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Arbeitshilfe für die kommunale Gesundheitsförderung


Mittwoch, 10. März 2010

Arbeitshilfe für die kommunale Gesundheitsförderung


Frau mit RollatorKommunale Akteure spielen auf Grund ihrer Nähe zur Lebenswelt der Bürger für die Prävention und Gesundheitsförderung eine entscheidende Rolle. Eine von der Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz der Stadt Hamburg im Dezember 2009 herausgegebene Arbeitshilfe zeigt, wie die Vernetzung lokaler Organisationen gelingen kann. Am Beispiel einer Arbeitshilfe zur Bewegungsförderung und Sturzprävention Älterer werden die wesentlichen Arbeitsschritte und Informationsquellen für örtliches Engagement benannt. Die Arbeitshilfe liegt als CD-ROM vor und ist das Produkt eines Kooperationsprojektes des Gesunde-Städte-Netzwerkes und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Die Fokussierung auf die Bereiche Mobilität und Sturzprävention bei Senioren ist als Beispiel für die kommunale Gesundheitsförderung zu verstehen. Durch die Verknüpfung mit vielfältigen Bereichen des Lebens, der Ernährung, der körperlichen Aktivität und der sozialen Teilhabe, bietet sich die Sturzprävention zur exemplarischen Darstellung der Gesundheitsförderung an. Ziel der Arbeitshilfe ist es, die Förderung der Gesundheit, als bedeutsamer Determinante der Lebensqualität, durch die Vermittlung praxisnaher Informationen zu stärken.

Die Arbeitshilfe untergliedert sich in drei Teilbereiche. In einem "Basismodul" werden die sechs Schritte des Projektzyklus’ des Arbeitskreises Sturzprävention detailliert beschrieben. Durch die praxisorientierte Darstellung der Projektstrukturen - von der Ausgangsanalyse, über die Planung und Implementation eines lokalen Konzeptes der Prävention, bis zur Evaluation - können so Informationen für Projekte in anderen Kommunen gewonnen werden.

Im "Vertiefungsmodul" werden weitergehende Informationen angeboten. Dabei handelt es sich um grundlegende Begriffsdefinitionen, aber auch um Statistiken zur Soziodemographie. Ebenso werden die Ursachen für Stürze und ihre Folgen dargestellt. Durch die aufgeführten Literaturverzeichnisse bekommen Akteure in anderen Kommunen zahlreiche Hinweise auf weitere Informationsquellen.

Im Modul "Praxisbeispiele" werden konkrete Aktionen zur Bewegungsförderung und Sturzprävention vorgestellt. Hier finden sich Anregungen, wie die Kampagne "Mitgehen am Mittwoch" des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG). Durch eine öffentlichkeitswirksame Aufforderung, sich an jedem Mittwoch mindestens 3.000 Schritte zu bewegen, soll die Mobilität der Bevölkerung verbessert werden. Ein anders Beispiel aus der Praxis ist der Selbsttest zur Ermittlung der eigenen Sturzgefahr. Zu allen Ausführungen werden Internetlinks oder umfassende Hintergrundinformationen geliefert.

Adressaten der Arbeitshilfe sind kommunale Fachkräfte. Durch die umfangreiche Informationssammlung können eigene Anstrengungen zur Recherche von Informationen und Praxisbeispielen reduziert werden. Auch für kleinere Gemeinden sind ähnliche Projekte zur kommunalen Gesundheitsförderung möglich. Auf Grund der geringeren Anzahl an relevanten Akteuren ist die Netzwerkarbeit in der Regel übersichtlicher.


Bei Interesse an der Arbeitshilfe wenden Sie sich bitte an ein Mitglied des Gesunde-Städte-Netzwerkes und fragen nach einer Kopie. Eine Übersicht über die Mitglieder des Netzwerkes finden Sie hier.



Seite erstellt am: 10.03.2010 14:08:00
Autor der Seite: Felix Lüken
Quelle: Freie und Hansestadt Hamburg (Hrsg.): „Mehr Gesundheit im Alter - Arbeitshilfe für Bewegungsförderung und Sturzprävention im Alter am Beispiel des Hamburger Arbeitskreises Sturzprävention“