Beschäftigte sind durch den Einsatz von Videoclips oder Kurzfilmen bei Arbeitsschutz-Unterweisungen besser zu erreichen. Die Medien sind besonders dazu geeignet, Sicherheits- und Gesundheitsthemen positiv zu besetzen und die Vermittlung wichtiger Inhalte zu erleichtern. Seit Ende November 2010 steht Fachkräften für Arbeitssicherheit nun ein Portal zur Verfügung, das über 160 Arbeitsschutzfilme bereithält.
Pflegerinnen und Pfleger sind körperlich und psychisch stark gefordert. Die hohen Belastungen führen nicht selten zur Erkrankung. Die Arbeitsschutzbehörden der Länder, die Unfallkassen und der Bund haben aus diesem Grund ein Online-Tool entwickelt, mit dem individuelle Risiken und Verbesserungspotentiale in der ambulanten und stationären Pflege identifiziert werden sollen.
Deutlich mehr Flexibilität und eine Betreuung, die den tatsächlichen Bedürfnissen in den Betrieben besser gerecht wird, verspricht die Unfallverhütungsvorschrift „Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit“ (DGUV Vorschrift 2). Sie tritt am 1. Januar 2011 in Kraft. Ziel ist es, starre Einsatzzeiten von Betriebsärzten und Fachkräften für Arbeitssicherheit gegen eine betriebsspezifische Betreuung auszutauschen. Die Neuregelung soll zu mehr Qualität in der Arbeitssicherheit beitragen und zu einer Vereinheitlichung des heutigen Regelwerks führen.
311 Millionen Euro haben die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) 2009 für Primärprävention und betriebliche Gesundheitsförderung ausgegeben – das sind fast 11 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Der neue Präventionsbericht des GKV-Spitzenverbandes und des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDS) weist die Aktivitäten im Bereich „Primärprävention im Setting“ und im individuellen Ansatz sowie in der betrieblichen Gesundheitsförderung aus. Danach konnten deutliche Steigerungen in der Zahl der erreichten Personen erzielt werden.
Damit Sie in Zukunft noch schneller von spannenden Projekten, hilfreichen Handlungsleitfäden oder neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen erfahren, hat die Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG) RSS-Feeds eingerichtet. Auf diese Weise können Sie sich über neue Inhalte auf unserer Homepage umgehend informieren lassen.
Die „Rente mit 67“, der Fachkräftemangel und die Alterung der Bevölkerung – alle diese Entwicklungen haben Einfluss auf die Personalstruktur von Unternehmen. Um zukunftsfähig zu bleiben, müssen sich Personalabteilungen und Unternehmensleitungen Konzepte überlegen, wie sie mit dem demographischen Wandel umgehen können. Mirko Sporket vom Max Planck Institut für Demografische Forschung in Rostock nennt in seinem Beitrag zum „Fehlzeiten-Report 2010“ die Grundlagen des Alternsmanagements und gibt Beispiele für „gute Praxis“.
Neue Ansätze des betrieblichen Gesundheitsmanagements standen im Fokus des diesjährigen JOB & FIT-Symposiums. Gemeinsam mit Fünf am Tag e.V. veranstaltete die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) Mitte September eine Konferenz, die sich insbesondere an Personen aus der Praxis der betrieblichen Gesundheitsförderung richtete. Neben Vorträgen, die sich grundlegend mit der Notwendigkeit eines betrieblichen Engagements für Gesundheit auseinandersetzten, wurde ein Schwerpunkt auf konkrete Praxisansätze gelegt.
Der Großteil der deutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer arbeitet in einem kleinen oder mittleren Unternehmen (KMU) – fast 80%. Oft fehlt es den Unternehmen aber an Informationen, wie sie die Arbeitsbedingungen ihrer Angestellten gesundheitsförderlich gestalten können und welche Unterstützungsangebote es gibt. Auf der Homepage des Deutschen Netzwerks für Betriebliche Gesundheitsförderung (DNBGF) findet sich eine Sammlung mit Informationen der Handwerkskammern, der Unfallversicherung und anderer relevanter Akteure.
Seit 2008 fördert der Staat die betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) durch steuerliche Vergünstigungen. Dennoch gibt es in zahlreichen Unternehmen immer noch keine Maßnahmen zur Verbesserung der Mitarbeitergesundheit. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen tun sich häufig schwer mit der Umsetzung von BGF-Aktivitäten. Im Interview erklärt die Präsidentin der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG) Helga Kühn-Mengel, welche die wichtigsten Themen der betrieblichen Gesundheitsförderung sind und wie kleine und mittlere Unternehmen zukünftig besser erreicht werden können.
Ein „kurzes, leicht handhabbares Evaluationssystem“ der gesetzlichen Krankenkassen soll die Wirksamkeit der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) untersuchen. Entwickelt wurde das Instrumentenset vom Institut für Medizinische Psychologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf und von der Gesellschaft für sozialwissenschaftliche Forschung in der Medizin (GESOMED). Erste Überprüfungen der Praxistauglichkeit weisen leider auf eine noch begrenzte Akzeptanz in den Betrieben hin.
Seite zuletzt geändert am: 10.02.2011 17:12:00, ursprünglich angelegt am: 08.08.2006 15:45:00
Autor der Seite: Dr. Beate Grossmann