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Juni/Juli 2009

Sehr geehrte Damen und Herren,

auch wenn Sie angesichts der hochsommerlichen Temperaturen vielleicht schon im Sitzen schwitzen - 'Bewegung im Alltag' ist das Thema dieses Newsletters. Der Frankfurter Sportmediziner Professor Dr. Dr. Winfried Banzer, Mitglied des BVPG-Vorstands, beantwortet uns an konkreten Beispielen die Frage, wieviel Anstrengung denn nötig ist, um dauerhaft fit und gesund zu bleiben. Er berichtet darüber hinaus, was wir aus den im Oktober 2008 erschienenen 'EU-Leitlinien für körperliche Aktivität' in Deutschland lernen können und welche Impulse wir aufgreifen sollten. Den Gedanken beispielsweise, Gesundheitsförderung durch Bewegung nicht ausschließlich dem Politikfeld Gesundheit zu überlassen, sondern auf Ressort-übergreifendes Arbeiten zu setzen: Ein gutes Beispiel für mögliche Synergien bietet die Klimaschutzkampagne 'Kopf an: Motor aus', über die wir berichten. Oder den Gedanken, den Blick verstärkt auch auf verhältnispräventive Aspekte zu legen: Stichwort 'bewegungsfreundliche Stadtplanung'. Was sie beitragen kann, beleuchten wir ebenfalls in einem eigenen Artikel.

Passend dazu der provokante Titel der Präventionswoche, die die Patientenbeauftragte der Bundesregierung und Präsidentin der BVPG Helga Kühn-Mengel MdB in der kommenden Woche durchführt: 'Hauptsache, das Auto ist gesund'.

Und nun die gute Nachricht zum Schluss: Mit dem Rad ins Schwimmbad zu fahren ist viel gesünder als am Schreibtisch zu schwitzen. Aber bitte erst den Newsletter lesen!

Einen aktiven Sommer wünscht

die Redaktion

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Inhalt

Dieser Newsletter informiert Sie über folgende Themen:

  • Von Anderen lernen: Der Sportmediziner Prof. Dr. Dr. Winfried Banzer im Interview zu Bewegung im Alltag, IN FORM und zum Nutzen der internationalen Zusammenarbeit
  • Handlungsfelder verknüpfen, Synergien nutzen: Gesundheitsfördernde Klimaschutzkampagne gestartet
  • Vernetzen, kooperieren, Qualität sichern: Dies sind die Aufgaben der zehn neuen Zentren für Bewegungsförderung 
  • Städtische Räume bewegungsfreundlich planen: Stimmt die simple Formel 'Mehr Fuß- und Radwege = schlankere Menschen?'
  • Jetzt noch anmelden: Präventionswoche der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten vom 6. bis 11. Juli 2009
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Von Anderen lernen: Der Sportmediziner Prof. Dr. Dr. Winfried Banzer im Interview zu Bewegung im Alltag, IN FORM und zum Nutzen der internationalen Zusammenarbeit

'Nach neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen kann man körperliche Aktivität auch über den Tag ‚sammeln’, um einen gesundheitlichen Nutzen davon zu haben. Mit dem Rad zur Arbeit also, später vielleicht eine halbe Stunde putzen oder Gartenarbeit, dann mit dem Hund Gassi gehen.' Der Sportmediziner Prof. Dr. Dr. Winfried Banzer, der dem BVPG-Vorstand angehört, hat als Mitglied einer internationalen Expertengruppe die EU-Leitlinien für körperliche Aktivität mit entwickelt. Diese Leitlinien sind Empfehlungen für politische Maßnahmen zur Unterstützung gesundheitsfördernder körperlicher Betätigung in den EU-Ländern. Im Interview äußert er sich zu dem richtigen Maß an Bewegung im Alltag, zum Nationalen Aktionsplan IN FORM und zur internationalen Zusammenarbeit. Er fordert unter anderem, Handlungsoptionen in den unterschiedlichen Politikfeldern auf ihre Gesundheitsverträglichkeit zu prüfen, mehr Ressort-übergreifend zu arbeiten und verhältnispräventive Aspekte stärker einzubeziehen.

Link zum Interview mit Professor BanzerPfeil

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Handlungsfelder verknüpfen, Synergien nutzen: Gesundheitsfördernde Klimaschutzkampagne gestartet

'Wer gut zu Fuß ist, ist gut zum Klima'. Dies ist einer der Slogans der Kampagne 'Kopf an: Motor aus. Für Null CO2 auf Kurzstrecken', mit der das Bundesumweltministerium  (BMU) in den kommenden zwei Jahren die Bürgerinnen und Bürger im Alltag weg vom Auto zum Gehen und zum Radfahren bewegen möchte. Seit Ende März dieses Jahres läuft die Kampagne für Fuß- und Radverkehr modellhaft in vier Kommunen, von denen zwei dem Gesunde-Städte-Netzwerk angehören. Fünf weitere werden ab August in einem Wettbewerb ermittelt. Emissionsfreie Mobilität ist gesunde Mobilität - und das ist auch ganz im Sinne des Nationalen Aktionsplans 'IN FORM'. Doch bislang haben die beteiligten Bundesministerien ihre Aktionen nicht vernetzt, und gezielte Synergiebestrebungen auf kommunaler Ebene gibt es auch noch nicht.

Link zum ganzen Artikel:Pfeil

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Vernetzen, kooperieren, Qualität sichern: Dies sind die Aufgaben der zehn neuen Zentren für Bewegungsförderung

Zehn 'Zentren für Bewegungsförderung' haben im Rahmen des Nationalen Aktionsplans IN FORM ihre Arbeit aufgenommen. Unter anderem durch Kooperationen mehrerer Projektpartner konnte erreicht werden, dass sie in allen Bundesländern vertreten sind. Hauptaufgabe dieser Zentren ist es, Bewegungsangebote im und für den Alltag für die Zielgruppe der über 50- bzw. über 60-Jährigen zu sondieren sowie qualitativ und organisatorisch weiterzuentwickeln. Am 25. und 26. Juni hatte das Bundesgesundheitsministerium zu einem 'Vernetzungsworkshop IN FORM' eingeladen. Der erste Tag stand ganz im Zeichen der neuen 'Zentren für Bewegungsförderung'.

Link zum Bericht über den Vernetzungsworkshop:Pfeil

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Städtische Räume bewegungsfreundlich planen: Stimmt die simple Formel 'Mehr Fuß- und Radwege = schlankere Menschen?'

Unbestritten gilt: Bewegung tut gut. Sie hilft in jeder Lebensphase, Gesundheit zu erhalten und Krankheit zu verhindern. Unstrittig ist ferner: Wer Bewegung fördern will, kann nicht nur auf Verhaltensappelle setzen. Auch die Verhältnisse müssen so beschaffen sein, dass mehr Bewegung möglich wird. Aber: Mehr Fuß- und Radwege in Städten und Kommunen tragen zwar dazu bei, das Ausmaß körperlicher Aktivität im Alltag zu steigern. Dies bedeutet jedoch nicht automatisch, dass damit auch eine Reduktion von Übergewicht verbunden ist. Zu diesem Ergebnis kommt eine im Auftrag der BVPG von Bernhard Braun und Gerd Marstedt durchgeführte Auswertung aktueller Studien zur Frage, welche Bedeutung Verhältnisprävention im Bereich der Bewegungsförderung hat und welchen Einfluss sie auf die Prävalenz von Übergewicht ausübt.

Link zum ganzen Artikel Pfeil

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Jetzt noch anmelden: Präventionswoche der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten vom 6. bis 11. Juli 2009

"Hauptsache, das Auto ist gesund.“ Dieser Ausspruch des Kölner Professors Dr. Ingo Froböse vom Institut für Rehabilitation der Deutschen Sporthochschule Köln ziert das Programm der Präventionswoche, zu der die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten Helga Kühn-Mengel MdB vom 6. bis 11. Juli 2009 einlädt.

Link zum Programm:Pfeil

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Gesundheit international:

Auf folgende Informationen aus der internationalen Zusammenarbeit im Sektor Public Health möchten wir Sie besonders hinweisen:

EU: Die erwähnten EU-Leitlinien für körperliche Aktivität sind im Original unter dem Titel ' EU Physical Activity Guidelines. Recommended Policy Actions in Support of Health-Enhancing Physical Activity' auf der Seite der Europäischen Kommission nachzulesen. Link ...

WHO: Das von der Weltgesundheitsorganisation WHO ausgegebene Motto für den Weltgesundheitstag 2010 steht bereits fest. Es lautet: ' Be part of a global movement to make cities healthier'. Link ...

IUHPE: Die BVPG ist Mitglied der International Union for Health Promotion and Education IUHPE. Die kündigt ihre '20th IUHPE World Conference on Heath Promotion' für den 11. bis 15. Juli 2010 in Genf an. Link ...

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Hinweise auf weitere Präventionsveranstaltungen finden Sie unter www.bvpraevention.de in der Rubrik Termine. Wenn Sie auf eine Präventionsveranstaltung hinweisen möchten, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung unter bb@bvpraevention.de.

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