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Beiträge - 2009

Viel zu hoher Alkoholkonsum in Deutschland - Aktionswoche 2011 
’Alkohol? Weniger ist besser!’


Plakat Aktionswoche AlkoholAlkohol ist in Deutschland allgegenwärtig, in nahezu jedem Bereich des Lebens gehört Alkoholkonsum anscheinend dazu. Das bleibt nicht ohne Folgen: Jeder fünfte Erwachsene im Alter von 18 bis 64 Jahren weist einen problematischen Alkoholkonsum auf, 3 von 10 Männern und 1 von 10 Frauen. Jährlich sterben ca. 73.000 Menschen infolge ihres Alkoholmissbrauchs, 200 täglich. 2009 stand rund ein Drittel aller Tatverdächtigen der Gewaltkriminalität zum Tatzeitpunkt unter Alkoholeinfluss. Und in 17.434 Alkoholunfällen mit Personenschaden verunglückten 22.175 Menschen, von denen 440 starben Gegen diesen Trend werden jetzt Experten in der diesjährigen Aktionswoche „Alkohol? Weniger ist besser!“ aktiv.


Deutschland Schlusslicht bei der Tabakkontrolle


Cover der Tabak Kontroll SkalaDie vierte Auflage der europäischen Tabak-Kontroll-Skala (TCS) stellt Deutschland ein Armutszeugnis bezüglich der Aktivitäten zum Schutz von Nichtrauchern aus: Von 31 im Rahmen der Studie untersuchten Ländern belegt Deutschland lediglich den 26. Rang vor den Schlusslichtern Ungarn, Tschechien, Luxemburg, Österreich und Griechenland. Großbritannien, Irland, Norwegen und Island sowie Tabakkontroll-Neuling Türkei führen die Liste an, weil sie erfolgreich zahlreiche Maßnahmen zum Schutz ihrer nichtrauchenden Bevölkerungsmehrheit umgesetzt haben. Die TCS misst die Aktivitäten der EU-Länder in der Tabakkontroll-Politik, beispielsweise die Besteuerung von Tabakwaren, vollständige Rauchverbote in öffentlichen Räumen einschließlich der Gastronomie sowie gesetzliche Werbeverbote.


Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) zur Umsetzung des Nichtraucherschutzes in Nordrhein-Westfalen


Zigarette wird angezündetIn jeder dritten Gaststätte wird immer noch geraucht. Die Mehrzahl der Restaurants ist zwar rauchfrei, in Kneipen und Bars kann man allerdings nur selten qualmfrei sein Bier genießen. Es gibt zudem eine Vielzahl an Verstößen gegen die gesetzlichen Vorschriften, insbesondere bei Rauchergaststätten und Diskotheken. Zu diesem Ergebnis kam kürzlich eine gemeinsam vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen im März 2011 vorgestellte Studie, die die Gesetzeslücken und die Vollzugsprobleme des Nichtraucherschutzgesetzes in Nordrhein-Westfalen sehr deutlich macht.


Welt-Nichtrauchertag 2011: 'Flickenteppich' Deutschland – Was läuft schief beim Nichtraucherschutz?


Plakat Weltnichtrauchertag 2011Der diesjährige Welt-Nichtrauchertag macht darauf aufmerksam, dass der Nichtraucherschutz in Deutschland einem „Flickenteppich“ gleicht. Die gesetzlichen Regelungen zum Schutz der nichtrauchenden Bevölkerungsmehrheit, die sowohl über verschiedene Bundesgesetze als auch über die Nichtraucherschutzgesetze der Länder erfolgen, lassen viele Schlupflöcher und Hintertürchen offen. Insbesondere die Landesgesetze mit ihren unterschiedlichen Ausnahmeregelungen – vor allem bei den Bestimmungen zu Rauchverboten in der Gastronomie – sorgen für Verwirrung und zweifelhafte Kreativität bei ihrer Umgehung.


Aktiv werden für Gesundheit! - Neuauflage der Arbeitshilfen zur Gesundheitsförderung im Quartier


Cover Heft 6 ChancengleichheitWie können auch unter schwierigen sozialen Bedingungen Prävention und Gesundheitsförderung im Quartier erfolgreich gestaltet werden? Die Arbeitshilfen „Aktiv werden für Gesundheit – Arbeitshilfen für Prävention und Gesundheitsförderung im Quartier“ stellen wirksame Maßnahmen vor. Praktikerinnen und Praktiker erhalten Tipps für die Umsetzung und hilfreiche Kooperationen.


Stillen in Deutschland - Netzwerk 'Gesund ins Leben' gibt Empfehlungen


BabyMuttermilch ist die beste Nahrung für Säuglinge: Mütter sollten deshalb das erste halbe Jahr stillen – mindestens bis zum Beginn des 5. Monats ausschließlich und nach der Einführung der Beikost weiter stillen, so die Empfehlung des Netzwerks „Gesund ins Leben“. Das vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz geförderte Netzwerk „Gesund ins Leben" verfolgt das Ziel, werdenden Eltern und jungen Familien alltagsnahe und fundierte Empfehlungen für einen gesunden Lebensstil zu vermitteln. Ernährungserziehung und -bildung sollten so früh wie möglich beginnen, um den aktuellen Trend der Fehlernährung, Übergewicht und Allergien zu stoppen bzw. im besten Falle umzukehren. Diese Handlungsempfehlungen werden von allen einschlägigen Fachgesellschaften, Institutionen und Verbänden in Deutschland mitgetragen und erarbeitet.


Weltgesundheitstag 2011 in Berlin - Nachlassende Wirkung bei Antibiotika


Teilnehmer der PK zum WGTImmer häufiger werden Bakterien unempfindlich gegen Antibiotika. Der diesjährige Weltgesundheitstag stand deshalb unter dem Motto „DART – Gemeinsam Antibiotikaresistenzen verhüten und bekämpfen“. DART bezeichnet die „Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie“, die im November 2008 gemeinsam vom Bundesministerium für Gesundheit, dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie dem Bundesministerium für Bildung und Forschung verabschiedet und veröffentlicht worden ist.


Prävention von Herz-Kreislaufkrankheiten bei Frauen
 - Aktualisierte Leitlinien


Logo American Heart AssociationNoch immer unterschätzen Frauen ihr Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen. Die aktualisierten Leitlinien der „American Heart Association" betonen präventive Maßnahmen, die auch im Alltagsleben effektiv sind und soziale Faktoren bei der Umsetzung berücksichtigen. Die neuen Leitlinien verweisen außerdem auf Erkrankungen, die das Herzerkrankungsrisiko von Frauen erhöhen und bisher ebenfalls unterschätzt wurden. Dazu zählen die rheumatoide Arthritis, Lupus (Autoimmunerkrankung) und Schwangerschaftskomplikationen.



Netzwerk für Gesundheitsförderung D/A/CH in Wien gegründet


Logo des NetzwerksFachpersonen und Organisationen der Gesundheitsförderung aus Deutschland (D), Österreich (A) und der Schweiz (CH) haben Anfang April 2011 in Wien das „Netzwerk für Gesundheitsförderung D/A/CH“ ins Leben gerufen. Das Netzwerk will den fachlichen Austausch und die fachliche Weiterentwicklung im Bereich der Gesundheitsförderung im deutschsprachigen Raum fördern sowie insbesondere eine wirkungsvolle Integration von Wissenschaft, Praxis und Politik der Gesundheitsförderung unterstützen.


Grüne und SPD drängen auf ein Präventionsgesetz


BundestagDie Bundestagsfraktionen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der SPD haben jetzt je eigene Anträge für eine gesetzliche Regelung von Prävention und Gesundheitsförderung vorgelegt. Durch die Gründung eines "Nationalen Instituts für Prävention", das die SPD favorisiert bzw. die Gründung eines Bund-Länder-Arbeitskreises und eines "Nationalen Kompetenzzentrums für Qualität und Qualitätssicherung", das die Grünen anregen, soll ein neuer ordnungspolitischer Rahmen für Prävention gefunden werden. Beide Anträge sind noch nicht beraten.



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Seite zuletzt geändert am: 26.05.2011 12:14:00, ursprünglich angelegt am: 22.12.2009 14:10:00
Autor der Seite: Dr. Beate Robertz-Grossmann