Startseite : Prävention allgemein : Beiträge - 2009

Beiträge - 2009

„Gesunde Städte“ – Weltgesundheitstag am 7. April 2010


Vogelperspektive auf eine StadtMehr als die Hälfte der Weltbevölkerung wird nach Angaben der Vereinten Nationen bereits in diesem Jahr in Städten leben. Auch in Deutschland leben immer weniger Menschen auf dem Land. 1950 wohnten bereits 68% der Deutschen in einer Stadt. Bis 2020 wird diese Zahl auf 76% steigen. Damit liegt Deutschland im europäischen Durchschnitt. Doch die zunehmende Urbanisierung stellt für die Gesundheitsförderung und -versorgung eine Herausforderung dar. Mit der hohen Bevölkerungsdichte steigt die Gefahr übertragbarer Erkrankungen – und auch das Risiko gesundheitsschädlicher Auswirkungen von Umweltverschmutzungen wird größer. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verweist daher auf den engen Zusammenhang von Erhalt und Förderung der Gesundheit und einer gesundheitsförderlichen Entwicklung in den Städten. Mit der weltweiten Kampagne "1.000 Cities – 1.000 Lives" soll hierfür am Weltgesundheitstag, dem 7. April 2010, sensibilisiert werden.


Leitlinien zur Händehygiene in Krankenhäusern nur wirksam bei aktiver Implementierung


HändewaschenAls eine der unbestrittenen Ursachen zahlreicher schwerer bis tödlicher Infektionen bei KrankenhauspatientInnen gilt die fehlende oder mangelhafte Händehygiene von ÄrztInnen, Pflegekräften und auch PatientInnen. Lange Zeit glaubte man, das Problem durch Appelle an ethische oder professionelle Grundsätze wie dem des „zuerst einmal nicht schaden (primum non nocere)“ oder an den Reinlichkeitssinn bewältigen zu können. Studien im Ausland wie in Deutschland zeigten einerseits, dass Hygienemaßnahmen und darunter Händehygiene wirksame Maßnahmen zur Prävention zahlreicher Krankenhausinfektionen (darunter auch mit multi-resistenten Erregern) sind. Andererseits weist aber der aktuellste HTA-Bericht (Korczak/Schöffmann 2010) auf die „irritierend … stark unterschiedlichen Complianceraten“ bei der Händehygiene hin, die sich negativ auf die Gesamtwirkung auswirken dürften.


Prävention seelischer Erkrankungen bei Frauen


Gesicht einer Frau im ProfilPsychische Erkrankungen stellen bei Frauen die dritthäufigste Diagnose dar. Damit sind sie deutlich stärker betroffen als Männer. Besonders belastet sind berufstätige Frauen. Eine neue Broschüre des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) widmet sich nun der seelischen Beanspruchung von Frauen. Der Ratgeber, der vom Institut für Qualitätssicherung in Prävention und Rehabilitation GmbH entwickelt wurde, zeigt die Ursachen von psychischen Erkrankungen bei Frauen auf. Zur Vermeidung von Gesundheitsschäden werden im Ratgeber präventive Maßnahmen für den privaten und beruflichen Alltag beschrieben.


Einfluss von Sport auf die weibliche Psyche


Frau beim Walking - Sonne geht unterSport und körperliche Aktivität fördern die psychische Gesundheit. Mit diesem Zusammenhang befasst sich ein vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) herausgegebener neuer Ratgeber, der speziell auf die Bedürfnisse von Frauen zugeschnitten ist. Sportwissenschaftler und Psychologen des Zentrums für Gesundheit an der Deutschen Sporthochschule Köln haben eine Broschüre für fünf Phasen des Lebens einer Frau entworfen. Sie beschreiben detailliert, welche Veränderungen der weibliche Körper in welcher Phase erfährt und welchen Einfluss körperliche Aktivität hierauf haben kann. Übungsbeispiele, anschauliche Erklärungen und interaktive Elemente gestalten den Ratgeber praxisnah.


Präventionsstrategie statt Präventionsgesetz


Bild eines AktenstapelsEin Präventionsgesetz wird es mit der schwarz-gelben Koalition nicht geben. Der parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit, Daniel Bahr (FDP), erklärte, dass man die Entwicklung eines eigenen Präventionsgesetzes nicht weiter verfolgen wolle. Stattdessen sollen die Bemühungen um Prävention und Gesundheitsförderung in einer „nationalen Strategie“ erfasst werden. Bereits Anfang Februar stellte die SPD-Fraktion im Bundestag eine schriftliche Anfrage an die Bundesregierung. Sie wollte wissen, welche Maßnahmen Gesundheitsminister Rösler im Bereich der Prävention plane.


3. gemeinsamer Präventionskongress - Prävention und Gesundheitsförderung gemeinsam weiter entwickeln


Abbildung des Covers vom Flyer Präventionskongress„Die Stärkung von Prävention und Gesundheitsförderung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, an der eben aber auch alle mitwirken müssen“, so der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesgesundheitsministerium (BMG), Daniel Bahr MdB, in seiner Eröffnungsrede zum 3. gemeinsamen Präventionskongress am vergangenen Montag in Hannover. Rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren zu dieser vom BMG und der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG) ausgerichteten Veranstaltung zusammengekommen, um das Kongress-Motto „Prävention und Gesundheitsförderung gemeinsam weiter entwickeln“ zu konkretisieren.


SPD fordert Auskunft zur zukünftigen Präventionsstrategie


Relaxende Besucher im Park vor dem BundestagMit einer Kleinen Anfrage (17/681) zur „Stärkung der gesundheitlichen Prävention“ erkundigt sich die SPD-Fraktion im Bundestag nach der im Koalitionsvertrag angekündigten Präventionsstrategie der Bundesregierung. So möchten die SPD-Abgeordneten wissen, wie die Akteure – von den Kommunen über die Länder bis hin zur Krankenversicherung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft – in diese Strategie eingebunden werden und ob die Regierung ein Präventionsgesetz plant.


Prävention: GKV erhöht Anstrengungen


Logos der GKV und MDSDie gesetzlichen Krankenkassen (GKV) haben ihr Engagement im Bereich der Prävention weiter ausgebaut. Das geht aus dem Anfang dieses Jahres vorgelegten Präventionsbericht des GKV-Spitzenverbandes und des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDS) hervor. Jeder achte gesetzlich Versicherte profitierte demnach in 2008 von Präventionsangeboten seiner Kasse.


Wie Lobbying die Präventionspolitik beeinflusst


Beine von zwei Männern in dunklen Anzügen mit AktentaschenWas verstehen Politikerinnen und Politiker unter Prävention und welche Präventionsmaßnahmen bevorzugen sie? Dieser Frage ist der Journalist Dietmar Jazbinsek in seinem Beitrag „Ökonomische Kommunikation und die Rhetorik der Angst“ in der kürzlich erschienenen Ausgabe 04/2009 der Zeitschrift „prävention“ nachgegangen. Er kommt zu der Erkenntnis, dass der „policy mix“ von verhaltens- und verhältnispräventiven Maßnahmen in der Praxis oft nur ein unausgewogenes Mischverhältnis darstellt: Während sehr viel Mühe darauf verwendet werde, die Ansätze zur Verhaltensprävention zu optimieren, würden Initiativen zur Verhältnisprävention nur zögerlich verfolgt. Und dieses Ungleichgewicht, so der Autor, habe mit dem Einfluss der Wirtschaftslobby auf die Präventionspolitik zu tun.


Ein gesunder Lebensstil ist zur Prävention von Diabetes effektiver als Medikamente


Beine joggender MenschenDie Prävention von Diabetes mellitus Typ 2 (die meist erst nach dem 30. Lebensjahr auftritt) ist gesundheitspolitisch von großer Bedeutung, da eine Therapie (im Sinne von "Heilung") nur sehr begrenzt möglich ist und eine Vielzahl von Begleit- und Folgeerkrankungen beobachtet wurde - von Herzinfarkt und Niereninsuffizienz bis hin zur Erblindung und Fußamputation. Nach einer Diagnose erhöhter Blutzuckerwerte wird vom Arzt anfänglich recht häufig das Medikament Metformin verordnet, das die Neubildung von Glukose (Traubenzucker) in der Leber hemmt und auch die Aufnahme von Glukose im Darm verzögert. Nicht selten wird diese Arzneimittelverordnung dann auch über längere Zeit beibehalten.



Seite 24 von 31 <zurück 1 ← 22 23 24 25 26 → 32 > weiter 



Seite zuletzt geändert am: 06.04.2010 09:57:00, ursprünglich angelegt am: 22.12.2009 14:10:00
Autor der Seite: Dr. Beate Robertz-Grossmann