreichen und dabei lange gesund bleiben, und weniger privilegierte Gruppen, die tendenziell eher gesundheitlich riskante Verhaltensweisen zeigen, sich stärker belastet fühlen, häufiger erkranken und früher sterben (Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung, 2017, S. 2).  

Das Fazit der Studie lautet, dass Gesellschaft und Politik aktiver werden müssen, um die Ungleichheit zu verringern. Neben dem politischen Willen seien u.a. auch weitere Investitionen in Präventionsstrategien nötig, da sich diese nachweisbar langfristig auszahlen (Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung, 2017, S. 37).     

 

Quelle:

Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung (2017). Hohes Alter, aber nicht für alle: Wie sich die soziale Spaltung auf die Lebenserwartung auswirkt. Link zum PDF-Dokument...

 

 




Seite zuletzt geändert am: 24.07.2017 09:38:00, ursprünglich angelegt am: 19.07.2017 14:38:00
Autor/-in der Seite: Ann-Cathrin Hellwig






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