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Startseite : IN FORM : Serie mit Gewicht
Serie mit Gewicht: Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen als Themenschwerpunkt im Bundesgesundheitsblatt
Serie mit Gewicht
Welche Ursachen hat Übergewicht und welche Gruppen sind davon besonders betroffen? Das Bundesgesundheitsblatt widmet sich in vier Ausgaben dem Thema „Adipositas“. Ausgangspunkt ist die Untersuchung der Verbreitung von Fettleibigkeit und deren Ursachen. Dazu werden unterschiedliche Erklärungsansätze vorgestellt: genetische Ursachen, körperliche (In-)Aktivität oder auch soziale Ungleichheit.
Starkes Übergewicht (Adipositas) gehört zu den größten Risikofaktoren für die Gesundheit. Die Verbreitung von Übergewicht und Adipositas ist weltweit, auch in Deutschland, angestiegen. In Deutschland haben 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen Übergewicht, bei mehr als einem Drittel von ihnen (6 % aller Kinder und Jugendlichen) ist es so ausgeprägt, dass man von Adipositas spricht. Damit werden häufig schon in jungen Jahren die Weichen gestellt für schwerwiegende Folgeleiden.
Übergewicht kann bereits bei Kindern zu Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen oder Störungen im Zuckerstoffwechsel führen und leistet zahlreichen Spätfolgen im Erwachsenenalter Vorschub. Zudem wird Übergewicht als psychosoziale Belastung empfunden. Man spricht bei Kindern und Jugendlichen von Übergewicht, wenn der Body-Mass-Index (Gewicht geteilt durch die Körpergröße im Quadrat) höher ist als bei 90 % aller Kinder gleichen Alters und Geschlechts. Ist der Body-Mass-Index höher als bei 97 % aller Kinder gleichen Alters und Geschlechts, spricht man von Adipositas (bei Erwachsenen gibt es dagegen feste BMI-Werte als Grenze zu Übergewicht und Adipositas).
Das Bundesgesundheitsblatt bietet mit seiner Reihe einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand und diskutiert auch die Schwierigkeiten in der Datenerhebung und -interpretation.
Der erste Beitrag in der jetzt erschienenen Juli-Ausgabe beschreibt die derzeitige Verbreitung (Prävalenz) von Übergewicht und Adipositas sowie die Daten- und Referenzbasis. Seit der Publikation der Ergebnisse des vom Robert Koch-Institut (RKI) durchgeführten Kinder- und Jugendgesundheitssurveys KiGGS gibt es deutschlandweit repräsentative Prävalenz-Daten. Thema des zweiten Beitrags sind die weltweite Situation und die Ansätze, die Daten zwischen den Ländern zu vergleichen. Die weiteren Themen sind die möglichen Ursachen von Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen, der Einfluss frühkindlicher Ernährung, die genetische Veranlagung, physiologische Mechanismen (zum Beispiel die Energieaufnahme), das Ernährungsverhalten, Bewegungsmangel, sozialer Status sowie die Lebensumwelt (zum Beispiel durch die hohe Verfügbarkeit von Lebensmitteln oder die Automatisierung unseres Berufs- und Alltagslebens).
Das zweite Heft wird sich mit der Primärprävention befassen. In einem weiteren, dritten Heft steht dann die Therapie der Adipositas im Zentrum. Den Abschluss der Reihe bildet ein Band, der sich mit den Folgeerkrankungen der Fettleibigkeit auseinandersetzt.
Das Bundesgesundheitsblatt wird herausgegeben von den Bundesinstituten im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit. Das RKI ist Sitz der Redaktion. Die Monatszeitschrift ist über den Buchhandel erhältlich oder beim Verlag (Tel: 06221-345-4303, E-Mail subscriptions@springer.de), die Abstracts der Beiträge unter www.bundesgesundheitsblatt.de.
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz (2010): "Adipositas: Epidemiologie und Ätiologie bei Kindern und Jugendlichen"; Springer Verlag GmbH; Band 53; Heft 7; Juli 2010; S. 525-640; Preis: 13,50 €.
Seite erstellt am: 23.07.2010 11:52:00
Redaktion der Seite: Dr. Beate Robertz-Grossmann
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