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Prävention allgemein

Strategiepapier zur Gesundheitsförderung


Cover Magdeburger StrategiepapierKommunale Fonds, eine Gemeinwohlsteuer und ein eigenes Sozialgesetzbuch für Prävention und Gesundheitsförderung – das sind die Mittel für eine nachhaltige Förderung der Gesundheit. So schlägt es zumindest die Studiengruppe „Gesundheitsförderung und -management in Europa“ der Hochschule Magdeburg-Stendal in einem gerade erschienenen Strategiepapier vor. Der demografische Wandel und die zunehmende soziale Ungleichheit der Gesundheitschancen erfordern eine Wende in der Sozialpolitik. Die Magdeburger machen konkrete Vorschläge, wie diese Wende aussehen könnte.


Land adieu, Stadt salut


Mann in Anzug geht leere Straße hinunterRückbau, Umbau, Neubau – der demografische Wandel hat massiven Einfluss auf die Gesichter der Städte. Das Ruhrgebiet, Nordhessen und Teile Ostdeutschlands haben mit Leerstand ganzer Wohnsiedlungen zu kämpfen. In Großstädten wie Hamburg, Berlin und Köln wächst dagegen die Bevölkerungszahl stetig. Sozial Schwache und ältere Menschen, die sich einen Umzug in die Stadtzentren nicht leisten oder vorstellen können, werden auf dem Land und in den Randbezirken verbleiben. „Faktisch läuft das auf soziale Ausgrenzung hinaus“, resümiert der Soziologe Hartmut Häussermann. Passend zum diesjährigen Motto des Weltgesundheitstages, „Gesunde Städte“, hat die Zeitschrift WirtschaftsWoche die Serie „Zukunft der Städte – Städte der Zukunft“ veröffentlicht.


Recht haben und Recht behalten


Cover Der Verlust der Gemeinnützigkeit als Folge eines Projektstransfers kann für Organisationen Existenz bedrohend sein. Daher sollten Projektgeber und -nehmer vor einem Transfer der Projektinhalte die rechtlichen Rahmenbedingungen kennen. Beide sollten sich zunächst einen Überblick über die Möglichkeiten der Verbreitung verschaffen. Denn je nach Kooperationsform – offene Verbreitung, Social Franchising oder Filialbildung – ergeben sich unterschiedliche rechtliche Konsequenzen. Der Ratgeber „Auf der sicheren Seite“ gibt wichtige Hinweise und praktische Tipps für einen reibungslosen Transfer. Die Publikation ist im Rahmen des Projektes „Effekt hoch n“ entstanden, einem Kooperationsprojekt des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen und der Bertelsmann Stiftung.


Projekttransfer für mehr Nachhaltigkeit


Cover Wieso gibt es in der Prävention und Gesundheitsförderung immer wieder erfolgreiche Projekte, aber selten eine flächendeckende Umsetzung? Liegt das an den lokalen Besonderheiten der Projekte oder an einem mangelnden Transfer von Wissen? Nicht allen Projektleitern dürften die Möglichkeiten, die ein Projekttransfer eröffnet, bewusst sein. Aber auch die Methoden zur Verbreitung von Projektwissen sind nicht immer bekannt. Eine offene Verbreitung von Projektwissen – über Publikationen, Homepages und Vorträge – ist nur eine von mehreren Möglichkeiten. Eine Publikation der Bertelsmann Stiftung und des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen e.V. beschreibt detailliert, welche Arten von Projekttransfer es gibt und welche Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Projektgeber und Projektnehmer erfüllt sein müssen.


Engagement für die Gesundheit der Bevölkerung


Cover Auf 60 Jahre Prävention, Information und Weiterbildung blickt aus Anlass seiner Gründung im Jahr 1950 der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes e.V. (BVÖGD) zurück. Der Bundesverband versteht sich einerseits als wissenschaftliche Fachgesellschaft für die Medizinerinnen und Mediziner des Gesundheitsdienstes. Andererseits nimmt er auch gewerkschaftliche Aufgaben wahr. Die lange Geschichte des BVÖGD, seine Entstehung und Entwicklung, sowie besondere Tätigkeitsschwerpunkte werden nun in der Jubiläumspublikation „Engagement für die Gesundheit der Bevölkerung“ beschrieben.


Kooperation für nachhaltige Präventionsforschung


Logo der Die wissenschaftliche Fundierung von Maßnahmen der primären Prävention und Gesundheitsförderung muss gestärkt werden. Aus diesem Grund richtete das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) den Förderschwerpunkt Präventionsforschung (2004 bis 2012) ein. In den bisher rund 60 geförderten Forschungsprojekten stehen praxisnahe Fragestellungen im Mittelpunkt: Wie (kosten-)effektiv sind einzelne Programme? Über welche Ansprachewege sind bestimmte Zielgruppen besonders gut zu erreichen? Wie kann die Qualität einer Maßnahme fortwährend gesichert werden? Damit die Ergebnisse dieser Forschungsansätze eine noch breitere Anwendung finden, hat das BMBF im letzten Jahr zusätzlich die „Kooperation für nachhaltige Präventionsforschung“ (KNP) initiiert. Diese geht nun mit einer Internetplattform ins Netz.


Aufwand körperlicher Aktivität, um langfristig Normalgewicht zu halten, höher als erwartet


Bauch wird mit Maßband vermessenRegelmäßige körperliche Bewegung gilt neben einer "vernünftigen" Ernährung als ein wichtiger Einflussfaktor, um das Körpergewicht langfristig im Normalbereich zu halten und als Garant für einen substantiellen gesundheitlichen Nutzen. Mehrere Leitlinien empfehlen, sich dafür wenigstens 150 Minuten pro Woche moderat bis intensiv zu bewegen - dies entspricht 7,5 sogenannter „metabolic equivalents" ("MET") Stunden pro Woche. Reichen aber etwas mehr als täglich 20 Minuten dauerndes Walking, strammes Spazierengehen oder Joggen wirklich für den genannten Nutzen aus? Eine der ernüchternden Antworten aus einer gerade abgeschlossenen Studie in den USA lautet: Nein - es bedarf weiterer Voraussetzungen für den Erfolg.


Senken körperliche Trainingsprogramme die Krankmeldungen von Rückenschmerzpatienten?


Zeigefinger zeigt auf Wirbelsäule eines SkelettsTragen körperbezogene Konditionsprogramme für Erwerbstätige mit akuten, subakuten oder chronischen Rückenschmerzen im Vergleich zur normalen, überwiegend symptomatischen medizinischen Behandlung dazu bei, dass diese Beschäftigten weniger oder kürzer krank sind? Diese Frage konnte auch durch die jetzt veröffentlichte, bis 2008 reichende Aktualisierung eines erstmals 2003 erarbeiteten Cochrane-Reviews nicht eindeutig und fundiert beantwortet werden. In den dafür zu Rate gezogenen 23 randomisierten Kontrollstudien fanden die Wissenschaftler bei Erwerbstätigen mit akuten Rückschmerzen keine Wirkung der Konditionsprogramme. Bei Personen mit subakuten Rückenschmerzen war das Wirkungsbild nicht einheitlich. Gab es aber positive Wirkungen, dann nur geringe und auch erst dann, wenn Arbeitsplatzbedingungen mitberücksichtigt wurden. Kombinationen von Körpertrainingsprogrammen mit einer kognitiven Verhaltenstherapie erhöhten deren Wirksamkeit nicht.


BARMER GEK-Vorsitzende Birgit Fischer: Ausgaben-Richtwert in Prävention und Gesundheitsförderung entbehrlich


Vorstandsvorsitzende Birgit Fischer BARMER GEKDer im § 20 SGB V Abs. 2 festgelegte Richtwert für Ausgaben zur Prävention und Gesundheitsförderung von derzeit 2,86 Euro pro Versichertem pro Jahr sei „vom Grundsatz entbehrlich“, erklärt Birgit Fischer, Vorstandsvorsitzende der BARMER GEK gegenüber der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG). Die Gründe für die einstige Einführung des Richtwerts bestünden heute nicht mehr. „Heute betreiben Krankenkassen Prävention und Gesundheitsförderung auf einem hohen Niveau.“


Gesundheitsrisiko Internet?


Cover des Buchs „Grundlagen der Qualitätssicherung für Gesundheitsportale“Wie gut sind Informationen zu Gesundheit und Medizin? Im Internet sind die Herkunft und der Wahrheitsgehalt von Informationen oft schwer zu überprüfen. Gerade für Diagnosen und Therapien sind zuverlässige Aussagen jedoch unerlässlich. Das Aktionsforum Gesundheitsinformationssystem e.V. (afgis) stellt Transparenz für die Nutzer von Gesundheitsportalen her. Die Entstehung des afgis-Projektes und seine Entwicklung werden nun in einem Buch geschildert.



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Seite zuletzt geändert am: 31.05.2010 12:14:00, ursprünglich angelegt am: 08.08.2006 15:50:00
Autor der Seite: Dr. Beate Grossmann