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Bedeutungszunahme der Betrieblichen Gesundheitsförderung


Donnerstag, 26. Oktober 2017

Kongress für Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit (A+A) thematisiert Umsetzung des Präventionsgesetzes


Vortrag im Rahmen einer VeranstaltungAm 18. Oktober 2017 fand auf dem A+A-Kongress in Düsseldorf die Veranstal-tung „Nationale Präventionsstrategie – Vom Präventionsgesetz zur Praxis vor Ort“ statt. Arbeitsschutz und Betriebliche Gesundheitsförderung wurden dort zusammen gedacht.

Die Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung (BVPG) hat am 18.10.2017 gemeinsam mit der Bundesarbeitsgemeinschaft für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (Basi) die Umsetzung des Präventionsgesetzes diskutiert – insbesondere mit Blick auf die Arbeitswelt. 

In der betrieblichen Gesundheitsförderung wird mit der verpflichtenden Beteiligung von Sicherheitsfachkräften, Betriebsärztinnen und -ärzten, staatlichen Arbeitsschutzbehörden sowie der Leistungsausrichtung auf die Verhütung arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren eine engere Verknüpfung mit dem Arbeitsschutz angestrebt (§ 20b und 20c SGB V). Die arbeitsmedizinische Prävention wird ferner durch erweiterte Kooperationsmöglichkeiten in Bezug auf die Versorgung durch Schutzimpfungen (§132e SGB V) und andere Felder der präventivmedizinischen Versorgung verbessert (§ 132f SGB V). Krankenkassen werden darüber hinaus verpflichtet, ihre Leistungen in gemeinsamen kassenübergreifenden Koordinierungsstellen auf Landesebene in Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmensorganisationen in den Betrieben anzubieten (§ 20b Abs. 3 SGB V). 

Im Rahmen der Veranstaltung wurden die Bedeutungszunahme der Betrieblichen Gesundheitsförderung thematisiert sowie die Chancen, die dadurch für die Gesundheit der Beschäftigten entstehen. Um die Potenziale freizulegen, müssen jedoch noch einige Herausforderungen bewältigt werden. Als aktuelle und zentrale Herausforderung benannten Vertreterinnen und Vertreter der Sozialversicherung, Routinen der Zusammenarbeit zu etablieren. Ziel ist es, ein Angebot für Betriebe bereitzustellen, bei dem sich die Leistungen der Betrieblichen Gesundheitsförderung sowie des Arbeitsschutzes sinnvoll ergänzen. Um dies zu erreichen, ist ein gemeinsamer Wissenskanon nötig, der über Rollen, Aufgaben und Leistungen der einzelnen Akteurinnen und Akteure im Feld der Betrieblichen Gesundheitsförderung informiert. Unerlässlich ist dann auch, dass nicht nur die Leistungserbringenden, sondern auch entsprechende Fachkräfte in den Betrieben, z.B. Betriebsärztinnen und -ärzte, Einblick in diesen Wissenskanon haben und auf dieser Grundlage tätig werden können. 

Bislang, so die einhellige Meinung der am Kongress beteiligten Expertinnen und Experten, gibt es noch keinen Königsweg der Zusammenarbeit. Dennoch wurde die durch das Präventionsgesetz geschaffene „historische Einmaligkeit" der Situation gewürdigt, in der alle im Bereich der Prävention tätigen Kräfte das gleiche Ziel verfolgen – die Gesundheit der Beschäftigten. Sie können und müssen nun, auf gesetzlicher Grundlage, dafür zusammenarbeiten.  

 

 


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Seite erstellt am: 26.10.2017 10:50:00
Autor/-in der Seite: Dr. Martha Höfler






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