Angststörungen erhöhen das Risiko für koronare Herzerkrankungen, Einsamkeit kann den Blutdruck steigern und schwere Depressionen sind mit einem erhöhten Krebsrisiko verbunden. Dies sind nur wenige Beispiele für "psycho-somatische" Zusammenhänge. Doch es müssen nicht immer die schweren psychischen Belastungen sein, die mit körperlichen Erkrankungen assoziiert sind. Schottische Forscher haben herausgefunden, dass schon geringe psychische Belastungen mit einem erhöhten Krankheitsrisiko einhergehen.
„Die Zeit ist reif für ein Präventionsgesetz!“ – Mit diesem Betreff fordert der neue Vorsitzende des Paritätischen Gesamtverbandes, Professor Rolf Rosenbrock, in einem Offenen Brief an Bundesgesundheitsminister Bahr Taten. Mehr gesunde Jahre in einem längeren Leben für alle: diese Perspektive sei heute für eine moderne Gesundheitspolitik realistisch und erreichbar, und zwar durch eine Stärkung der nicht-medizinischen Primärprävention und Gesundheitsförderung.
Mit 210 Millionen Euro wird in den kommenden zehn Jahren das Gesundheitsforschungsprojekt „Nationale Kohorte“ gefördert. In einer Kleinen Anfrage Ende Juli 2012 wollte die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN mehr zum Studiendesign, zum Planungsstadium sowie zur Finanzierung erfahren. Nun liegt die Antwort der Bundesregierung darauf vor.
Der Bildungsstand hat einen großen Einfluss auf das Gesundheitsverhalten und damit auf die Gesundheit. Zahlreiche Studien wurden hierzu bereits veröffentlicht. Doch wie sieht es umgekehrt aus? Welchen Einfluss hat die Gesundheit auf die Bildung? Dieser Frage ging Kevin Dadaczynski von der Leuphana-Universität Lüneburg in einer ausführlichen Literaturstudie nach.
Lernen, neugierig sein, sich geistig herausfordern zu lassen, kurzum: das Gehirn zu beanspruchen, senkt das Risiko, an einer Demenz zu erkranken. Einige Studien konnten diesen Zusammenhang bereits nachweisen. Allerdings ist teilweise noch ungeklärt, welche Komponenten genau diesen Schutz ausmachen und in welcher Form der Lebensstil mit neurodegenerativen Veränderungen zusammenhängt.
Was wir essen und trinken, ob wir rauchen oder Sport treiben – nicht nur das hat Einfluss auf unsere Gesundheit. Auch unsere Persönlichkeit trägt dazu bei. Wie verschiedene Persönlichkeitsmerkmale mit der Gesundheit zusammenhängen, untersuchten nun die Psychologen Heike Maas und Frank M. Spinath von der Universität des Saarlandes in einer Zwillingsstudie.
Der 5. gemeinsame Präventionskongress des Bundesministeriums für Gesundheit und der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. steht unter dem Motto "Gesund und aktiv älter werden - Strategien für Deutschland und Europa". Der Kongress wird am 12. November 2012 im Maternushaus in Köln stattfinden.
Mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande wurde die Präsidentin der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG), Helga Kühn-Mengel, kürzlich ausgezeichnet. Damit finden das hohe ehrenamtliche und stets am Gemeinwohl orientierte Engagement und der unermüdliche Einsatz für die Belange Benachteiligter ihre Würdigung. Der Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert überreichte die Ordensinsignien am 13. Juni in Berlin.
Bislang wird die Ergotherapie häufig mit rein kurativen Maßnahmen in Verbindung gebracht – sei es die Therapie motorischer Störungen nach einem Schlaganfall oder die Behandlung sensomotorischer Einschränkungen bei Kindern. Seit einigen Jahren widmet sich die Ergotherapie aber auch verstärkt der Prävention und Gesundheitsförderung. Im Interview skizziert Arnd Longreé, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Verbandes der Ergotherapeuten e. V. (DVE), die Möglichkeiten der Ergotherapie, gesundheitsfördernd tätig zu werden.
Werden die Deutschen immer dicker? Wie belastet sind wir eigentlich durch Stress, Schlafstörungen, Depression und Burn-out? Und wie hoch ist die Zahl der Erwachsenen mit Diabetes in Deutschland? Aktuelle Antworten auf diese Fragen liefern jetzt erste Ergebnisse aus der „Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland“ (DEGS), die Mitte Juni auf einem Symposium in Berlin vorgestellt wurden.
Seite zuletzt geändert am: 06.09.2012 08:23:00, ursprünglich angelegt am: 08.08.2006 15:50:00
Autor der Seite: Dr. Beate Grossmann