Startseite : Prävention allgemein

Prävention allgemein

Rauchfrei beim Zahnarzt - Drei Minuten reichen aus!


Patientin beim ZahnarztWenn ein Zahnarzt drei Minuten in die Beratung eines rauchenden Patienten investiert, hat das schon einen signifikanten Effekt. Auch Arzthelferinnen und -helfer können einen wesentlichen Beitrag zur Tabakentwöhnung beitragen, indem Sie den Patienten Informationen - etwa zu Hilfsangeboten - zur Verfügung stellen. Das Deutsche Krebsforschungszentrum und die Bundeszahnärztekammer haben daher die Publikation „Rauchen und Mundgesundheit“ herausgebracht. Sie soll Zahnarztpraxen bei der Raucherberatung unterstützen.


Kooperation für nachhaltige Präventionsforschung


KooperationDie wissenschaftliche Fundierung von Maßnahmen der primären Prävention und Gesundheitsförderung muss gestärkt werden. Aus diesem Grund richtete das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) den Förderschwerpunkt Präventionsforschung (2004 bis 2012) ein. In den bisher rund 60 geförderten Forschungsprojekten stehen praxisnahe Fragestellungen im Mittelpunkt: Wie (kosten-)effektiv sind einzelne Programme? Über welche Ansprachewege sind bestimmte Zielgruppen besonders gut zu erreichen? Wie kann die Qualität einer Maßnahme fortwährend gesichert werden? Damit die Ergebnisse dieser Forschungsansätze eine noch breitere Anwendung finden, hat das BMBF im letzten Jahr zusätzlich die „Kooperation für nachhaltige Präventionsforschung“ (KNP) initiiert. Diese geht nun mit einer Internetplattform ins Netz.


Qualität in der Gesundheitsförderung: „Quint-essenz“ hilft Projekten, sich systematisch zu verbessern


Kollegen im BüroSeit Ende der 90er Jahre existiert mit „quint-essenz“ in der Schweiz ein umfassendes Qualitätsentwicklungsmodell für Projekte der Prävention und Gesundheitsförderung. Es steht allen Akteuren, die sich seiner bedienen mögen, kostenlos zur Verfügung und bietet umfassende Unterstützung zur selbständigen systematischen Planung, Steuerung und Bewertung von Projekten. In der Schweiz leistet es bereits einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung einer projektübergreifenden Qualitätskultur. In Deutschland hat die Landesvereinigung für Gesundheit Bremen, gefördert aus Mitteln des Nationalen Aktionsplans IN FORM, die Aufgabe übernommen, „quint-essenz“ in Deutschland zu verbreiten und an hiesige Verhältnisse anzupassen.


Kurze Anti-Alkohol-Intervention für Studierende im Internet wirkungsvoll


Bierglas10-minütige Kurzinterventionen zum Gesundheitsrisiko Alkohol zeigen bei Studierenden Wirkung, so das Ergebnis einer diesbezüglichen Studie. Anlass für die Untersuchung mit über 7.000 Studentinnen und Studenten in Australien war die Erkenntnis, dass Studierende oft mehr Alkohol konsumieren als andere Gleichaltrige und dass sie die damit verbundenen gesundheitlichen Risiken massiv unterschätzen. Nach einem Test im Internet, der Häufigkeit und Intensität des Alkoholverzehrs testete, wurden in der Studie etwa 2.400 Teilnehmer als gefährdet eingestuft und per Zufall entweder einer Interventions- oder Kontrollgruppe zugeordnet. Die Interventionsgruppe bekam im Internet eine etwa 10minütige Instruktion zum Gesundheitsrisiko Alkohol. Zunächst nach einem Monat und später noch einmal nach sechs Monaten wurde dann erneut im Internet das Trinkverhalten erfasst. Für die Interventionsgruppe zeigte sich dabei eine geringfügige, aber im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikante Senkung der Häufigkeit und Menge des Alkoholkonsums.


Große deutsche Studie zeigt: Eine gesunde Lebensweise reduziert das Risiko chronischer Erkrankungen


Gesunde Lebensweise hält gesundWer nicht raucht, sich gesund ernährt, Sport betreibt oder ausreichend körperliche Bewegung hat und einen Body Mass Index (BMI) unter 30, kurz eine insgesamt gesunde Lebensweise pflegt, reduziert sein Risiko für das Auftreten chronischer Erkrankungen um knapp 80 Prozent. Dies ist das wesentliche Ergebnis der "European Prospective Investigation Into Cancer and Nutrition-Potsdam Study" mit 23.153 erwachsenen deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Alter von 35 bis 65 Jahren, die über einen Zeitraum von knapp 8 Jahren Zusammenhänge zwischen Gesundheitsverhalten und dem Auftreten chronischer Erkrankungen (Diabetes, Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs) untersucht hat.


Frauen 'ticken' anders als Männer: Auch beim Entschluss, mit dem Rauchen aufzuhören


zerbrochene ZigaretteDie anfänglichen Motive Jugendlicher für das Rauchen sind überaus verschieden, darunter findet man Neugier ebenso wie den Wunsch nach sozialer Anerkennung durch eine Gruppe. Ebenso haben Erwachsenen sehr unterschiedliche Motive, um wieder aufzuhören, von zunehmenden Unbequemlichkeiten im Raucher-Alltag bis zu gesundheitlichen Gründen. Eine internationale Studie mit männlichen und weiblichen Teilnehmern und Teilnehmerinnen aus 16 Ländern hat nun gezeigt, dass es nicht nur Unterschiede zwischen Individuen gibt, sondern dass die Motive des Rauchverhaltens bei Männer und Frauen unterschiedlich sind. Das gilt auch für die Motive, um mit dem Rauchen aufzuhören. Diese Geschlechtsunterschiede sind auch für Projekte zur Gesundheitsförderung bedeutsam, die einen Rauchstop zum Thema haben.


Australische Studie zeigt: Ob man viel zu Fuß geht, hängt auch von der Infrastruktur einer Wohngegend ab


Pärchen geht zu FußMaßnahmen zur Stadtentwicklung können direkt der Gesundheitsförderung dienen. Eine australische Studie hat jetzt gezeigt: In Wohngegenden, in denen Einrichtungen wie Bushaltestellen, Briefkästen, Postämter oder Geschäfte häufig vorhanden und zu Fuß gut zu erreichen sind, gehen Bürgerinnen und Bürger auch sehr viel häufiger zu Fuß als in Stadtteilen mit einer schlecht ausgestatteten Infrastruktur.


Interventionen zur Förderung körperlicher Aktivität: Wie lange hält der Effekt?


Älteres Paar - lange fit durch BewegungsförderungMaßnahmen und Interventionen zur Gesundheitsförderung sind fast ausnahmslos effektiv - große Unterschiede bestehen allerdings im Hinblick darauf, ob ihre Wirkung nur zwei Wochen anhält oder auch noch nach zwei Jahren beobachtbar ist. Neuere Evaluationsstudien bemühen sich, Kontrolluntersuchungen auch noch nach einem längeren Zeitraum von 1-2 Jahren durchzuführen. Für Gesundheitsförderungs-Projekte im Bereich Sport und körperliche Aktivität hat jetzt eine systematische Literaturstudie anhand der Veröffentlichungen von 25 methodisch hochwertigen Untersuchungen herausgefunden: Bei der Mehrzahl der einbezogenen Interventionen stellen sich durchaus Langzeiteffekte ein, und ein körperlich aktiveres Verhalten der Teilnehmer ist auch noch nach 12 oder 24 Monaten feststellbar.



Seite 25 von 26 <zurück 1 ← 21 22 23 24 25 26 > weiter 



Seite zuletzt geändert am: 18.06.2010, ursprünglich angelegt am: 08.08.2006 15:50:00
Autor/-in der Seite: Dr. Beate Grossmann