Gesundheit beginnt in der Familie, so das Ergebnis eines Kooperationsprojektes der Universität Hamburg und des Deutschen Jugendinstituts. Schulen und Kindertageseinrichtung werden von Wissenschaft und Praxis bereits häufig als Settings zur Etablierung gesunder Lebenswelten wahrgenommen. Die Familie wird dagegen weitgehend als Setting ausgeklammert. Eine Handreichung aus dem Kooperationsprojekt soll nun dabei helfen, Grundlagen für eine gesundheitsfördernde Arbeit mit sozial benachteiligten Familien zu vermitteln.
Gesundheitsförderung ist integraler Bestandteil des Erziehungsauftrags und keine Zusatzaufgabe von Kindertagesstätten, so die einhellige Meinung aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Statuskonferenz „Guter und gesunder Kindergarten“. Zum dritten Mal lud die Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG) in diesem Jahr ihre Mitgliedsorganisationen zum Erfahrungsaustausch ein. Kernfragen der „Kita-Konferenz“: Mit welchen Maßnahmen kann gesundes Verhalten in den Kindergarten-Alltag integriert werden und wie können dort gesunde Verhältnisse geschaffen werden?
66,5 Millionen Euro weniger will die Bundesregierung ab dem nächsten Jahr in das Programm „Soziale Stadt“ stecken. Zudem sollen nur noch „investive“ Maßnahmen gefördert werden. Damit würden sozial-integrative Stellen, wie die der Quartiersmanagerinnen und -manager, ab 2011 nicht mehr vom Bund unterstützt. Der Kooperationsverbund „Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“ ruft aus diesem Grund zur Unterstützung einer Petition gegen die Kürzungen auf.
Partizipation spielt in setting-orientierten Ansätzen der Prävention und Gesundheitsförderung eine wichtige Rolle. Doch auf welche Weise lassen sich Kinder und Jugendliche in Schulen, Kindergärten und Kommunen in Entscheidungsprozesse einbinden? Im Rahmen des Nationalen Aktionsplans „Für ein kindergerechtes Deutschland 2005-2010“ wurde eine Broschüre mit entsprechenden Qualitätsstandards erarbeitet. Eine überarbeitete Fassung der Publikation ist gerade erschienen.
Mehr als 30.000 Kinder verbrennen und verbrühen sich jedes Jahr – mit heißen Getränken, beim Grillen oder durch Stromschläge. Der gemeinnützige Verein „Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder e.V.“ richtet in diesem Jahr zum ersten Mal den „Tag des brandverletzten Kindes“ aus. Dazu werden am 7. Dezember bundesweite Aktionen stattfinden. Ziel ist es, auf die schwerwiegenden Folgen von Verbrühungen und Verbrennungen aufmerksam zu machen und über Präventionsmaßnahmen und Behandlungsmöglichkeiten zu informieren.
311 Millionen Euro haben die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) 2009 für Primärprävention und betriebliche Gesundheitsförderung ausgegeben – das sind fast 11 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Der neue Präventionsbericht des GKV-Spitzenverbandes und des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDS) weist die Aktivitäten im Bereich „Primärprävention im Setting“ und im individuellen Ansatz sowie in der betrieblichen Gesundheitsförderung aus. Danach konnten deutliche Steigerungen in der Zahl der erreichten Personen erzielt werden.
Damit Sie in Zukunft noch schneller von spannenden Projekten, hilfreichen Handlungsleitfäden oder neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen erfahren, hat die Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG) RSS-Feeds eingerichtet. Auf diese Weise können Sie sich über neue Inhalte auf unserer Homepage umgehend informieren lassen.
Erstmals liefert eine Studie repräsentative Ergebnisse zu den Folgen von geringem Einkommen, Bildungsgrad und sozialer Teilhabe der Eltern auf die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Wissenschaftler des Robert Koch-Instituts (RKI) haben dazu die Daten des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys (KiGGS) vor dem Hintergrund des sozialen Status analysiert. Das Ergebnis: Kinder und Jugendliche mit einem niedrigen Sozialstatus sind vielfach gesundheitlich benachteiligt.
Präventionsangebote rund um die Geburt bietet das "Netzwerk Gesund ins Leben", ein Verbund von Institutionen, Fachgesellschaften und Verbänden, die sich mit Ernährung, Gesundheit und Allergien befassen. Ziel des Netzwerks ist es, dem Trend von Übergewicht und Allergien in Deutschland mit effektiven Maßnahmen entgegen zu wirken. Diese sollten bereits in der Schwangerschaft beginnen.
Das "Henne-Ei"-Problem in der Perspektive der Übergewichtsforschung lautet: Verursacht körperliche Passivität Übergewicht und Adipositas oder ist es genau umgekehrt, dass Übergewicht zu einem Mangel an Bewegung führt? Die Frage ist nicht ganz so akademisch und haarspalterisch, wie es zunächst scheint: Im ersten Fall wäre mehr Sport und Bewegung die Gesundheitsförderungs-Maxime erster Wahl, im zweiten Fall sollte man eine gesündere Ernährung in den Vordergrund stellen. Eine Kohortenstudie, die jetzt in der Zeitschrift „Archives of Disease in Childhood“ veröffentlicht wurde, gibt vor, das Problem gelöst zu haben: unzureichende körperliche Aktivität, so konstatieren die Forscher, ist eine Folge des Übergewichts bei Kindern.
Seite zuletzt geändert am: 13.12.2010 08:33:00, ursprünglich angelegt am: 08.08.2006 15:44:00
Autor der Seite: Dr. Beate Grossmann