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Positive Psychologie und gesunde Führung


Montag, 13. November 2017

Positive Psychologie und gesunde Führung


Mann in BürobesprechungAm 8. November haben die AOK Rheinland/Hamburg und das Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) GmbH das 3. BGF-Forum in Mönchengladbach durchgeführt. Mit Rückgriff auf Erkenntnisse der Positiven Psychologie wurde insbesondere der Einfluss von Führung auf die Gesundheit von Beschäftigten diskutiert.

Gegenstand der Positiven Psychologie 

Die Positive Psychologie erforscht die Bedingungen, die Menschen ein glückliches und erfolgreiches Leben ermöglichen. Dabei konzentriert sie sich insbesondere auf die Förderung eigener Stärken sowie auf die Sinnvermittlung. Mittlerweile hat die Positive Psychologie auch Eingang in die Unternehmen gefunden.


Positive Psychologie, Führung und Betriebliche Gesundheitsförderung

Der Keynote Speaker und Experte für Positive Psychologie, Herr Dr. Nico Rose, betrachtete auf dem BGF-Forum die Bedingungen für nachhaltige Arbeitsmotivation. Er verwies in Anlehnung an Decy und Ryan (1985) auf die zentralen Bausteine, die Grundlage für motiviertes Handeln am Arbeitsplatz sind:

  • Erleben von Kompetenz,
  • Erleben von Autonomie,
  • Erleben von sozialer Eingebundenheit.

Können Beschäftigte auf diese drei Bausteine im Arbeitsalltag zurückgreifen, wird dadurch nicht nur ihre Arbeitsmotivation gefördert, sondern auch ihr Wohlbefinden und ihre Gesundheit. Herr Dr. Rose stellte heraus, dass ein hierarchischer Führungsstil in einer Organisation keine Bindung und i.d.R. auch keine Autonomie der Arbeitnehmenden fördern kann. Bedeutsam sei v.a. Kommunikation auf Augenhöhe.

Auf der Veranstaltung wurde zudem deutlich, dass die Leistungsfähigkeit Beschäftigter nachweisbar von ihrem Eindruck abhängt, in ihrem Verhalten ganz sie selbst sein zu können, ohne negative Konsequenzen befürchten zu müssen. Die Wissenschaft spricht hier von "psychological safety" (psychische Sicherheit). Hingegen hat sich insbesondere rüdes Verhalten am Arbeitsplatz als Produktivitätskiller sowie als gesundheitlicher Risikofaktor erwiesen.

Führungskräfte stehen in der Betrieblichen Gesundheitsförderung in besonderer Verantwortung. Wissenschaftlichen Schätzungen zufolge überträgt sich z.B. die Stimmung einer Führungskraft auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fünf- bis siebenfach stärker, als in der umgekehrten Einflussrichtung. Als eine der wichtigsten Aufgaben von Führungskräften wurde deshalb auch die emotionale Selbstregulation hervorgehoben.


Handlungsansätze für eine gesunde Führung

Im Laufe des Forums wurden vielfältige Strategien herausgearbeitet, wie Führungskräfte die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fördern können. Das Anlegen eines positiven Portfolios, verstanden als kleine Sammlung von angenehmen Erinnerungen, z.B. in Form von Fotos und Videos, kann der Führungskraft in Stresssituationen zur Emotionsregulation dienen. Ein anderes Beispiel ist die Ermöglichung von Gestaltungsspielraum, die den Beschäftigten eine Mitbestimmung ihrer Arbeitsprozesse erlaubt. Dadurch wird ihr Engagement, Sinnerleben und Wohlbefinden unterstützt. Solche, hier exemplarisch genannten Ansätze fördern die Gesundheit und Arbeitszufriedenheit und reduzieren die Wechselbereitschaft in einer Organisation.




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Seite erstellt am: 13.11.2017 16:07:00
Autor/-in der Seite: Dr. Martha Höfler
Quelle: Deci, E. L., & Ryan, R. M. (1985). Intrinsic motivation and self-determination in human behavior. New York, NY: Plenum.






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