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Wo steht die Suchtprävention bei Kindern und Jugendlichen heute?


Montag, 25. September 2017

Prävention macht Schule


JugendlicheWo steht die Suchtprävention bei Kindern und Jugendlichen heute? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Fachtagung „Prävention macht Schule“, die am 21. September 2017 anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Wettbewerbs für rauchfreie Schulklassen „Be smart – don’t start“ in Bonn stattfand.

Im Hinblick auf den Alkohol- und Tabakkonsum konnten in den letzten Jahren deutliche Erfolge verzeichnet werden: So ist die Raucherquote bei Jugendlichen mit 7,4 Prozent auf einem historischen Tiefstand; der Anteil der Jugendlichen, die noch niemals geraucht hat, beträgt rund 80 Prozent. Ebenso konnte in den letzten Jahren eine Trendwende beim Rauschtrinken verzeichnet werden.

Dennoch dürfen Aktivitäten zur Alkohol- und Tabakprävention nicht eingestellt werden; vielmehr bedürfen sie einer Anpassung an neue Herausforderungen - so die übereinstimmende Meinung der Expertinnen und Experten im Rahmen der Fachtagung. Denn neue Produkte wie E-Shishas, E-Zigaretten und alkoholische Energy-Mixgetränke, die vor allem Jugendliche ansprechen, machen eine Weiterentwicklung vorhandener Programme erforderlich.

 

Prävention im schulischen Umfeld

Insbesondere die Schule stellt eine zentrale Lebenswelt zur Suchtprävention bei Heranwachsenden dar. Maßnahmen zielen hier häufig auf Wissensvermittlung, die Bildung kritischer Einstellungen, die Förderung verschiedener Kompetenzen sowie die Beeinflussung sozialer Normen. Wie eine im Jahr 2016 veröffentlichte Metaanalyse von Simone Onrust et al. (Link...) jedoch zeigt, tragen diese Ansätze nicht gleichermaßen zur Verhaltensänderung bei.

Während für die Wissensvermittlung und die Bildung kritischer Einstellungen positive Effekte überwiegend im Bereich der Alkoholprävention bei einzelnen Zielgruppen nachgewiesen werden konnten, scheinen diese im Rahmen der Tabakprävention weniger sinnvoll. Effekte auf die Verhaltensänderung konnten hier v.a. durch Maßnahmen der Kompetenzförderung und durch die Beeinflussung sozialer Normen erzielt werden.

Mit dem Programm "Be smart - don’t start" liegt ein evaluiertes Programm vor, das an der sozialen Norm ansetzt. Dieses wird seit dem Schuljahr 1998/99 in Deutschland durchgeführt und hat seitdem knapp 160.000 Schulklassen erreicht.

Weitere Informationen zum Programm "Be smart - don’t start" finden Sie hier.

 

Quellen

Onrust S et al. (2016): School-based programmes to reduce and prevent substance use in different age groups: What works for whom? Systematic review and meta-regression analysis. Clinical Psychology Review. Link...

 

 

 

 




Seite erstellt am: 25.09.2017 09:30:00
Autor/-in der Seite: Ann-Cathrin Hellwig






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