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August 2009

Sehr geehrte Damen und Herren,

der demografische Wandel hat sich in den letzten Jahren zu einem der Mega-Themen Deutschlands entwickelt. Mit der Veränderung der Altersstruktur unserer Gesellschaft und der gestiegenen Lebenserwartung werden auch die Auswirkungen auf das Gesundheitssystem immer intensiver diskutiert und Fragen nach der Bedeutsamkeit von Prävention und Gesundheitsförderung immer häufiger auf die Agenda gesetzt. "Deutschland 2050 - alt, krank, teuer" betitelte die FAZ in der letzten Woche ihre Ausführungen über die gerade veröffentlichte Morbiditätsprognose des Kieler Gesundheitsökonomen Fritz Beske. Und erst kürzlich hat sich der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen in seinem Sondergutachten 2009 zu den spezifischen Versorgungserfordernissen einer altersgewandelten Bevölkerung geäußert.

Die BVPG, die sich schon seit vielen Jahren mit dem gesunden Älterwerden befasst, hatte bereits Anfang 2008 "Präventionsziele für die zweite Lebenshälfte" vorgelegt. Nun haben wir das Sondergutachten zum Anlass genommen, mit der Mitautorin und BVPG-Vorstandsmitglied Frau Professor Dr. Adelheid Kuhlmey ein Interview über die Herausforderungen zu führen, denen sich unser Gesundheitssystem in einer Gesellschaft längeren Lebens künftig stellen muss, und den Schwerpunkt dieses Newsletters damit auf das Thema "Gesundheit und Alter(n)" gelegt.

Herzliche Grüße - die Redaktion

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Inhalt

Dieser Newsletter informiert Sie über folgende Themen:

  • "Teilhabe ist ein Teil von Gesundheitsförderung" BVPG-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey im Interview 
  • Sondergutachten 2009 des Sachverständigenrats zum Thema Gesundheitsversorgung im Alter: Was ist in Zukunft wichtig?
  • Hamburger Senioren: Positive Einstellungen zu Alter und Gesundheit überwiegen
  • Sozial aktiv ist gleichbedeutend mit körperlich fit!
  • Gebündeltes Wissen zu 'Gesundheit und Krankheit im Alter' zusammengetragen
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"Teilhabe ist ein Teil von Gesundheitsförderung!" BVPG-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey im Interview

Das Thema Altern hat derzeit Konjunktur in politischen Veröffentlichungen und Stellungnahmen. Aber das vorhandene Wissen und die Ideen zum besseren Leben im Alter, insbesondere zur gesellschaftlichen Teilhabe älterer und alter Menschen, müssten auch in die Praxis umgesetzt werden. Das fordert die Direktorin des Instituts für Medizinische Soziologie an der Berliner Charité und BVPG-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey. Erfolgreiche Politik für das Alter sei auch verknüpft mit Umstrukturierungen im Gesundheits-, Betreuungs- und Pflegesystem sowie mit der Aufwertung der Berufsbilder und -gruppen, die mit und für ältere Menschen arbeiten.

Link zum Interview mit Prof. Dr. Adelheid KuhlmeyPfeil

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Sondergutachten 2009 des Sachverständigenrats zum Thema Gesundheitsversorgung im Alter: Was ist in Zukunft wichtig?

Aus der Tatsache, dass wir Deutschen immer älter werden, ergeben sich besondere Anforderungen an die gesundheitliche Versorgung: Neben der Akutversorgung muss die Versorgung chronisch und mehrfach erkrankter älterer Menschen in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rücken – und Koordination in der Versorgung muss zum leitenden Prinzip werden. Leitlinien zur Versorgung multimorbider Patienten, Erhöhung der Arzneimittelsicherheit bei Älteren  und eine bedarfsgerechtere pflegerische Versorgung sind einige der Themenpunkte, zu denen der "Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen" in seinem Sondergutachten 2009 Empfehlungen ausgesprochen hat.

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Hamburger Senioren: Positive Einstellungen zu Alter und Gesundheit überwiegen

Welche Einstellung haben ältere Menschen zu ihrem Älterwerden und ihrer Gesundheit? Wie aufgeschlossen sehen sie Gesundheitsförderung? Antworten auf diese Fragen liefert eine repräsentative Hamburger Seniorenbefragung. Die Mehrheit der 950 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der standardisierten Befragung äußert positive Einstellungen zu Alter und Gesundheit. Basis der Studie war eine repräsentative Zufallsstichprobe von über dreitausend 60-jährigen und älteren Personen eines Hamburger Stadtbezirks. Auftraggeber und potenzieller Nutzer der Ergebnisse ist die mit dem Hamburger Landespflegegesetz ins Leben gerufene bezirkliche Gesundheits- und Pflegekonferenz.

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Sozial aktiv ist gleichbedeutend mit körperlich fit!

Mit steigendem Lebensalter lassen Gedächtnisleistungen und andere kognitive Funktionen nach, auch sinkt die körperliche und muskuläre Leistungsfähigkeit. Dass man die Folgen des Alterungsprozesses durch Jogging und Gymnastik, Radfahren oder andere Formen körperlicher Bewegung zwar nicht völlig aufhalten, aber doch nachhaltig verzögern kann, haben schon mehrere wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt. Neu ist indes das Ergebnis einer jetzt veröffentlichten US-amerikanischen Studie: Sie zeigte, dass bei älteren Studienteilnehmerinnen und -teilnehmern die körperliche Fitness umso weniger nachlässt, je intensiver sie sich sozial betätigen – beispielsweise Freunde und Verwandte besuchen oder in Vereinen mitarbeiten.

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Gebündeltes Wissen zu "Gesundheit und Krankheit im Alter" zusammengetragen

"Alt an Jahren" ist nicht gleichbedeutend mit "krank sein": Der kürzlich gemeinsam vom Robert-Koch-Institut (RKI), dem Deutschen Zentrum für Altersfragen (DZA) und dem Statistischen Bundesamt herausgegebene Bericht über "Gesundheit und Krankheit im Alter" stellt fest, dass die im Bericht breit dargelegten "Ergebnisse auf eine Zunahme der Lebenserwartung in Gesundheit" hindeuten und "die Verschlechterung der subjektiven Gesundheit keiner altersinhärenten Gesetzmäßigkeit" folgt. Der Bericht ist in Kooperation der drei genannten Institutionen entstanden, die das in den jeweiligen Häusern vorhandene interdisziplinäre Fachwissen zum Themenfeld zusammengeführt und publiziert haben.

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Kurz und bündig

Auf folgende Ausschreibungen, Angebote und Publikationen möchten wir Sie besonders aufmerksam machen:

Der Otto-Mühlschlegel-Preis 2010 der Robert Bosch Stiftung ist ausgeschrieben. Er zeichnet Kreativität älterer Menschen im Umgang mit neuen Medien und/oder in der Gestaltung neuer Medien aus. Einsendeschluss ist der 15.10.09. Link ...

Der Verband deutscher Betriebs- und Werksärzte VDBW bietet einen neuen Leitfaden zum Download an. Titel: "Betriebliches Gesundheitsmanagement - Gesunde Mitarbeiter in gesunden Unternehmen. Betriebliche Gesundheitsförderung als betriebsärztliche Aufgabe. Ein Leitfaden für Betriebsärzte und Führungskräfte". Link ...

Die Dokumentation des 14. Kongresses Armut und Gesundheit "Gerechtigkeit schafft mehr Gesundheit für alle!" liegt als CD-ROM vor und kann bei Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V. bestellt werden. Link ...

Medien mit Hygienetipps zur Reduktion des Ansteckungsrisikos mit Infuenza-Viren bieten Webseiten des Robert Koch-Instituts und des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, die über diesen Artikel zu finden sind.  Link ...

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Hinweise auf Präventionsveranstaltungen finden Sie unter www.bvpraevention.de in der Rubrik Termine. Wenn Sie auf eine Präventionsveranstaltung hinweisen möchten, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung unter bb@bvpraevention.de.

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