Mann und Gesundheit - Gesundheitsrisiko Mann


Donnerstag, 28. Februar 2008

Gesundheitsrisiko 'Mann'?

Das Thema „Mann und Gesundheit" hat die DAK für das Jahr 2008 in den Blick genommen. Grundlage dafür ist der DAK-Gesundheitsreport 2008, der die Krankschreibungen von mehr als 2,6 Millionen erwerbstätiger Mitglieder auswertet und auf einer repräsentativen Umfrage unter 1.022 Männern im Alter von 30 bis 65 Jahren aufbaut. Der Report zeigt unter anderem erneut, dass Männer die „Sorgenkinder" der Prävention sind. So nutzt laut DAK-Report zum Beispiel nur etwa jeder vierte Mann die empfohlenen Krebsvorsorge-Untersuchungen.

Dabei haben Männer nicht nur ein höheres Risiko, ernsthaft zu erkranken, sie sterben im Schnitt auch fünfeinhalb Jahre früher als Frauen. Vor allem Lungenkrebs und alkoholbedingte Leberkrankheit sind überwiegend bei Männern zu finden. Sie sterben im Verhältnis zu Frauen doppelt so häufig an diesen Erkrankungen. Aber auch psychische Erkrankungen, wie zum Beispiel die als typische Frauenkrankheit geltenden Depressionen, werden von Männern häufig nicht wahrgenommen oder verharmlost. Auch Ärzte und das soziale Umfeld deuten die Anzeichen häufig falsch. Die Zahl der Suizide liegt bei Männern aber rund drei Mal so hoch wie bei Frauen - was darauf schließen lässt, dass Depressionen bei ihnen eine hohe Dunkelziffer haben.

Der Gesundheitsreport deutet jedoch auch einen Wandel in den gesundheitsrelevanten Einstellungen und Verhaltensweisen an: der überwiegende Teil der Männer gab an, sich regelmäßig zu bewegen (87 Prozent) und ihren Lebenssinn nicht allein in der Arbeit, sondern auch in einem harmonischen Familienleben zu sehen (76 Prozent).

Aus den Untersuchungsergebnissen zieht die DAK den Schluss, Männer stärker zu Vorsorge und Prävention zu motivieren und dabei unter anderem folgende Bausteine im Rahmen einer breit angelegten Kampagne zur Männergesundheit weiterzuentwickeln:Stärkung der Prävention am Arbeitsplatz, Intensivierung der Teilnahme von Männern am Gesundheits-Check-up sowie Krebsvorsorge, Stärkeres Augenmerk auf Herz-Kreislauf- und Rückenerkrankungen bei Männern, Bekämpfung des Alkoholmissbrauchs bei Männern, Sensibilisierung der Männer für psychische Erkrankungen und Intensivierung der Ansprache im mittleren Lebensalter.

Unter diesem Link kann der Gesundheitsreport heruntergeladen werden. Die Printversion sowie weitere Informationen gibt es bei Frank Meiners, Nagelsweg 27-31, 20097 Hamburg,
Tel.: 040 2396-1332, Fax: 040 2396-2219, E-Mail: frank.meiners@dak.de



Seite erstellt am: 28.02.2008 16:54:00
Autor/-in der Seite: Dr. Beate Robertz-Grossmann
Quelle: http://www.presse.dak.de