"Reducing Health Inequalities from a regional perspective – What works, what doesn't?" ist der Titel einer Konferenz, die im Rahmen der belgischen EU-Ratspräsidentschaft stattfindet. Bis zum 15. August 2010 können noch Abstracts für Poster oder Präsentationen eingereicht werden. Vom 8. bis zum 9. Oktober sollen dann im belgischen Genk die Effizienz politischer Maßnahmen und Initiativen zur Verringerung gesundheitlicher Ungleichheiten vorgestellt und diskutiert werden.
Mit Prämien von bis zu 75 Euro können Krankenversicherte rechnen, die sich das Deutsche Wanderabzeichen “erlaufen“. Der deutsche Wanderverband hat sich dafür eingesetzt, dass die gesetzlichen Krankenkassen unter bestimmten Bedingungen Wandern als eine gesundheitsfördernde Aktivität anerkennen. Diese Initiative unterstützen bereits die AOK, die Techniker Krankenkasse, die BARMER GEK und einige weitere Kassen.
Den eigenen Alltag möglichst lange selbstbestimmt und aktiv gestalten zu können: das hält gerade Ältere und Hochbetagte länger gesund. Ergotherapeutische Maßnahmen können dabei helfen, diese Handlungsfähigkeit zu erhalten – zu diesem Ergebnis kommt Konstanze Löfflers Masterarbeit, für die sie im Mai den Ergotherapie-Preis erhalten hat.
In der Prävention und Gesundheitsförderung ist der Begriff der „Qualität“ gar nicht so einfach zu füllen. Was macht ein qualitativ hochwertiges Präventionskonzept eigentlich aus? Das Zentrum für Bewegungsförderung Nordrhein-Westfalen hat dem Thema nun ein Internetmodul gewidmet. Entlang von zehn Fragen werden die wichtigsten Aspekte der Qualität in der Gesundheits- und Bewegungsförderung vermittelt.
Sie setzen bereits ein Projekt um, dass sich mit der Gesundheitsversorgung in alternden Gesellschaften auseinandersetzt oder haben eine neuartige Idee zu diesem Thema? Der Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek) lobt in diesem Jahr zum ersten Mal den vdek-Zukunftspreis 2010 aus. Insgesamt wird ein Preisgeld von 20.000 Euro verliehen.
Rauchen ist einer der stärksten Risikofaktoren für das spätere Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, und nicht nur Raucherinnen und Raucher selbst, sondern auch ihr Umfeld ist betroffen. Rauchverbote wurden daher auch zum Schutz der Nichtraucher verhängt und viele internationale Studien haben unlängst gezeigt, dass es einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der Einführung von Rauchverboten und der Reduzierung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen gibt. (siehe BVPG-Kurzexpertise „Rauchverbote schützen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen“). Eine Verlaufsstudie im United Kingdom hat nun Hinweise gefunden, dass Rauchen nicht nur körperliche Erkrankungen begünstigt, sondern möglicherweise auch das Risiko für psychische Störungen erhöht.
Die Europäische Kommission hat das kommende Jahr als „Europäisches Jahr der Freiwilligentätigkeit“ ausgerufen ("European Year of Volunteering") und hierfür Empfehlungen zur Umsetzung entsprechender Nationaler Programme veröffentlicht. Die zivilgesellschaftlichen Kräfte in Deutschland sind aufgerufen, sich hieran aktiv zu beteiligen.
Die Evidenz-Basierung ist in der Medizin kein neues Thema – im Public Health-Sektor gibt es allerdings noch viel nachzuholen. Das Anfang des Jahres erschienene Buch „Evidence-based Public Health“ richtet sich an alle, die sich in diese Thematik einarbeiten möchten. So werden grundlegende Definitionen geliefert, die Herangehensweise der evidenzbasierten Public Health geschildert und Möglichkeiten des Wissenstransfers in die Praxis erörtert.
Die gesetzlichen Regelungen zum Nichtraucherschutz und die dabei verteilten Zuständigkeitsbereiche zwischen Bund und Ländern sind in Deutschland oft verwirrend. Das Buch „Nichtraucherschutzrecht“ von Helmut Breitkopf und Frank Stollmann bietet Abhilfe. Auf 132 Seiten werden die föderalen Regelungen und Vorschriften übersichtlich dargestellt. Auf diese Weise gelingt es den Autoren, Interessierten einen Wegeweiser durch die vielfältige Verbotslandschaft an die Hand zu geben.
Einen interdisziplinären Ansatz verfolgen die Autoren eines neuen Buches zur demografischen Entwicklung: Biologie, Psychologie und Soziologie haben zwar ihre jeweils eigenen Erklärungs- und Deutungsmuster für Alterungsprozesse – aber an ihren Schnittstellen ermöglichen sie neue Erkenntnisse. Aus diesen Erkenntnissen leiten der Gerontologe Andreas Kruse und der Psychologe Hans-Werner Wahl Handlungsempfehlungen für Prävention und Gesundheitsförderung ab.
Seite zuletzt geändert am: 12.08.2010 10:43:00, ursprünglich angelegt am: 08.08.2006 15:50:00
Autor der Seite: Dr. Beate Grossmann