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Startseite : Gesund altern : Aktives Altern älterer Migranten
Aktives Altern älterer Migranten
Aktives Altern älterer Migranten - Praktische Hinweise zur sozialen Integration
Ja, auch Migranten und Migrantinnen altern. Aus den „Gastarbeitern“ der 60er und 70er Jahre sind mittlerweile Rentner und Rentnerinnen geworden. Und ihre Lage ist nicht immer die beste. Mehr als jede vierte Person mit Migrationshintergrund im Alter über 65 Jahren war 2005 von Armut bedroht. Bei den Nicht-MigrantInnen war es dagegen jede zehnte Person. Die Armut hat Einfluss auf die Gesundheit und die soziale Teilhabe. Das Projekt „Aktives Altern von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in Europa“ hat das Ziel, die soziale, kulturelle und wirtschaftliche Integration von MigrantInnen zu fördern. Beispiele aus ganz Europa zeigen, dass die Einbindung von älteren Zuwanderern und Zuwanderinnen in Vereinen und Projekten gelingen kann.
Ob
GastarbeiterInnen, AussiedlerInnen, AsylbewerberInnen, Flüchtlinge oder andere
Menschen mit einem Migrationshintergrund - sie alle werden älter. Migranten machen
etwa 8,4% der Personengruppe ab 65 Jahren aus. Das nordrhein-westfälische
Integrationsministerium (MGFFI) und die Europäische Kommission haben 2007 das
Projekt "Active Ageing of Migrant Elders across Europe" ("Aktives Altern von Menschen
mit Zuwanderungsgeschichte in Europa") ins Leben gerufen. Durch ehrenamtliche
Helfer sollen mit und für Migrantinnen und Migranten neue Angebote geschaffen
werden: in den Bereichen Bildung, Pflege, Bildung, Freizeit, Kultur und Marketing.
Die
Zuwanderer sollen ihre Stärken und Kenntnisse in die Vereinsarbeit einbringen.
Auf der anderen Seiten sollen aber auch Angebote entstehen, die die SeniorInnen
beispielsweise zum Sport oder zu gemeinsamen kulturellen Unternehmungen einladen.
Der SV Hellas Bochum e.V. Ellassport ist ein Beispiel dafür. Er motiviert
ältere Menschen, am Seniorentraining teilzunehmen. Anders als der Name des
Vereins vermuten lässt, sind auch Deutsche und Türken Mitglied. Die sportliche
Betätigung fördert damit nicht nur die eigene Gesundheit, sondern auch den
kulturellen Austausch.
Eine
Broschüre mit Beispielen guter Praxis des Projektes finden Sie hier. Neben den
Projektbeschreibungen und Kontaktdaten der Ansprechpartner sind in der
Broschüre auch praktische Empfehlungen für die ehrenamtliche Arbeit mit älteren
MigrantInnen aufgeführt.
Der
Projektbericht liefert eine Situationsbeschreibung älterer MigrantInnen in der
EU und dokumentiert den Verlauf des Projektes. Sie finden den Bericht hier.
Die gedruckte Fassung der Broschüre zur guten Praxis (Veröffentlichungsnr. 1105) und des Projektberichtes (Veröffentlichungsnr. 1106) können Sie hier anfordern.
Quellen:
Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.) (2010): "Bericht über das Projekt - Aktives Altern älterer Menschen mit Zuwanderungsgeschichte vom 01.12.2007 bis 30.11.2009".
Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes
Nordrhein-Westfalen (Hrsg.) (2010): "Aktives Altern älterer Menschen mit Zuwanderungsgeschichte - Gute Beispiele in Europa".
Seite erstellt am: 14.04.2010 11:22:00, zuletzt geändert am: 20.04.2010 07:22:00
Redaktion der Seite: Felix Lüken
Quelle: siehe Text
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