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Computerspiele sollen gesundes Altern fördern


Montag, 27. November 2017

Computerbasierte Trainingsprogramme in der Pflege


Älteres Paar mit NotebookAuf dem 8. gemeinsamen Kongress „Zukunft Prävention“ von Kneipp-Bund und Barmer wurden neue präventive Konzepte in der Pflege diskutiert. Prof. Dr. Michael Wahl stellte im Zuge dessen innovative computerbasierte Trainingsprogramme für Pflegebedürftige vor.

Die Humboldt Universität Berlin untersucht derzeit im Rahmen des Modellvorhabens "MemoreBox" die präventiven und gesundheitsförderlichen Aspekte von Videospielen für Seniorinnen und Senioren. Partnerorganisationen im Pilotprojekt sind die Barmer Krankenkasse und das Start-up Unternehmen "RetroBrain". 

Prof. Dr. Michael Wahl, Leiter der Abteilung "Rehabilitationstechnik / Neue Medien" der Humboldt Universität Berlin, stellte am 22. November 2017 auf dem Kongress "Zukunft Prävention" die Videospiel-Plattform "MemoreBox" vor. Diese wurde speziell für Menschen in Pflegeheimen entwickelt. Die Spiele werden ausschließlich über Körperbewegungen gesteuert. Beim virtuellen "Kegeln" ist beispielsweise eine leichte Arm- und Körperbewegung notwendig, um die Kugel auf der Kegelbahn ins Rollen zu bringen. Beim Motorradfahren braucht es eine Gewichtsverlagerung, die im Stehen oder Sitzen (z.B. im Rollstuhl) ausgeführt werden kann. Ein weiteres Trainingsprogramm ist das "Briefträger-Spiel". Hier muss beim Fahrradfahren der Briefkasten durch zielgerichtete Armbewegungen erreicht werden.  

Die Spiele wurden zusammen mit Seniorinnen und Senioren entworfen. Sie sind im Vergleich zu gängigen Computerspielen reizreduziert sowie altersspezifisch gestaltet, z.B. in der Auswahl der Begleitmusik. Die Computerspiele sollen die Koordination, Multitaskingfähigkeit, Kognition, körperliche Beweglichkeit sowie auch das Reaktionsvermögen von Heimbewohnerinnen und -bewohnern stärken. Darüber hinaus zielt die "MemoreBox" auf die Förderung der sozialen Interaktion mit allen am Spiel Beteiligten ab.  

Aktuell wird die Wirksamkeit des bis zum März 2018 laufenden Modellprojekts geprüft. Die Zwischenergebnisse legen aber bereits jetzt positive Effekte auf die Gesundheit und das Wohlbefinden von Pflegebedürftigen nahe. Sie zeigen insbesondere eine höhere kognitive Leistungsfähigkeit und eine intensivierte soziale Interaktion.  

Weiterführende Hinweise zum Modellprojekt sind Sie über folgenden Link... 

 

 


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Seite zuletzt geändert am: 27.11.2017 12:34:00, ursprünglich angelegt am: 27.11.2017 15:34:00
Autor/-in der Seite: Ann-Cathrin Hellwig






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