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Mai 2010

Liebe Leserinnen und Leser,

der aktuelle Newsletter steht ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit. Wir stellen Ihnen die "Kooperation für nachhaltige Präventionsforschung" vor, geben Ihnen Hinweise auf Literatur zu nachhaltigen Projekttransfers, zeigen wie schwer es ist, das Normalgewicht nachhaltig zu erreichen und halten nach, was der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes e.V. in den letzten 60 Jahren gemacht hat.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen.

Ihre Redaktion

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Inhalt

Dieser Newsletter informiert Sie über folgende Themen:

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Kooperation für nachhaltige Präventionsforschung

Die wissenschaftliche Fundierung von Maßnahmen der primären Prävention und Gesundheitsförderung muss gestärkt werden. Aus diesem Grund richtete das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) den Förderschwerpunkt Präventionsforschung (2004 bis 2012) ein. In den bisher rund 60 geförderten Forschungsprojekten stehen praxisnahe Fragestellungen im Mittelpunkt: Wie (kosten-)effektiv sind einzelne Programme? Über welche Ansprachewege sind bestimmte Zielgruppen besonders gut zu erreichen? Wie kann die Qualität einer Maßnahme fortwährend gesichert werden? Damit die Ergebnisse dieser Forschungsansätze eine noch breitere Anwendung finden, hat das BMBF im letzten Jahr zusätzlich die "Kooperation für nachhaltige Präventionsforschung" (KNP) initiiert. Diese geht nun mit einer Internetplattform ins Netz.

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Strategiepapier zur Gesundheitsförderung

Kommunale Fonds, eine Gemeinwohlsteuer und ein eigenes Sozialgesetzbuch für Prävention und Gesundheitsförderung - das sind die Mittel für eine nachhaltige Förderung der Gesundheit. So schlägt es zumindest die Studiengruppe "Gesundheitsförderung und -management in Europa" der Hochschule Magdeburg-Stendal in einem gerade erschienenen Strategiepapier vor. Der demografische Wandel und die zunehmende soziale Ungleichheit der Gesundheitschancen erfordern eine Wende in der Sozialpolitik. Die Magdeburger machen konkrete Vorschläge, wie diese Wende aussehen könnte.

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Projekttransfer für mehr Nachhaltigkeit

Wieso gibt es in der Prävention und Gesundheitsförderung immer wieder erfolgreiche Projekte, aber selten eine flächendeckende Umsetzung? Liegt das an den lokalen Besonderheiten der Projekte oder an einem mangelnden Transfer von Wissen? Nicht allen Projektleitern dürften die Möglichkeiten, die ein Projekttransfer eröffnet, bewusst sein. Aber auch die Methoden zur Verbreitung von Projektwissen sind nicht immer bekannt. Eine offene Verbreitung von Projektwissen - über Publikationen, Homepages und Vorträge - ist nur eine von mehreren Möglichkeiten. Eine Publikation der Bertelsmann Stiftung und des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen e.V. beschreibt detailliert, welche Arten von Projekttransfer es gibt und welche Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Projektgeber und Projektnehmer erfüllt sein müssen.

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Recht haben und Recht behalten

Der Verlust der Gemeinnützigkeit als Folge eines Projektstransfers kann für Organisationen Existenz bedrohend sein. Daher sollten Projektgeber und -nehmer vor einem Transfer der Projektinhalte die rechtlichen Rahmenbedingungen kennen. Beide sollten sich zunächst einen Überblick über die Möglichkeiten der Verbreitung verschaffen. Denn je nach Kooperationsform - offene Verbreitung, Social Franchising oder Filialbildung - ergeben sich unterschiedliche rechtliche Konsequenzen. Der Ratgeber "Auf der sicheren Seite" gibt wichtige Hinweise und praktische Tipps für einen reibungslosen Transfer. Die Publikation ist im Rahmen des Projektes "Effekt hoch n" entstanden, einem Kooperationsprojekt des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen und der Bertelsmann Stiftung.

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Aufwand körperlicher Aktivität, um langfristig Normalgewicht zu halten, höher als erwartet

Regelmäßige körperliche Bewegung gilt neben einer "vernünftigen" Ernährung als ein wichtiger Einflussfaktor, um das Körpergewicht langfristig im Normalbereich zu halten und als Garant für einen substantiellen gesundheitlichen Nutzen. Mehrere Leitlinien empfehlen, sich dafür wenigstens 150 Minuten pro Woche moderat bis intensiv zu bewegen - dies entspricht 7,5 sogenannter "metabolic equivalents" ("MET") Stunden pro Woche. Reichen aber etwas mehr als täglich 20 Minuten dauerndes Walking, strammes Spazierengehen oder Joggen wirklich für den genannten Nutzen aus? Eine der ernüchternden Antworten aus einer gerade abgeschlossenen Studie in den USA lautet: Nein - es bedarf weiterer Voraussetzungen für den Erfolg.

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Senken körperliche Trainingsprogramme die Krankmeldungen von Rückenschmerzpatienten?

Tragen körperbezogene Konditionsprogramme für Erwerbstätige mit akuten, subakuten oder chronischen Rückenschmerzen im Vergleich zur normalen, überwiegend symptomatischen medizinischen Behandlung dazu bei, dass diese Beschäftigten weniger oder kürzer krank sind? Diese Frage konnte auch durch die jetzt veröffentlichte, bis 2008 reichende Aktualisierung eines erstmals 2003 erarbeiteten Cochrane-Reviews nicht eindeutig und fundiert beantwortet werden. In den dafür zu Rate gezogenen 23 randomisierten Kontrollstudien fanden die Wissenschaftler bei Erwerbstätigen mit akuten Rückschmerzen keine Wirkung der Konditionsprogramme. Bei Personen mit subakuten Rückenschmerzen war das Wirkungsbild nicht einheitlich. Gab es aber positive Wirkungen, dann nur geringe und auch erst dann, wenn Arbeitsplatzbedingungen mitberücksichtigt wurden. Kombinationen von Körpertrainingsprogrammen mit einer kognitiven Verhaltenstherapie erhöhten deren Wirksamkeit nicht.

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Engagement für die Gesundheit der Bevölkerung

Auf 60 Jahre Prävention, Information und Weiterbildung blickt aus Anlass seiner Gründung im Jahr 1950 der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes e.V. (BVÖGD) zurück. Der Bundesverband versteht sich einerseits als wissenschaftliche Fachgesellschaft für die Medizinerinnen und Mediziner des Gesundheitsdienstes. Andererseits nimmt er auch gewerkschaftliche Aufgaben wahr. Die lange Geschichte des BVÖGD, seine Entstehung und Entwicklung, sowie besondere Tätigkeitsschwerpunkte werden nun in der Jubiläumspublikation "Engagement für die Gesundheit der Bevölkerung" beschrieben.

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Land adieu, Stadt salut

Rückbau, Umbau, Neubau - der demografische Wandel hat massiven Einfluss auf die Gesichter der Städte. Das Ruhrgebiet, Nordhessen und Teile Ostdeutschlands haben mit Leerstand ganzer Wohnsiedlungen zu kämpfen. In Großstädten wie Hamburg, Berlin und Köln wächst dagegen die Bevölkerungszahl stetig. Sozial Schwache und ältere Menschen, die sich einen Umzug in die Stadtzentren nicht leisten oder vorstellen können, werden auf dem Land und in den Randbezirken verbleiben. "Faktisch läuft das auf soziale Ausgrenzung hinaus", resümiert der Soziologe Hartmut Häussermann. Passend zum diesjährigen Motto des Weltgesundheitstages, "Gesunde Städte", hat die Zeitschrift WirtschaftsWoche die Serie "Zukunft der Städte - Städte der Zukunft" veröffentlicht.

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Terminankündigungen

Auf folgende Veranstaltungen in den kommenden Wochen möchten wir Sie besonders aufmerksam machen:

"Entwicklung und Durchführung von Angeboten zur Bewegungsförderung für ältere Menschen: Qualitätsentwicklung mit 'quint-essenz'"; Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V.; 10. Juni 2010, Hannover. Link ...

"Jede Bewegung zählt...! Bewegungsförderung für ältere Menschen in Kommune und Stadtteil"; Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V.; 21. Juni 2010, Hamburg. Link ...

Fachtagung ''Familiengesundheitspflege - Innovative Ansätze für drängende Fragen: Erste Erfahrungen und Beispiele''; DBfK-Bundesverband; 22. Juni 2010, Berlin. Link ...

Fachtagung "Seniorenheime auf Gesundheitskurs, Ernährung im Alter als Kommunikationsaufgabe"; Bremer Heimstiftung in Zusammenarbeit mit dem Bremer Institut für Präventionsforschung und Sozialmedizin (BIPS); 22. Juni 2010, Bremen. Link ...

Fortbildung "Propriozeptives Training als Grundlage der Sturzprophylaxe"; Berufsverband staatlich geprüfter Gymnastiklehrerinnen und -lehrer, Deutscher Gymnastikbund DGYMB e.V.; 18.-19. September 2010, Bonn. Link ...

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Hinweise auf weitere Präventionsveranstaltungen finden Sie unter www.bvpraevention.de in der Rubrik "Termine". Wenn Sie als Mitglied auf eine Präventionsveranstaltung von Ihnen hinweisen möchten, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung unter kt@bvpraevention.de.

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