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Prävention allgemein

Was unternimmt die Bundesregierung gegen Übergewicht und Fehlernährung? – Kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen


LebensmittelIn einer Kleinen Anfrage an die Bundesregierung hat sich die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen nach der Häufigkeit von Übergewicht und ernährungsbedingten Erkrankungen in der deutschen Bevölkerung erkundigt. Die Grünen wollten außerdem wissen, welche Maßnahmen die Regierung zur Ernährungsbildung unternimmt. In ihrer Antwort verweist die Bundesregierung vor allem auf den Nationalen Aktionsplan „IN FORM – Deutschlands Initiative für gesündere Ernährung und mehr Bewegung“.


Gesundheit im Setting „Familie“


Junge sitzt am StrassenrandGesundheit beginnt in der Familie, so das Ergebnis eines Kooperationsprojektes der Universität Hamburg und des Deutschen Jugendinstituts. Schulen und Kindertageseinrichtung werden von Wissenschaft und Praxis bereits häufig als Settings zur Etablierung gesunder Lebenswelten wahrgenommen. Die Familie wird dagegen weitgehend als Setting ausgeklammert. Eine Handreichung aus dem Kooperationsprojekt soll nun dabei helfen, Grundlagen für eine gesundheitsfördernde Arbeit mit sozial benachteiligten Familien zu vermitteln.


IN FORM – Wie sollte es weitergehen?


ObstDie erste Umsetzungsphase des Nationalen Aktionsplans IN FORM neigt sich mit dem Ablauf des Jahres 2010 dem Ende zu. Aus diesem Grund hat die Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG) ihre 130 Mitgliedsorganisationen nach den bisherigen Erfahrungen mit dem Aktionsplan gefragt und sie um Anregungen für die Zeit nach 2010 gebeten. Die Ergebnisse liegen nun vor und zeigen: viele der BVPG-Mitgliedsorganisationen – ob nun durch Projektmittel aus IN FORM gefördert oder nicht – führen Maßnahmen im Bereich Bewegung oder Ernährung durch.


Toolbox für Evaluationen


StifteWie kann der Erfolg von Bewegungsprogrammen in Kindertagesstätten gemessen werden? Was muss bei der Bewertung von Ernährungsprojekten für ältere Menschen berücksichtigt werden? Eine neue, von der Bundesregierung geförderte Internetseite bietet Praktikern und Praktikerinnen der ernährungs- und bewegungsbezogenen Prävention Hilfestellungen für die Durchführung eigener Evaluationen.


Instrumente zur Qualitätssicherung – Was leisten sie?


Block und BleistiftGood Practice-Kriterien, Zielerreichungsskalen und Quint-essenz sind nur drei der Instrumente zur Qualitätsentwicklung und -sicherung, die das Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit in Nordrhein-Westfalen (LIGA.NRW) in seinem neuen Online-Leitfaden „Qualität in Gesundheitsförderung und Prävention“ vorstellt. Kurzbeschreibungen geben einen Eindruck von den Stärken und Schwächen der einzelnen Instrumente und schätzen den Einarbeitungsaufwand ab.


Statusbericht 1 – Dokumentation der Statuskonferenz „Qualitätsentwicklung“


Cover Statusbericht 1Druckfrisch liegt die Dokumentation der Statuskonferenz „Qualitätsentwicklung in Prävention und Gesundheitsförderung“ vor. Als „Statusbericht 1“ bildet sie den Startpunkt einer neuen Publikationsreihe der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG). Die Statusberichte werden in Zukunft die 2010 ins Leben gerufenen Statuskonferenzen der BVPG dokumentieren und auch den Rahmen für die Publikation von wissenschaftlichen Expertisen bilden. Damit wird die Arbeit der Bundesvereinigung in Zukunft noch transparenter.


Programm „Soziale Stadt“ von erheblichen Kürzungen betroffen


Geldmünzen in offener Hand66,5 Millionen Euro weniger will die Bundesregierung ab dem nächsten Jahr in das Programm „Soziale Stadt“ stecken. Zudem sollen nur noch „investive“ Maßnahmen gefördert werden. Damit würden sozial-integrative Stellen, wie die der Quartiersmanagerinnen und -manager, ab 2011 nicht mehr vom Bund unterstützt. Der Kooperationsverbund „Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“ ruft aus diesem Grund zur Unterstützung einer Petition gegen die Kürzungen auf.


BVPG-Präsidentin fordert verbindliche politische Regelungen zur Stärkung von Prävention und Gesundheitsförderung


ReichstagDrei Schritte sind zur Verbesserung der Prävention und Gesundheitsförderung in Deutschland grundlegend, so Helga Kühn-Mengel, Präsidentin der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG): 1. Verankerung des Themas als durchgängiges Prinzip in allen Politikbereichen, 2. verbindliche Regelungen von Verantwortlichkeiten und Finanzierungen und 3. eine aktive Unterstützung seitens der Öffentlichen Hand und weiterer Beteiligter in Fragen der Qualitätsentwicklung von Prävention und Gesundheitsförderung. In diesem Zusammenhang seien auch die Parlamentarier gefordert, das Thema auf die Tagesordnung zu setzen. Im gemeinsamen Interview mit Marion Caspers-Merk, Präsidentin des Kneipp-Bundes e.V., sprachen sich beide außerdem für mehr koordinierte, langfristig und nachhaltig betriebene Gesundheitsförderungsprogramme statt einer bloß bunten Vielfalt kurzfristiger Projektaktivitäten aus.


Gesetzliche Krankenkassen haben Prävention weiter ausgebaut – Präventionsbericht 2010 erschienen


Liegestütze am Strand311 Millionen Euro haben die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) 2009 für Primärprävention und betriebliche Gesundheitsförderung ausgegeben – das sind fast 11 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Der neue Präventionsbericht des GKV-Spitzenverbandes und des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDS) weist die Aktivitäten im Bereich „Primärprävention im Setting“ und im individuellen Ansatz sowie in der betrieblichen Gesundheitsförderung aus. Danach konnten deutliche Steigerungen in der Zahl der erreichten Personen erzielt werden.


Vernetzung von Breitensport und Gesundheit – Dokumentation von MOVE2010 online


MarathonDie Erfolgsfaktoren und Stolpersteine einer „strategischen Partnerschaft“ von Breitensport und Gesundheit standen im Mittelpunkt des europäischen Kongresses MOVE 2010. Fünf Tage lang tauschten sich Sportfunktionäre, Ärztinnen und Ärzte, politische Entscheidungsträger, Stadtplaner und andere Interessierte über neue Strategien und Best practice-Beispiele aus.



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Seite zuletzt geändert am: 15.12.2010 14:53:00, ursprünglich angelegt am: 08.08.2006 15:50:00
Autor/-in der Seite: Dr. Beate Grossmann