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Mai 2009

Sehr geehrte Damen und Herren,

am Pfingstsonntag ist Weltnichtrauchertag. Wir nehmen das zum Anlass, diesen Newsletter dem Schwerpunktthema Nichtrauchen zu widmen. Die Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG) setzt sich seit vielen Jahren gemeinsam mit zahlreichen anderen Gesundheitsorganisationen im Steuerungsgremium des „Aktionsbündnisses Nichtrauchen“ (ABNR) engagiert für eine konsequente Tabakkontroll-Politik ein.

Zum 1. Juli dieses Jahres wird die BVPG turnusgemäß wieder den Vorsitz dieses Gremiums übernehmen, den in den letzten Jahren der Ärztliche Arbeitskreis Rauchen und Gesundheit e.V. innehatte. Damit übernimmt sie von diesem Zeitpunkt an auch die Durchführung des Projektes „ABNR-Netzwerkbüro Tabakprävention“, das von der Deutschen Krebshilfe gefördert wird.

Dass das ABNR auch in Zukunft eine konsequentere Tabakkontroll-Politik in Deutschland fordern wird, wurde anlässlich der Pressekonferenz des Weltnichtrauchertages deutlich. Doch auch in anderen Themenbereichen hat die BVPG die Zukunft fest im Blick: Wie können Prävention und Gesundheitsförderung in der kommenden 17. Legislaturperiode auf unterschiedlichen Ebenen politischen Handelns besser und vor allem fest verankert werden? Dieser Frage stellte sich die Mitgliederversammlung der BVPG, die am 14./15. Mai 2009 in Berlin stattfand.

Viel Freude beim Lesen.

Die Redaktion

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Inhalt

Dieser Newsletter informiert Sie über folgende Themen:

  • BVPG-Mitgliederversammlung 2009: Für die Zukunft aufgestellt 
  • Weltnichtrauchertag: Aktionsbündnis Nichtrauchen fordert konsequentere Tabakkontrollpolitik
  • Drastische Bilder auf Zigarettenschachteln: Wirksamer als tausend Worte?
  • Preise für vorbildliche Betriebe im Wettbewerb „Unser Betrieb macht rauchfrei!“
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BVPG-Mitgliederversammlung 2009: Für die Zukunft aufgestellt

Zwei Workshops zu politischen Forderungen für die kommende 17. Legislaturperiode bildeten den Auftakt zu einem intensiven verbandsinternen Abstimmungsprozess, den die BVPG anlässlich ihrer Mitgliederversammlung am 14./15. Mai 2009 in Berlin eingeleitet hat. An dessen Ende steht das Ziel, auf das künftige Regierungsprogramm im Hinblick auf eine gesundheitsförderliche Gesamtpolitik konkret Einfluss zu nehmen. Nach wie vor befürworten die in der BVPG zusammengeschlossenen Akteure ein Präventionsgesetz – auch in der kommenden Legislaturperiode. Doch angesichts des bisherigen Misserfolgs, ein solches Präventionsgesetz auf den Weg zu bringen, steht mit Blick auf die Zukunft die Frage im Mittelpunkt, wie auch ohne Präventionsgesetz möglichst umfassende Fortschritte erreicht werden können. Zentral ist daher die Forderung nach ressortübergreifenden Synergien und der Verankerung von Gesundheitsförderung als Organisationsprinzip in unterschiedlichen Politikfeldern auf kommunaler, Landes- und Bundesebene. Die Gesundheitsförderung als umfassende Querschnittsaufgabe habe in Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise ein erhebliches ergiebiges und produktives Potential und dürfe daher nicht länger als „lästiger Kostenfaktor“ betrachtet werden, so der Tenor der Diskussion.

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Weltnichtrauchertag: Aktionsbündnis Nichtrauchen fordert konsequentere Tabakkontrollpolitik

Anlässlich des diesjährigen Weltnichtrauchertages am 31. Mai haben die im Aktionsbündnis Nichtrauchen zusammengeschlossenen Gesundheitsorganisationen unter dem Motto „Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“ die Einführung bildlicher Warnhinweise auf Zigarettenschachteln gefordert, wie sie bereits in 24 Ländern weltweit mit guten Erfahrungen eingesetzt werden. In Kanada beispielsweise konnte die Raucherquote dort seit Einführung der bildlichen Warnhinweise im Jahr 2001 von 17 % auf 9 % gesenkt werden. Anlässlich der Pressekonferenz am 26. Mai in Berlin führten der international renommierte Experte der Europäischen Krebsliga (ECL) und WHO-Berater Luk Joossens, die Präsidentin der Deutschen Krebshilfe Prof. Dr. Dagmar Schipanski und Dr. Uwe Prümel-Philippsen, der Geschäftsführer der BVPG für das Aktionsbündnis Nichtrauchen aus, warum diese Warnhinweise besonders geeignet sind, über Gesundheitsfolgen, Suchtpotential und tödliche Bedrohung, die durch Rauchen und Passivrauchen entstehen, zu informieren. Allerdings, so die Akteure auf der Pressekonferenz in Berlin, ist dies nur ein Baustein einer konsequenten Tabakkontrolle, die die Politik endlich umsetzen sollte.

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Drastische Bilder auf Zigarettenschachteln: Wirksamer als tausend Worte?

Da sie in Deutschland bislang nicht eingeführt sind, kennen die meisten Menschen bildliche Warnhinweise auf Zigarettenschachteln nur vom Hörensagen. Durch zahlreiche Studien ist gut belegt, dass sie abschreckende Wirkung haben und insbesondere junge Menschen nachdenklich machen. Seit vielen Jahren empfehlen die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Europäische Union drastische, abschreckende Bilder auf Zigaretten-Schachteln. Auf dieser Webseite können die offiziellen kombinierten Text-/Bild-Warnhinweise der Europäischen Union betrachtet werden: Machen Sie sich selbst ein Bild!

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Preise für vorbildliche Betriebe im Wettbewerb „Unser Betrieb macht rauchfrei!“

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Sabine Bätzing MdB und die Präsidentin der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG) Helga Kühn-Mengel MdB werden am 4. Juni 2009 in Berlin 15 Betriebe auszeichnen, die sich in vorbildlicher Weise in der betrieblichen Rauchstoppförderung und im Nichtraucherschutz profiliert haben. Betriebe mit fünf bis 249 Beschäftigten konnten im Wettbewerb „Unser Betrieb macht rauchfrei!“ Preisgelder von insgesamt 46.750 Euro gewinnen. Der Wettbewerb ist ein Projekt der BVPG im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit zur Gesundheitsförderung in kleinen und  mittleren Unternehmen, das mit der Preisverleihung nun zu Ende geht.

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Mehr zum Themenschwerpunkt Nichtrauchen

Auf folgende Artikel auf unserer Webseite möchten wir Sie ebenfalls aufmerksam machen:

Rauchen, Schichtzugehörigkeit und ihr Einfluss auf die Lebenserwartung: Eine Längsschnitt-Studie aus Schottland hat die Zusammenhänge untersucht. Link ...

Nikotin-Entwöhnung durch niedergelassene Ärzte: Erfolgreich und kostensparend, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Link ...

Programme zur Raucherentwöhnung für Jugendliche: Eine Literaturstudie bilanziert den aktuellen Forschungsstand. Link ...

 

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Hinweise auf Präventionsveranstaltungen finden Sie unter www.bvpraevention.de in der Rubrik Termine. Wenn Sie auf eine Präventionsveranstaltung hinweisen möchten, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung unter bb@bvpraevention.de.

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