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Wie lässt sich der Gemüseverzehr steigern?


Dienstag, 10. Oktober 2017

Mehr Appetit auf Gemüse: Genussbotschaften fördern den Verzehr


KantineWie lässt sich der Gemüsekonsum steigern? Laut Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Stanford University kann dies ganz einfach sein: Ihrer Untersuchung zufolge reichen genussvolle Schlagwörter und Botschaften aus, um den Appetit auf Gemüse anzuregen.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt den täglichen Verzehr von drei Portionen Gemüse – dies entspricht etwa 400 Gramm. Wie die GEDA-Studie (Gesundheit in Deutschland aktuell 2014) jedoch zeigt, wird davon in Deutschland zu wenig konsumiert; lediglich 44 Prozent der Erwachsenen essen täglich Gemüse; der Anteil der Frauen liegt mit 53 Prozent deutlich über dem der Männer (36 Prozent).

 

Wie lässt sich der Gemüseverzehr steigern?

Dieser Frage sind die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlich um Bradley Turnwald, Stanford University, nachgegangen. Dazu testeten sie ein Vierteljahr lang in der Universitätskantine, wie sich unterschiedliche Bezeichnungen von Gemüsegerichten auf deren Konsum auswirkten. So wurden unterschiedliche Gemüsesorten – beispielsweise die Zucchini (Basisbezeichnung) – mal als „geröstete karamellisierte Zucchinihappen" (Genussbotschaft), mal als „kalorienarme Wahl Zucchini" (negative Gesundheitsbotschaft) und mal als „nährstoffreiche grüne Zucchini" (positive Gesundheitsbotschaft) angeboten.

Ausgewertet wurde dann, wie viele Personen sich für das jeweilige Gemüsegericht entschieden und welche Portionsgrößen verzehrt wurden.

 

Genussbotschaften fördern den Konsum

Wie die Auswertungen zeigten, griffen mehr Studierende zu Gemüse, wenn dieses als besonders genussvoll deklariert wurde. In diesem Fall entschieden sich 25 Prozent mehr Studierende für das Gericht, als wenn es unter der Basisbezeichnung verkauft wurde. Auch die Menge an Gemüse, die sich die Studierenden dann auf die Teller luden, war im Vergleich zum Gericht mit neutraler bzw. negativer Botschaft um 23 bzw. 33 Prozent größer.

Mit ihrer Studie machen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf eine vergleichsweise einfache Strategie zur Steigerung des Gemüsekonsums aufmerksam. Wesentlich sei dabei, dieselben genussvollen Botschaften zu verwenden, wie sie auch für weniger gesunde Lebensmittel üblich sind. 

 

Quellen

Deutsche Gesellschaft für Ernährung (2017): DGE-Ernährungskreis. Link...

Robert Koch-Institut (2014): Daten und Fakten: Ergebnisse der Studie „Gesundheit in Deutschland aktuell 2012." Link...

Turnwald BP et al. (2017): Association Between Indulgent Descriptions and Vegetable Consumption: Twisted Carrots and Dynamite Beets. In: JAMA Intern Med. 2017;177(8):1216-1218.

 

 




Seite erstellt am: 10.10.2017 09:25:00
Autor/-in der Seite: Ann-Cathrin Hellwig






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