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April 2009

Sehr geehrte Damen und Herren,

derzeit wächst weltweit die Sorge um die Ausbreitung des so genannten Schweinegrippe-Virus A/H1N1. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet, dass auch in Deutschland drei Verdachtsfälle bestätigt wurden. Am gestrigen Mittwochabend hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Pandemie-Alarmphase wegen der schnellen Ausbreitung der Schweinegrippe von Stufe 4 auf die zweithöchste Stufe 5 angehoben. Diese Phase 5 wird charakterisiert durch eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung des Virus in mindestens zwei Staaten einer WHO-Region. Damit sind alle Länder nun aufgefordert, umgehend ihre Pandemie-Notfallpläne zu aktivieren. Das Robert Koch-Institut informiert auf seiner Webseite, dass für Deutschland nach wie vor keine allgemeine Gefährdung durch die Schweinegrippe gesehen wird.

Als die BVPG am 7. April 2009 im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit den Weltgesundheitstag 2009 ausgerichtet hat, war noch nicht abzusehen, wie aktuell das Thema bald werden würde: Unter dem Titel „Maßnahmen des Gesundheitswesens im Katastrophenfall“ hatten Expertinnen und Experten unter anderem die Fortschritte Deutschlands in der Pandemie-Planung dargelegt. Unser Artikel hält zahlreiche interessante Links zum Stand der Notfallplanung in Deutschland bereit.

Weitere Auftaktveranstaltungen ganz anderer Art stehen ebenfalls im Zentrum dieses Newsletters: Wir informieren Sie über die Planungen für den Weltnichtrauchertag am 31. Mai sowie über den Kindersicherheitstag am 10. Juni.

Die Redaktion

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Inhalt

Dieser Newsletter informiert Sie über folgende Themen:

  • Gut zu wissen: Weltgesundheitstag 2009 – wie reagiert das Gesundheitswesen im Katastrophenfall? 
  • Gut vorbereitet: Gesundheitsorganisationen kündigen Kampagne zum Weltnichtrauchertag 2009 an
  • Gut geschützt: Kindersicherheitstag 2009 warnt vor Vergiftungsunfällen 
  • Gut zu lesen: BVPG-Jahresbericht 2008 ist erschienen
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Gut zu wissen: Weltgesundheitstag 2009 – wie reagiert das Gesundheitswesen im Katastrophenfall? 

Wie reagiert unser Gesundheitswesen auf eine anrollende Grippe-Pandemie? Was geschieht, wenn wir von einer Naturkatastrophe heimgesucht werden oder größere Landesteile von einem Stromausfall betroffen sind? Diese Fragen erörterten Expertinnen und Experten am 7. April, dem Weltgesundheitstag, der dieses Jahr in Deutschland unter dem Motto „Maßnahmen des Gesundheitswesens im Katastrophenfall“ stand. Die Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. richtete wie jedes Jahr im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums die Auftaktveranstaltung aus. Mehr als 100 Personen der Fachöffentlichkeit informierten sich in Berlin über die potentiellen Auswirkungen von Großschadenslagen auf die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung. Im ersten Teil der Veranstaltung stand die Zusammenarbeit von Bund, Ländern und anderen Akteuren bei den Vorkehrungen für die Bewältigung von Großschadenslagen im Mittelpunkt. Im zweiten Vortragsblock berichteten zwei Organisationen, die regelmäßig in schweren Notlagen im Ausland vor Ort Hilfe leisten, aus der Praxis über ihre Hilfsmaßnahmen.

Link zum Bericht über den Weltgesundheitstag 2009Pfeil

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Gut vorbereitet: Gesundheitsorganisationen kündigen Kampagne zum Weltnichtrauchertag 2009 an

Am 31. Mai 2009 ist Weltnichtrauchertag. Unter dem diesjährigen Motto „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ fordern die Deutsche Krebshilfe und ihre Partnerorganisationen des Aktionsbündnisses Nichtrauchen bildliche Warnhinweise auf Tabakverpackungen und Zigarettenschachteln. Internationale Studien haben bewiesen: Realistische Abbildungen zeigen Rauchern die gesundheitlichen Schäden durch den Tabakkonsum deutlich wirkungsvoller als nur textliche Warnhinweise. Seit vielen Jahren empfehlen die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Europäische Union daher abschreckende Bilder auf Zigarettenschachteln. Doch noch immer stehen viele Regierungen der Einführung von bildlichen Warnhinweisen kritisch gegenüber.

Die Mitgliedsorganisationen des Aktionsbündnisses Nichtrauchen, unter Ihnen die Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V., rufen zu aktiver Beteiligung am diesjährigen Weltnichtrauchertag auf: „Sie können dazu beitragen, das gesellschaftliche Klima zu Gunsten bildlicher Warnhinweise zu verändern! Bitte hängen Sie das Plakat zum Weltnichtrauchertag 2009 in Ihrem beruflichen und privaten Umfeld auf. Werben Sie mit Informationsveranstaltungen für bildliche Warnhinweise und für mehr Gesundheit und klären Sie über die Gesundheitsgefahren durch das Rauchen auf!“

Link zum ganzen Artikel mit Bestellscheinen für MaterialienPfeil

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Gut geschützt: Kindersicherheitstag 2009 warnt vor Vergiftungsunfällen

Der Kindersicherheitstag 2009, der am 10. Juni in Berlin begangen wird, trägt den Slogan „Sicher aufwachsen. Kinder vor Vergiftungen schützen!“ Er nimmt vor allem die Sicherheit der 1- bis 6-Jährigen in Haus und Garten in den Blick: 89 % der von Vergiftungsunfällen betroffenen Kinder sind jünger als sechs Jahre. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V. (BAG) wird den Kindersicherheitstag in diesem Jahr gemeinsam mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) durchführen. Kinderarztpraxen, Kliniken, kommunale Behörden und andere Multiplikatoren können Materialien bestellen, um Eltern zu sensibilisieren.

Link zum ganzen Artikel mit Bestelladresse Pfeil

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Gut zu lesen: BVPG-Jahresbericht 2008 ist erschienen

Soeben ist der Jahresbericht 2008 der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. erschienen. Die Präsidentin der BVPG, Helga Kühn-Mengel MdB, zieht darin eine positive Bilanz eines besonderen Geschäftsjahres in der 55-jährigen Geschichte des Verbandes – des „Jahr 1“ nach der Fusion der Bundesvereinigung mit dem Deutschen Forum Prävention und Gesundheitsförderung. Wermutstropfen in der sonst so erfreulichen Jahresbilanz bleibe aber, so die Präsidentin, dass das von der BVPG auch 2008 immer wieder geforderte Präventionsgesetz bis heute nicht realisiert worden sei.

Link zum DownloadPfeil

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Themenschwerpunkt „Gesund altern“:

 

„Gesund altern“ ist einer der Themenschwerpunkte der BVPG. In den letzten Wochen sind auf www.bvpraevention.de einige Artikel in dieser Rubrik erschienen, auf die wir Sie besonders hinweisen möchten:

Auch für Ältere lohnt es sich, körperlich aktiv(er) zu werden: Die Annahme, körperlich-sportliche Aktivitäten im Alter hätten insbesondere für Personen, die dies schon mehrere Jahre lang vernachlässigen, keinen gesundheitlichen Nutzen mehr, hat sich gerade in einer großen Kohortenstudie mit 2.205 Männern in Schweden als unzutreffend erwiesen. Link ...

Sind Sportmuffel auch Bewegungsmuffel? In einer von der Landesstiftung Baden-Württemberg im Jahr 2006 geförderten repräsentativen Studie mit dem Titel „Ein aktives Leben – Alter und Altern in Baden-Württemberg" über das Bewegungsverhalten von 50- bis 70-jährigen Baden-Württembergern wurde überprüft, ob Personen, die öfter spazieren gehen oder Fahrrad fahren auch zugleich häufiger Sport treiben. Link ...

Profitieren Alzheimer-Patienten von nichtmedikamentösen Therapien? Es ist ungeklärt, ob Menschen mit Alzheimer langfristig von nichtmedikamentösen Behandlungsverfahren profitieren. Zu diesem Ergebnis kommt der Anfang März veröffentlichte Abschlussbericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Link ...

Die eigene Gesundheit fördern: 15 Regeln für gesundes Älterwerden: Fast ein kleines Jubiläum: Vor 10 Jahren verfasste Prof. Dr. Andreas Kruse, Direktor des Instituts für Gerontologie an der Universität Heidelberg, die "15 Regeln für gesundes Älterwerden" im Auftrag der Bundesvereinigung für Gesundheit e.V., heute Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. Link ...

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Hinweise auf Präventionsveranstaltungen finden Sie unter www.bvpraevention.de in der Rubrik Termine. Wenn Sie auf eine Präventionsveranstaltung hinweisen möchten, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung unter bb@bvpraevention.de.

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