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Prävention allgemein

Psychische Gesundheit von Senioren: Alter allein macht nicht depressiv


Trauriger MannDas Alter allein besitzt keine Erklärungskraft für die Häufigkeit von depressiven Symptomen oder Erkrankungen, die eine schwere Belastung der Gesundheits- und Lebensqualität älterer Menschen darstellen. Dies ist das zentrale Ergebnis einer Analyse von Daten aus der ersten Welle des SHARE-Projekts (Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe) von 28.538 Personen im Alter zwischen 50 und 89 Jahren mit depressiven Symptomen (gemessen mit der so genannten EURO-D-Skala) aus elf europäischen Ländern sowie Israel.


Wohnumfeld bestimmt dauerhaft den selbst wahrgenommenen Gesundheitszustand


Stadt in VogelperspektiveDer selbst wahrgenommene Gesundheitszustand gilt als valider Indikator für die körperliche und mentale Verfassung. Er ist auch ein verlässlicher Prädiktor für künftige Erkrankungen und die damit verbundene Sterblichkeit. Die meisten Studien untersuchen in diesem Zusammenhang Faktoren, die mit dem selbst wahrgenommenen Gesundheitszustand zu einem bestimmten Zeitpunkt oder einer Veränderung assoziiert sind. Ob, wodurch und wie sich dieser Indikator im Zeitverlauf und bei Personen mit unterschiedlichen Neuerkrankungen entwickelt, war aber bislang wenig bekannt. Eine über fast 18 Jahre von 1987 bis 2006 durchgeführte Längsschnittstudie liefert jetzt hierzu erste Hinweise und unterstreicht nicht nur die hohe Verlässlichkeit des Indikators „selbst wahrgenommener Gesundheitszustand“, sondern auch in diesem Kontext die enorme Bedeutung der sozialen Umwelt für die Gesundheit.


Perfektionierung des Menschen – Entgrenzung der Medizin


Menschen im FokusKann man „Gesund-Sein“ noch steigern oder fitter als fit und schöner als schön sein? Der Boom der Schönheitschirurgie, die Nutzung von Medikamenten zur Verbesserung der Gedächtnisleistung und die „Anti-Aging“-Bewegung – das alles weist nach Ansicht der Soziologen Willy Viehöver und Peter Wehling jedenfalls darauf hin, dass es in der Medizin nicht mehr nur um die Heilung Kranker, sondern zunehmend um die Optimierung körperlich und geistig Gesunder geht. Diesen Vorgang der Perfektionierung des Menschen beschreiben sie als „Entgrenzung der Medizin“ – und sie deuten diesen Vorgang als Ausdruck spezifischer gesellschaftlicher Antriebskräfte, der neue Fragen aufwirft und gesellschaftlicher Antworten bedarf.


Präventionskongress 2011 ‚Gesunde Arbeit, erfolgreiche Betriebe’


Mann im HochlagerDie terminliche Nähe zum Geburtstag von Nikolaus von Myra, besser bekannt als der Heilige Nikolaus, ist reiner Zufall – aber polierte Schuhe der Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Vierten gemeinsamen Präventionskongress des Bundesministeriums für Gesundheit und der BVPG sind durchaus willkommen... Der diesjährige Präventionskongress am 05.12.2011 im Deutschen Hygiene-Museum Dresden steht unter dem Thema: „Gesunde Arbeit, erfolgreiche Betriebe“ und wird ein besonderes Augenmerk auf die Situation und die Potentiale der Klein- und mittelgroßen Unternehmen (KMU) werfen.


Demografiebericht der Bundesregierung erschienen - Demografiestrategie soll folgen


MenschenansammlungSeit acht Jahren schrumpft die Bevölkerung in Deutschland. Schneller als der Rückgang der Gesamtbevölkerung wird in den kommenden Jahren aber der Rückgang der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter verlaufen. Leben heute noch knapp 50 Mio. Personen im erwerbsfähigen Alter, werden es 2030 nur noch gut 42 Mio. sein. Damit wächst auf verschiedensten Ebenen der Druck zu handeln. In ihrem aktuellen Demografiebericht beschreibt die Bundesregierung die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Gesellschaft, die Wirtschaft und die Sozialversicherung. Im Frühjahr 2012 soll darauf aufbauend ihre Demografiestrategie folgen.


Ja! zur Gesundheitsvorsorge im Job


BerufsgruppenIn einer gemeinsamen Petition fordern die Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) und der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW) von der Politik, Prävention und Gesundheitsförderung in den Mittelpunkt einer Gesundheitsreform zu stellen. Bis Ende 2011 können Interessierte ihre Unterstützung auf einem Online-Portal kundtun.


Informationssammlung 'Wandern und Fitness'


Bild einer WanderinWissenswertes rund um das Thema „Wandern und Fitness“ halten die jetzt als komplette Sammlung vorliegenden Infoblätter bereit. Die gemeinsam von der AOK und dem Deutschen Wanderverband veröffentlichte Sammlung enthält sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene nützliche Informationen auf 14 Seiten im DIN A4-Format.


Europäisches Projekt veröffentlicht ‚Leitfaden Prävention Diabetes’


BlutzuckermessungAktuelle Prognosen gehen davon aus, dass sich die Zahl der an Typ-2-Diabetes erkrankten Personen in Europa bis 2030 mindestens verdoppeln wird. Schon heute machen die Kosten des Diabetes fast ein Drittel der direkten Krankheitskosten aus. Der Prävention des Diabetes kommt damit eine große gesundheitliche wie ökonomische Bedeutung zu. Der nun veröffentlichte „Leitfaden Prävention Diabetes“ soll ganz unterschiedliche Akteure der Prävention in ihrem Handeln unterstützen.


Jeder Dritte in Europa leidet an psychischer Störung – am weitesten verbreitet sind Angststörungen


Traurige FrauFast jede siebte Person in Europa hat eine Angststörung, so die Ergebnisse einer europaweit durchgeführten Studie. 7 % leiden an schweren Depressionen, mehr als 6 % an spezifischen Phobien und rund 5 % an somatoformen Störungen. Besonders stark betroffen sind demnach Frauen: abgesehen von drogenbedingten und psychotischen Störungen ist ihr Risiko für eine psychische Störung 2,5- bis 3-mal höher als das von Männern.


Gesundheitsförderung und Prävention – Handlungsfelder der Pflege


Besprechung von PflegekräftenDas Potential von Pflegekräften, verstärkt in Primärprävention und Gesundheitsförderung tätig zu werden, zeigt eine neue Broschüre des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe (DBfK) auf. Besonders neuere Konzepte, wie die Familiengesundheitspflege, die Schulgesundheitspflege sowie die öffentliche Gesundheitspflege bieten Pflegefachkräften die Möglichkeit, ihre Kenntnisse und Erfahrungen auch außerhalb der „klassischen“ Pflege einzusetzen.



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Seite zuletzt geändert am: 17.11.2011 13:04:00, ursprünglich angelegt am: 08.08.2006 15:50:00
Autor/-in der Seite: Dr. Beate Grossmann