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Juni 2010

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Leserinnen und Leser,

am 4. Juli entscheiden die Bayern in einem Volksentscheid über die Zukunft des Nichtraucherschutzes in ihrem Land. Die Initiative "Volksbegehren Nichtraucherschutz" hat einen Gesetzentwurf zum umfassenden Rauchverbot in Gaststätten verfasst. Ausnahmen - wie das Rauchen in Festzelten und Raucherclubs - sollen damit der Vergangenheit angehören. Die Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG) unterstützt den Volksentscheid. Aus diesem Grund haben wir den aktuellen Newsletter ganz der Tabakprävention gewidmet.

Wir möchten Sie besonders auf die Kurzexpertise "Rauchverbote schützen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen" aufmerksam machen. Sie bietet einen Überblick über die aktuellen Ergebnisse der internationalen Forschung und kommt zu einem eindeutigen Schluss: nur ausnahmslose Rauchverbote schützen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen -

Ihre Redaktion

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Inhalt

Dieser Newsletter informiert Sie über folgende Themen:

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Volksentscheid für den Nichtraucherschutz

Am 4. Juli wird in Bayern gewählt - zwischen einem Nichtraucherschutz mit vielfältigen Lücken und einem umfassenden Rauchverbot in der Gastronomie. Im März 2007 hatte der bayerische Landtag das Gesetz zum Nichtraucherschutz verabschiedet. Ausnahmen von dieser Regelung gab es nicht. Erst in der Folgezeit wurde das Gesetz nach und nach aufgeweicht: Zunächst wurden nur Bier-, Wein- und Festzelte vom Rauchverbot ausgenommen, mittlerweile betrifft dies aber auch kleine Kneipen und Nebenräume in Diskotheken und Gaststätten. Aus diesem Grund haben die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP), Pro Rauchfrei, der Ärztliche Arbeitskreis Rauchen und Gesundheit e.V. und die Nichtraucher-Initiative München zum Volksentscheid aufgerufen.

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Rauchverbote schützen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Die von der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG) in Auftrag gegebene Kurzexpertise "Rauchverbote schützen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen" gibt einen Überblick über den internationalen wissenschaftlichen Stand der medizinischen Forschung zu dieser Problematik. Das eindeutige Ergebnis: nach der Einführung von Rauchverboten sinkt die Zahl der Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich.

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Wirtschaftliche Verluste im Gaststättengewerbe durch Rauchverbote geringer als befürchtet

Die in den deutschen Bundesländern eingeführten Rauchverbote haben kurzfristig und anders als in anderen Ländern (z.B. den USA mit einer allerdings geringeren Raucherquote) zu Umsatzeinbußen im Gastgewerbe geführt. Diese fielen jedoch schwächer aus als von vielen Gastwirten befürchtet. Zusammen mit der 2007 eingeführten elektronischen Alterserkennung sorgten die Rauchverbote in der Gastronomie auch für sinkende Umsätze an Zigarettenautomaten. Zu diesen Ergebnissen kommen drei Untersuchungen des "Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI)" in Essen rund um das Thema "Rauchen" auf Grundlage unterschiedlicher Daten.

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Zustimmung zu Rauchverboten wächst

Nach der Einführung von Rauchverboten steigt die Zustimmung zum Nichtraucherschutz in der Bevölkerung stetig an - das gilt für Deutschland, aber auch für Länder wie Irland, Frankreich und die Niederlande. Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) hat in einer neuen Publikation eine Bestandsaufnahme der deutschen Erfahrungen mit den Rauchverboten in Gaststätten vorgenommen und diese in einen internationalen Kontext gesetzt.

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Im Dienste der Rauchfreiheit - Infoset für Nichtraucher-Initiativen

Wissen ist Macht! - aus diesem Grund stellt die Nichtraucher-Initiative Deutschland e.V. (NID) auf ihrer Homepage allen an Tabakprävention interessierten Personen ein umfangreiches Informationsset zur Verfügung. Dazu gehören beispielsweise Broschüren zum Nichtraucherschutz am Arbeitspatz, in der Gastronomie und für Kinder und Jugendliche. Ein breites Sortiment an Postern und Informationsblättern ist auch für Multiplikatoren zur Unterstützung eigener Präsentationen sehr gut geeignet.

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Was tut sich in der Tabakprävention?

Ob es um Tabakwerbung, Tabakpolitik im internationalen Kontext oder die technische (Un-)Möglichkeit der Vermeidung von Passivrauchen geht - das Aktionsbündnis Nichtrauchen (ABNR) informiert in seinen ABNR-Positionen über den aktuellen wissenschaftlichen und politischen Stand der Tabakprävention. Das Bündnis aus zehn großen nicht-staatlichen Gesundheitsorganisationen hat sich zum Ziel gesetzt, den Einstieg ins Rauchen zu verhindern, Raucherinnen und Rauchern beim Ausstieg zu helfen und Passivrauch zu bekämpfen.

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Frauen rauchen anders

Rauchen erfüllt bei Frauen eine andere Funktion als bei Männern. Frauen rauchen vor allem, um Stress zu reduzieren. Stress wird damit auch zum Risiko für einen Rauchstopp. Ein weiteres Hindernis ist die Angst vor einer Gewichtszunahme nach dem Aufhören. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat im Mai einen eigenen Themenschwerpunkt "Frauen und Rauchen" in dem Internetportal "rauchfrei!" eingerichtet, um den Bedürfnissen, Erwartungen und Möglichkeiten von Frauen gerecht zu werden.

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Schwangerschaft und Passivrauchen - Schützen Sie Ihre Familie!

Unter Asthma, Bronchitis und erhöhtem Blutdruck haben Kinder zu leiden, die während der Schwangerschaft der Mutter Tabakrauch ausgesetzt sind. Und auch ein erhöhtes Risiko für den plötzlichen Kindstod, für Gesichtsspalten und für Frühgeburten sollten keine Mutter und kein Vater in Kauf nehmen. Die jetzt erschienene Publikation "Schutz der Familie vor Tabakrauch" des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) macht auf die schwerwiegenden Folgen des Passivrauchens für Kinder und Schwangere aufmerksam und ruft die Politik zum Handeln auf.

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Tabakprävention für Frauen

Jede siebte Schwangere raucht. Das sind zumindest die offiziellen Angaben. Die Dunkelziffer liegt, so die Initiative Frauen Aktiv Contra Tabak e.V. (FACT), vermutlich deutlich höher. Anders als bei den Männern, bei denen die Raucherrate in den letzten 20 Jahren kontinuierlich gesunken ist, ist die Zahl der Raucherinnen lange Zeit gestiegen. Erst in den letzten Jahren reduziert sie sich auch beim weiblichen Geschlecht. Mit dem "Kölner Appell" richtet sich FACT an Politiker, Fachverbände der Gesundheits- und Sozialberufe sowie Krankenkassen und ruft zu einer geschlechtersensiblen Tabakprävention auf.

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Rauchfrei beim Zahnarzt - Drei Minuten reichen aus!

Wenn ein Zahnarzt drei Minuten in die Beratung eines rauchenden Patienten investiert, hat das schon einen signifikanten Effekt. Auch Arzthelferinnen und -helfer können einen wesentlichen Beitrag zur Tabakentwöhnung beitragen, indem Sie den Patienten Informationen - etwa zu Hilfsangeboten - zur Verfügung stellen. Das Deutsche Krebsforschungszentrum und die Bundeszahnärztekammer haben daher die Publikation "Rauchen und Mundgesundheit" herausgebracht. Sie soll Zahnarztpraxen bei der Raucherberatung unterstützen.

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Terminankündigungen

Auf folgende Veranstaltungen in den kommenden Wochen möchten wir Sie besonders aufmerksam machen:

"Gesundheit fördern - Qualität sichern"; Forum Gesundheitliche Chancengleichheit; 13. Juli 2010, München. Link ...

Abschluss-Symposium "Projekt Sturzprävention im Setting vollstationäre Pflegeeinrichtungen"; AOK Bayern; 16. Juli 2010, München. Link ...

"3. Gesundheitsgipfel - Führung und die vielfältigen Potenziale der Beschäftigten"; DGB Bildungswerk e.V.; 08.-11. August 2010, Grainau. Link ...

Fachtagung "Suchtbehandlung und hausärztliche Versorgung: Erkennen, Steuern, Handeln"; Fachverband Sucht e.V. & Bundesärztekammer; 21. September 2010, Berlin. Link ...

Kongress "Individualisierte Prävention und Epidemiologie: Die moderne Medizin"; Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention, Deutsche Gesellschaft für Epidemiologie, European Union of Medicine in Assurance and Social Security (EUMASS); 21.-25. September 2010, Berlin. Link ...

Abschlusstagung "Prävention und Gesundheitsförderung in Kindertageseinrichtungen in Quartieren mit besonderen Problemlagen"; Kooperationsprojekt des Zentrum für Kinder- und Jugendforschung an der Ev. Hochschule Freiburg, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und der Alice-Salomon-Hochschule Berlin; 23. September 2010, Frankfurt a. M. Link ...

"Qualität im Handlungsfeld Sport und Gesundheit"; Jahrestagung der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaften (DVS); 30. September-01. Oktober 2010, Vechta. Link ...

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Hinweise auf weitere Präventionsveranstaltungen finden Sie unter www.bvpraevention.de in der Rubrik "Termine". Wenn Sie als Mitglied auf eine Präventionsveranstaltung von Ihnen hinweisen möchten, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung unter kt@bvpraevention.de.

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