Kongress 'GesundLernen in Kindertagesstätten und Schulen'


Donnerstag, 27. Oktober 2005

Kongress 'GesundLernen in Kindertagesstätten und Schulen'


Zwei Grundschüler mit MikroskopIm Rahmen des 2. DFPG-Kongresses am 25. und 26. Oktober 2005 in Berlin berieten über 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie Gesundheitsförderung und Bildung künftig zum Wohle aller Kinder besser verzahnt werden können. Dieser Kongress machte das Vernetzungspotential des DFPG in besonderem Maße deutlich, indem er Präventionsexperten und die Träger der vorschulischen und schulischen Bildung zu gemeinsam verabschiedeten Entwicklungszielen zusammenführte. Der Kongress wurde von der AG 1 geplant und von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung mit Unterstützung der GVG Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und –gestaltung e.V. durchgeführt.

Die zwei Kongresstage standen unter der Überschrift 'GesundLernen in Kindertagesstätten und Schulen'. Die Verbesserung der Bildungsqualität in Deutschland, gerade auch für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche, ist nach PISA als ein für die Zukunft entscheidendes Handlungsfeld erkannt worden. Der soziale Status eines Kindes in Deutschland ist nicht nur für seine Bildungschancen entscheidend: Ärmere Kinder sind auch weniger gesund. Sie leiden häufiger bereits im Kindergartenalter an den Folgen von Fehlernährung, an motorischen Defiziten und psychosozialen Verhaltensauffälligkeiten. Die Settings Kindergarten und Schule bieten die Chance, hier regulierend zu wirken und die langfristigen Gesundheitschancen dieser Kinder zu verbessern. Umgekehrt hilft erfolgreiche Gesundheitsförderung Erziehern und Lehrern, ihren Bildungsauftrag erfolgreich zu erfüllen.
Wie dies gelingen kann, wurde in den zwei Kongresstagen anhand einer Vielzahl von erfolgreichen Projekten in den Settings deutlich. Diese Beispiele guter Praxis einer größeren Öffentlichkeit bekannt zu machen, zur Nachahmung zu empfehlen und potentielle Partner zu vernetzen, war eines der Anliegen des Kongresses.
Gleichzeitig machten Akteure und Teilnehmer in der perspektivisch ausgerichteten Veranstaltung auch deutlich, dass flächendeckende Verbesserungen nur durch strukturelle Veränderungen zu erzielen sind: Während die Integration der Gesundheitsförderung in die Settings, zum Beispiel durch entsprechende Aus- und Fortbildungsoffensiven für das pädagogische Personal, vor allem auf Landesebene realisiert werden muss, sind auch bundespolitische Rahmensetzungen nötig. Hoffnungen richten sich hier vor allem auf die baldige Schaffung einer Rechtsgrundlage durch ein Präventionsgesetz.


(Eingestellt am 27.10.2005, aktualisiert am 15.09.2006, Bettina Berg, Quelle: Bundesvereinigung für Gesundheit e.V.)

 



Seite zuletzt geändert am: 27.10.2005, ursprünglich angelegt am: 02.12.2005 13:36:00
Autor der Seite: Bettina Berg