Die Erwerbsbeteiligung älterer Menschen in Deutschland hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Die Erwerbstätigenquote der 55- bis 64-Jährigen stieg zwischen 2000 und 2009 von 37% auf 56% und damit so stark wie in keiner anderen Altersgruppe. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden kürzlich mitteilte, waren auch nach Erreichen des 65. Lebensjahres in Deutschland noch 4% der Bevölkerung erwerbstätig.
Die Pflege und Betreuung pflege- und hilfebedürftiger Menschen stellt an pflegende Angehörige hohe Anforderungen. Vielfach entsteht eine solche private Pflegesituation plötzlich und ohne jegliche Vorbereitung.
Dies kann zu starken Belastungen der pflegenden Angehörigen führen. Mit den vorliegenden Handlungshilfen stellt die Unfallkasse Nordrhein-Westfalen allen Angehörigen einen Fragenkatalog zur Verfügung, der ihnen helfen kann, Ideen für die eigene Pflegetätigkeit zu entwickeln und der Möglichkeiten der eigenen Gesunderhaltung aufzeigt.
Wie kann Bewegung im Alltag älterer Menschen als etwas Selbstverständliches etabliert werden? Mit dieser Frage haben sich in den vergangenen zwei Jahren in jedem Bundesland Zentren für Bewegungsförderung beschäftigt. Sie wurden im Rahmen des Nationalen Aktionsplans „IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“ bei den Landesvereinigungen für Gesundheit eingerichtet und haben zahlreiche erfolgreiche Praxisbeispiele initiiert oder ermittelt, die die Bewegungsförderung bei älteren Menschen unterstützen.
Was ältere Menschen tun können, um Stürzen vorzubeugen – das erklärt jetzt ein Merkblatt des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Hier werden Ursachen von Stürzen und die Folgen davon erklärt sowie Möglichkeiten aufgezeigt, mit Bewegungsprogrammen Stürzen vorzubeugen. Auch auf die Wirkung von bestimmten Arzneimitteln auf das Sturzrisiko wird eingegangen.
Druckfrisch liegt nun die Dokumentation der Statuskonferenz „Gesund altern - Sturzprävention“ vor. Als „Statusbericht 2“ setzt sie die in 2010 neu aufgelegte Publikationsreihe der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG) fort und fasst die Ergebnisse des fachlichen Austauschs zu nationalen und internationalen Strategien der Sturzprophylaxe sowie zur Präventionspraxis zusammen.
Etwa zwei Drittel der 2,2 Millionen pflegebedürftigen Menschen in Deutschland werden zu Hause durch Angehörige betreut. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) hat anlässlich des von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler initiierten „Pflege-Dialogs“ am 14. Februar in einer Pressemitteilung eine bessere Anerkennung und mehr Unterstützung für pflegende Angehörige gefordert.
Das neue Portal der Betriebskrankenkassen, das sich an Männer und Frauen in der zweiten Lebenshälfte richtet, soll zu einem gesunden Lebensstil motivieren. Das Internetportal will nicht nur Unterstützung durch Informationen und Anregung bieten, sondern bildet in erster Linie die Plattform für ein soziales Netzwerk.
Altersbilder beruhen häufig noch auf den Vorstellungen früherer Generationen, die mit der heutigen Realität nicht mehr viel zu tun haben. Das Bundesfamilienminsterium will mit seinem Programm „Alter neu denken – Altersbilder“ eine breite Debatte zu den Altersbildern in der Gesellschaft anstoßen. Den Auftakt bildet ein Foto- und Videowettbewerb unter dem Motto „Mein Bild vom Alter – Was heißt schon alt?“
Bewegungsangebote für zu Hause lebende Hochaltrige zu schaffen ist das Ziel des Projekts „Aktiv bis 100“ des Deutschen Turner-Bundes (DTB). Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Zielgruppe sind Menschen über 80 Jahren, die mit Hilfe von so genannten „Bewegungsgruppen“ befähigt werden sollen, möglichst lange selbständig und ohne fremde Hilfe zu Hause leben zu können. Das Frankfurter Netzwerk „Aktiv bis 100“ wurde von der Stadt Frankfurt für seine Bemühungen mit dem Sportpreis ausgezeichnet.
Die Menschen werden älter und gleichzeitig werden immer weniger Kinder geboren. Damit steigt der Anteil der „Alten“ in unserer Gesellschaft. Die Folgen sind dramatisch – oder nicht? Eine neue Studie des Vienna Institute of Demography stellt die bisherige Bewertung des demografischen Wandels anhand des sogenannten „Altersquotienten“ in Frage. Stattdessen, so der Vorschlag des Instituts, sollte beispielsweise die Zahl der Hilfebedürftigen im Vergleich zur Zahl der Personen ohne Beeinträchtigung in den Vordergrund gerückt werden.
Seite zuletzt geändert am: 06.07.2011 08:46:00, ursprünglich angelegt am: 08.08.2006 15:46:00
Autor der Seite: Dr. Beate Grossmann