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Status quo Gesundheitsförderung


Dienstag, 27. Januar 2009

Neues Material für Schulen: Status quo der Gesundheitsförderung analysieren – Toolbox verwenden!


Schulen, die ihre Bildungsqualität durch Gesundheitsinterventionen verbessern möchten, finden hier Hilfestellung: Im Rahmen eines vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Projekts hat ein Team der Universität Lüneburg um den Psychologen Prof. Dr. Paulus ein checklistengestütztes Verfahren entwickelt, mit dem Schulen selbst evaluieren können, wie es um die Gesundheitsförderung bei ihnen bestellt ist. Mit Hilfe einer Toolbox können sie dann gezielt Verbesserungen erarbeiten. Die Materialien stehen am Ende des Artikels zum Download bereit.

Ziel des Projektes war es, ein praktikables und im schulischen Alltag leicht einsetzbares Analyseraster zur schulischen Gesundheitsförderung zu entwicklen, mit dem sich ein Überblick über alle wichtigen Qualitätsaspekte erarbeiten lässt. Das Raster soll der Prozesssteuerung, Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung dienen. In einem Verfahren der Selbsteinschätzung bestimmt ein Team von repräsentativen Mitgliedern der Schulgemeinschaft  - z.B. ein sogenanntes 'Schulgesundheitsteam" - in jeder der beschriebenen relevanten Dimensionen anhand festgelegter Indikatoren den Status quo und den Handlungsbedarf.

Der sogenannte 'Referenzrahmen schulischer Gesundheitsförderung" gliedert sich in zwei Teile: Im ersten Teil kann die Schule eine eher allgemein gehaltene Einschätzung vornehmen und bekommt so einen Überblick über die Gesundheitsqualität ihrer Schule im Hinblick auf die Gesundheitsziele 'Bewegung", 'gesunde Ernährung" und 'psychische Gesundheit/Stressprävention", im zweiten Teil erfolgt eine Konkretisierung der Einschätzungen. Zu jedem Thema steht eine umfassende Checkliste zur Verfügung. Der zeitliche Aufwand ist variabel, je nachdem wie intensiv die Schulen das Verfahren nutzen möchten. Die Autoren der Materialien gehen für den Überblick von einem Arbeitsaufwand von zwei bis vier Stunden für ein 'Schulgesundheitsteam" aus.

Neben dem Referenzrahmen zur Analyse des Ist-Zustands wurde eine Toolbox entwickelt, die Hinweise und weiterführende Links zu den einzelnen Handlungsfeldern der Gesundheitsbildung, zu wichtigen Aspekten der Qualitätsentwicklung in der Schule und zur schulischen Gesundheitsförderung enthält. Diese können genutzt werden, um die identifizierten Verbesserungsmöglichkeiten auszuschöpfen.

Für den Referenzrahmen haben die Wissenschaftler die Qualitätsrahmenkonzepte analysiert, die von den Kultusministerien der einzelnen Bundesländer vorgelegt wurden. Hinzugezogen wurden darüber hinaus auch die Qualitätskonzepte größerer Projekte der schulischen Gesundheitsförderung, die Bezüge zur Bildungsqualität aufweisen, u. a. OPUS-NRW, Anschub.de, Audit gesunde Schule sowie das Projekt Gesund leben lernen.

Die Arbeitsgruppe 1 (AG 1) der BVPG 'Gesunde Kindertagesstätten und Schulen" - vor 2007 die AG 1 des Deutschen Forums Prävention und Gesundheitsförderung - hat das Projekt der Lüneburger Wissenschaftler fachlich begleitet.

 

Dokumente zum Download:

  • Refernenzrahmen schulischer Gesundheitsförderung (gesamtes Dokument) -  PDF (2,6 MB)
  • Dokument aufgeteilt in:
    • Einführungstext -  PDF (1,6 MB)
    • Indikatorenliste A -  PDF (1,0 MB)
    • Indikatorenliste B -  PDF (2,7 MB)
    • Indikatorenliste C -  PDF (2,4 MB)
    • Toolbox -  PDF (712 KB)
  • Machbarkeitsstudie -  PDF (128 KB)

 

Links zu den genannten Projekten der schulischen Gesundheitsförderung:

 



Seite zuletzt geändert am: 27.01.2009 12:11:00, ursprünglich angelegt am: 23.01.2009 15:00:00
Autor/-in der Seite: Bettina Berg
Quelle: Leuphana Universität Lüneburg, BMG