Wie kann der Erfolg von Bewegungsprogrammen in Kindertagesstätten gemessen werden? Was muss bei der Bewertung von Ernährungsprojekten für ältere Menschen berücksichtigt werden? Eine neue, von der Bundesregierung geförderte Internetseite bietet Praktikern und Praktikerinnen der ernährungs- und bewegungsbezogenen Prävention Hilfestellungen für die Durchführung eigener Evaluationen.
Die neue Arbeitshilfe „Gesund und aktiv älter werden“ des Kooperationsverbundes „Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“ stellt zusammen, was Prävention und Gesundheitsförderung für ein langes Leben in guter Gesundheit beitragen können. Die Publikation ist Teil des neu aufgelegten Ordners „Aktiv werden für Gesundheit – Arbeitshilfen für Prävention und Gesundheitsförderung“.
Eine älter werdende Gesellschaft erfordert von Produktgestaltern, Architekten und Kommunen ein Umdenken. Sie alle müssen sich mit der Frage befassen: Wie können seniorengerechte Lebensräume geschaffen werden? Aber auch jeder und jede Einzelne ist nach Ansicht von Prof. Ursula Lehr, Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen e.V. (BAGSO), zu einem „gesunden und kompetenten Älterwerden“ verpflichtet. Auf der Fachtagung „Zukunft Alter – Zu Hause leben. Lebensqualität sichern“ wurden die Herausforderungen des demografischen Wandels diskutiert.
Wer im Alter täglich eine warme Mahlzeit nach Hause geliefert bekommt, wünscht sich nicht nur ein Angebot, das sättigt – es sollte auch schmecken, ausgewogen sein und gut aussehen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) hat aus diesem Grund einen „Qualitätsstandard für Essen auf Rädern“ veröffentlicht.
Einen Leitfaden mit einem umfangreichen theoretischen Fundament und Beispielen guter Praxis hat das Zentrum für Bewegungsförderung NRW publiziert. Die Veröffentlichung richtet sich an eine breite Zielgruppe: Vereine, Arztpraxen, Pflegedienste, Krankenkassen und weitere Akteurinnen und Akteure der Bewegungs- und Gesundheitsförderung. Flankiert wird der Leitfaden von einer Broschüre, die in die „Theorien zur Veränderung des Bewegungsverhaltens im Alter“ einführt.
Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern stehen vor der gleichen Herausforderung: die Gesellschaft altert. Verstärkt wird dieser Prozess durch die zunehmende Abwanderung jüngerer Menschen. Vor diesem Hintergrund fokussiert die Arbeit des länderübergreifenden Zentrums für Bewegungsförderung (ZfB) Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern primär auf Seniorinnen und Senioren – aber auch auf sozial benachteiligte und inaktive Menschen. Das Zusammenwirken der beiden Landesvereinigungen ermöglicht die Nutzung von Synergien. Zudem können bereits vorhandene Beispiele guter Praxis umgesetzt werden.
Vernetzung ist ein zentrales Kriterium für eine nachhaltige Bewegungsförderung. Das Zentrum für Bewegungsförderung Hessen fördert die Vernetzung relevanter Präventionsakteure durch die Ausrichtung von Veranstaltungen sowie durch eine länderübergreifende Zusammenarbeit mit den Zentren in Sachsen und Thüringen. Die gemeinsam konzipierte Wanderausstellung „Bewegung in den Alltag bringen – Das macht Sinn!“ ist ein Beispiel hierfür.
Das Zentrum für Bewegungsförderung (ZfB) Nord ist ein Kooperationsprojekt der Landesvereinigung Bremen e.V., der Hamburgischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V., der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V. und der Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Schleswig-Holstein e.V. Eine Besonderheit dieses Zentrums stellt die länderübergreifende Kooperation dar, die insbesondere den Austausch von Erfahrungen im städtischen und ländlichen Raum ermöglicht.
Bewegung tut gut und ist Basis für Vitalität, Gesundheit und Lebensqualität im Alter. Im Zentrum für Bewegungsförderung arbeiten die Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) und die LandesArbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung Saarland e.V. (LAGS) zusammen an der Bewegungsförderung älterer Menschen.
Mitte 2008 hat das Berliner Zentrum für Bewegungsförderung seine Arbeit aufgenommen. Nachdem nun fast zwei Jahre vergangen sind, ist es Zeit für eine Bilanz. Ein Blick zurück offenbart, was seitdem unternommen und geschaffen wurde, um die Bewegung älterer Berlinerinnen und Berliner zu fördern. Besonders die Spaziergangsgruppen erscheinen Erfolg versprechend.
Seite zuletzt geändert am: 08.12.2010 08:21:00, ursprünglich angelegt am: 02.09.2008 11:32:00
Autor der Seite: Dr. Beate Grossmann