Kurzexpertise


Mittwoch, 23. Juni 2010

Rauchverbote schützen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen


Die von der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG) in Auftrag gegebene Kurzexpertise „Rauchverbote schützen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen“ gibt einen Überblick über den internationalen wissenschaftlichen Stand der medizinischen Forschung zu dieser Problematik. Das eindeutige Ergebnis: nach der Einführung von Rauchverboten sinkt die Zahl der Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich.

Studien zu den Rauchverboten in Teilen der USA, Kanadas, Italiens und anderer Länder belegen, dass es einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der Einführung von Rauchverboten und der Reduzierung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen gibt. Die Gesundheitswissenschaftler Dr. Bernard Braun und Dr. Gerd Marstedt vom Zentrum für Sozialpolitik an der Universität Bremen haben im Auftrag der BVPG eine Übersicht mit den wichtigsten internationalen systematischen Studien, Reviews und Meta-Analysen zusammengestellt.

Sie kommen zu dem Ergebnis, dass die Forschungslage eindeutig ist: Ein absolutes Rauchverbot, z.B. in Gaststätten, erhöht die Gesundheit der Bevölkerung. Gleichzeitig scheinen Verbote, die Ausnahmeregelungen zulassen - etwa spezielle Raucherbereiche - kaum etwas zum Schutz der Bevölkerung beizutragen.

Ein Großteil der zitierten Untersuchungen basiert auf Kontrollstudien: Regionen, in denen Rauchverbote eingeführt wurden, wurden mit Orten in der Nachbarschaft verglichen, in denen kein Verbot durchgesetzt wurde. Im Vergleich wird deutlich, dass die gesunkene Zahl der Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf die Rauchverbote zurückgeführt werden kann.

 

Die Publikation "Rauchverbote schützen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen" von Dr. Bernard Braun und Dr. Gerd Marstedt finden Sie hier.



Seite zuletzt geändert am: 23.06.2010 13:44:00, ursprünglich angelegt am: 22.06.2010 11:48:00
Autor/-in der Seite: Felix Lüken
Quelle: Dr. Bernard Braun, Dr. Gerd Marstedt