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Februar 2009

Sehr geehrte Damen und Herren,

je mehr Wege die Menschen zu Fuß und per Rad in einem Land zurücklegen, desto weniger Menschen sind dort übergewichtig. Dies ist Ergebnis einer internationalen Vergleichsstudie, über die wir berichten. Auch wenn die Ergebnisse keinen Kausalzusammenhang beweisen, legen sie doch nahe, dass die unterschiedlichen Formen der Alltagsmobilität ein wichtiger Faktor zur Erklärung der Unterschiede in den nationalen Adipositas-Raten sind.

Im März startet das Bundesumweltministerium im Rahmen des Projekts „Zero Emission Mobility (ZEM)“ eine bundeseinheitliche, auf kommunaler Ebene durchgeführte Kampagne zur Förderung des Rad- und Fußverkehrs. Denn wer auf Kurzstrecken sein Auto stehen lässt, hilft mit, dem Klima Millionen Tonnen CO2 zu ersparen. Über 90 Kommunen haben in einem Wettbewerb ihre Konzepte zur Förderung des Rad- und Fußverkehrs eingereicht, 12 sind nun in der Endausscheidung.

Wir Gesundheitsförderer freuen uns über die Kampagne, die unsere IN FORM-Ziele zu 100% unterstützt, und wünschen uns, dass die Synergien zwischen Gesundheits- und Klima-Zielen künftig auf allen Ebenen systematisch ausgebaut werden.

Die Redaktion

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Inhalt

Dieser Newsletter informiert Sie über folgende Themen:

  • Bereits 190 Projekte zu IN FORM gemeldet: Umfrage belegt starkes Engagement der BVPG-Mitglieder
  • Kongress „IN FORM – Gemeinsam mehr bewegen": Besser ginge es mit Präventionsgesetz
  • Internationaler Ländervergleich: Je mehr aktiv bewältigte Wege, desto weniger Übergewichtige!
  • Tagung „Gesundheitsförderung und Prävention für ältere Menschen im Setting“: Noch Plätze frei für Kurzentschlossene!
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Bereits 190 Projekte zu IN FORM gemeldet: Umfrage belegt starkes Engagement der BVPG-Mitglieder

Die Mitglieder der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG) und ihre Unterorganisationen engagieren sich intensiv für gesunde Ernährung und körperliche Aktivität im Alltag. Bereits in seiner Startphase ist der Nationale Aktionsplan IN FORM von den zivilgesellschaftlichen Kräften gut angenommen worden: Von 190 gemeldeten Projekten sind 125 bereits angelaufen. Die meisten Organisationen engagieren sich in den Handlungsfeldern zwei und drei des Aktionsplans („Information über Ernährung, Bewegung und Gesundheit“ sowie „Bewegung im Alltag“). Etwa die Hälfte der Projekte geht die Themen Ernährung und Bewegung kombiniert an. Die Zielgruppe Kinder und Jugendliche in Kindergärten und Schulen steht besonders im Fokus, aber auch das Setting Kommune wird häufig als Zugangsweg genannt. Dies sind nur einige der zentralen Ergebnisse der BVPG-Mitgliederbefragung, die in zwei Befragungswellen im Herbst und Winter 2008/2009 durchgeführt wurde und deren Endergebnisse nun vorliegen. Wir stellen die wesentlichen Aussagen, Trends und Schlussfolgerungen vor.

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Kongress „IN FORM – Gemeinsam mehr bewegen": Besser ginge es mit Präventionsgesetz

Ein Präventionsgesetz noch in dieser Legislaturperiode wäre eine wichtige Unterstützung für IN FORM-Projekte vor Ort – darin waren sich die Rednerinnen und Redner des 2. gemeinsamen Präventionskongresses am 9. Februar 2009 in Mainz einig. „Die durch die Verschärfung sozialer Gegensätze in der Gesellschaft verstärkte Notwendigkeit zu aufsuchender Arbeit in den Settings könnte auf der Plattform eines solchen Gesetzes besser verwirklicht werden“, sagte die Präsidentin der BVPG Helga Kühn-Mengel MdB in Mainz. Rund 200 Fachleute und Multiplikatoren aus Kommunen, Gesundheitsorganisationen, Fach- und Berufsverbänden diskutierten dort den Beitrag der Zivilgesellschaft zum Nationalen Aktionsplan für gesunde Ernährung und mehr Bewegung. Präsentiert wurden vielfältige Beispiele guter Praxis – aus den „Gesunden Städten“, aus Aktionsbündnissen bei den Landesvereinigungen für Gesundheit, aus Sportverbänden, Krankenkassen und sonstigen Initiativen. Die präsentierten Projekte setzen auf Vernetzung unterschiedlicher Partner, viele arbeiten daran, gerade sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen anzusprechen. Deutlich wurde aber auch, dass gerade für die Gesundheit dieser Zielgruppe zukünftig noch mehr getan werden muss. Einen Bericht zum Kongress und eine Dokumentation der Beiträge der Referentinnen und Referenten finden Sie auf unserer Homepage.

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Internationaler Ländervergleich: Je mehr aktiv bewältigte Wege, desto weniger Übergewichtige!

Wo Menschen in ihrem Alltag viele Wege zu Fuß oder per Fahrrad zurücklegen, ist die Prävalenz von Übergewicht und Adipositas deutlich geringer als in Ländern mit ausgeprägtem „automobilen Lebensstil“. Zu diesem Ergebnis kommt eine US-amerikanische Forschungsgruppe, die eine Vielzahl nationaler Studien aus Nordamerika und Europa aus den Jahren 1994 bis 2006 zum internationalen Vergleich aufbereitet hat. In der Studie wurde auch noch einmal berechnet, wie viele Kilometer die Menschen in den unterschiedlichen Ländern aktiv  - also zu Fuß oder per Rad – bewältigen: Während US-Amerikaner im Jahr nur etwa 181 km zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen, sind es bei den Niederländern 1.225 km, bei den Dänen 1.014 km. Deutschland rangiert hier – wie auch beim Vorkommen von Adipositas und Übergewicht - mit 663 km im Mittelfeld. Die Studie wurde Ende 2008 im „Journal of Physical Activity and Health“ veröffentlicht und ist sowohl als Abstract als auch als Volltext-Version in englischer Sprache verfügbar.

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Link zum Projekt "Zero-Emission-Mobility (ZEM)" des BundesumweltministeriumsPfeil

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Tagung „Gesundheitsförderung und Prävention für ältere Menschen im Setting“: Noch Plätze frei für Kurzentschlossene!

Am 26. Februar 2009 wird in Berlin die Tagung „Gesundheitsförderung und Prävention für ältere Menschen im Setting Kommune“ stattfinden. Veranstalter ist das Institut für Gerontologie an der Technischen Universität Dortmund gemeinsam mit dem Bundesministerium für Gesundheit, das die Tagung im Rahmen der Initiative IN FORM fördert. Ziel der Tagung ist es, Ergebnisse einer Expertise zur Gesundheitsförderung und Prävention für ältere Menschen im Setting Kommune vorzustellen und Möglichkeiten der Übertragbarkeit und Handlungsempfehlungen zur Umsetzung zu diskutieren. Da noch einige wenige Plätze frei sind, besteht nun noch – auch nach Ablauf der offiziellen Anmeldefrist – die Möglichkeit für Kurzentschlossene, sich anzumelden. Informationen hierzu auf der Webseite der Tagung.

Link zur Webseite der TagungPfeil

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Veranstaltungsankündigungen

Auf folgende Veranstaltungen in den kommenden Wochen möchten wir Sie besonders aufmerksam machen:

1. Nationale Impfkonferenz „Impfschutz im Dialog. Ein gemeinsames Projekt“; Gesundheitsministerkonferenz, Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen Rheinland-Pfalz, Stiftung Präventive Pädiatrie, 05.-07. März 2009, Rheingoldhalle Mainz. Link ...

7. Kolloquium „Gesund und sicher länger arbeiten: Mein nächster Beruf?“; Initiative Gesundheit & Arbeit IGA, BGAG – Institut Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung und INQA, 12. bis 13. März 2009, BG-Akademie Dresden. Link ...

2. Deutscher Suchtkongress vom 16. bis 19.9.2009: Call for abstracts bis 20. März 2009; Deutsche Gesellschaft für Suchtpsychologie e.V. (federführend), Deutsche Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie e.V., in Kooperation mit dem Georg Thieme Verlag. Ab sofort können Beiträge online eingereicht werden. Link ...

Zentrale Auftaktveranstaltung zum Weltgesundheitstag 2009 zum Thema "Maßnahmen des Gesundheitswesens im Katastrophenfall"; Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit, 07. April 2009 in Berlin. Einzelheiten zum Programm werden im Laufe der kommenden Woche auf dieser Homepage veröffentlicht: Link ...

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Hinweise auf weitere Präventionsveranstaltungen finden Sie unter www.bvpraevention.de in der Rubrik Termine. Wenn Sie auf eine Präventionsveranstaltung hinweisen möchten, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung unter bb@bvpraevention.de.

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