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Prävention seelischer Erkrankungen bei Frauen


Freitag, 19. März 2010

Prävention seelischer Erkrankungen bei Frauen


Gesicht einer Frau im ProfilPsychische Erkrankungen stellen bei Frauen die dritthäufigste Diagnose dar. Damit sind sie deutlich stärker betroffen als Männer. Besonders belastet sind berufstätige Frauen. Eine neue Broschüre des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) widmet sich nun der seelischen Beanspruchung von Frauen. Der Ratgeber, der vom Institut für Qualitätssicherung in Prävention und Rehabilitation GmbH entwickelt wurde, zeigt die Ursachen von psychischen Erkrankungen bei Frauen auf. Zur Vermeidung von Gesundheitsschäden werden im Ratgeber präventive Maßnahmen für den privaten und beruflichen Alltag beschrieben.

Psychischen Belastungen sind Frauen in verschiedenen Bereichen ihres Lebens ausgesetzt: im Berufsalltag, in der Partnerschaft oder in der Familie. Typische Frauenberufe haben häufig einen pflegerischen, betreuungs- oder dienstleistungsintensiven Charakter. Damit steigt die Gefahr eines Burn-outs. Verstärkt werden die seelischen Risiken durch schlechte Bezahlung, geringe Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten und wenig Mitspracherecht.

Auch eine Partnerschaft kann psychische Beeinträchtigungen verursachen. Durch eine gestörte Kommunikation mit dem Partner oder fehlende Anerkennung in der Beziehung steigt die Gefahr von Gesundheitsstörungen. Der ungewollte Single-Status von allein stehenden Frauen ist eine Quelle für Vereinsamung und Depression.

Das Familienleben wird für Frauen belastend, wenn sie den Eindruck gewinnen, durch eine ungleiche Verteilung von Verantwortung und Arbeit überfordert zu werden. Die fehlende Fähigkeit, sich abzugrenzen und Forderungen von Familienmitgliedern auch mal zurückzuweisen, verstärkt die Belastung.

Die Broschüre "Leben in Balance" hilft Frauen, sich ein eigenes Bild von ihrer gegenwärtigen Belastungssituation zu machen und Verbesserungspotenziale zu identifizieren. Dazu werden praktische Anleitungen zur Selbstreflexion gegeben. Die Beschreibungen zur betrieblichen Gesundheitsförderung machen deutlich, dass auch Arbeitgeber einen Beitrag zur psychischen Gesundheit seiner Mitarbeiterinnen leisten können. Beispiele von "good practice" zeigen, welche Möglichkeiten es in Firmen gibt, die Vereinbarkeit von Beruf- und Privatleben zu verbessern.

Die Broschüre steht als pdf-Datei zum Download zur Verfügung. Sie finden sie hier.

Die kostenlose Druckversion der Broschüre können Sie unter Angabe der Bestellnummer (BMG-G-07014) hier ordern.



Seite zuletzt geändert am: 19.03.2010 10:28:00, ursprünglich angelegt am: 18.03.2010 13:29:00
Autor der Seite: Felix Lüken
Quelle: Bundesministerium für Gesundheit (Hrsg.) (2010): „Leben in Balance – seelische Gesundheit von Frauen“.