Wie wirksam ist Sport zur Prävention von Osteoporose und anderen Erkrankungen, die mit der Knochendichte zusammenhängen? Mit dieser Frage beschäftigte sich eine finnisch-australische Forschungsgruppe. Die Forscherinnen und Forscher erstellten dazu ein systematisches Review und eine Metaanalyse über zehn randomisiert-kontrollierte Studien (RCT). Diese Studien bewerteten vor allem die Effekte körperlichen Trainings mit Belastungselementen auf die Gesamtstärkung der Knochenstärke.
Die Erfolge in der zahnmedizinischen Prävention sind beachtlich: 1994 hatten Zwölfjährige im Durchschnitt noch fast 2,5 erkrankte Zähne – heute sind es nur noch 0,7. Deutlich seltener müssen auch Zähne gezogen werden. Am 20. Tag der Zahngesundheit – am 25. September bundesweit begangen – wurde der Blick auf diese Erfolge gerichtet. Thema waren aber auch neue Herausforderungen, etwa psychosomatische Beschwerden in der Zahnmedizin.
Die Inhalte und Informationswege der BVPG treffen auf Zustimmung, aber es gibt auch Vorschläge, wie die BVPG ihre Öffentlichkeitsarbeit noch besser machen könnte. Das ist das Fazit der in der ersten Jahreshälfte durchgeführten Online-Befragung der Bundesvereinigung.
21.262 Frauen und Männer aus allen Regionen der Bundesrepublik haben an der telefonischen Befragung GEDA 2009 zum Thema „Gesundheit und Gesundheitsverhalten“ des Robert Koch-Instituts (RKI) teilgenommen. Die ersten Ergebnisse: Jüngere sind seltener chronisch krank als vor ein paar Jahren, der Anteil der sportlich sehr Aktiven ist in den letzten Jahren gestiegen und fast jeder Zehnte in der Bevölkerung hat eine erhebliche gesundheitliche Beeinträchtigung.
Dass Frauen im Durchschnitt länger leben als Männer, ist bekannt – weniger bekannt ist, dass sich der Unterschied in den Lebenserwartungen in den letzten Jahren deutlich verringert hat. Statt 6,5 Jahre, wie zu Beginn der 90er Jahre, leben Frauen im Mittel "nur" noch 5,2 Jahre länger als Männer. Daten wie diese finden sich im neuen „Fehlzeiten-Report 2010“. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Abteilung für Epidemiologie und Gesundheitsberichterstattung des Robert Koch-Instituts (RKI) fassen in ihrem Beitrag die neuesten Erkenntnisse zur gesundheitlichen Lage und zum Gesundheitsverhalten der Bevölkerung im Erwerbsalter zusammen.
Mehr Zeit für die Familie! – so können die Ergebnisse des „Monitors Familienleben 2010“ zusammengefasst werden. Nur etwa 20 % der Bevölkerung haben den Eindruck, dass sich das Familienleben in Deutschland gut mit dem Beruf vereinbaren lässt. Zwei Drittel der berufstätigen Väter mit Kindern unter 18 Jahren wünschen sich kürzere Arbeitszeiten, um mehr Zeit für die Familie zu haben. Besonders stark von Vereinbarkeitsproblemen sind Mütter betroffen. Mehr als 60 % von ihnen wünschen sich daher Ganztagsangebote für Kindergärten und Schulen.
In einer Studie im Rahmen der sogenannten „Nurses' Health Study II“ wurde im Zeitablauf von 1989 bis 2005 überprüft, ob körperliche Aktivitäten (Walking, Fahrradfahren) davor schützen, dick zu werden. Zentrales Ergebnis ist: Alle Frauen nahmen im 16-Jahres-Zeitraum an Körpergewicht nicht unerheblich zu (Durchschnitt: 9,3 kg). Auch häufige Spaziergänge schützten davor nicht, wohl aber strammes Walking und auch Fahrradfahren. Bei Frauen, die diese Aktivitäten regelmäßig betrieben, fiel die Gewichtszunahme unterdurchschnittlich aus und lag etwa um 1,4 bis 1,8 kg niedriger.
Konkreter und verbindlicher zu sein – das ist das Ziel des überarbeiteten „Leitfadens Prävention“ des GKV-Spitzenverbandes (GKV). Zu diesem Zweck wurden zahlreiche Ausschlusskriterien für die Förderung präventiver Maßnahmen durch die gesetzlichen Krankenkassen genauer definiert. Weitere Änderungen betreffen die Anpassung der mengenmäßigen Vorgaben der Präventions- und Gesundheitsförderungsziele der GKV und die Berücksichtigung neuer Erkenntnisse aus dem Setting Schule und aus der Prävention von Rückenleiden.
33 Prozent - um diesen Anteil stieg die Verordnung von Antidepressiva bei den sozialversicherungspflichtig beschäftigten oder arbeitslosen Versicherten der Techniker Krankenkasse (TK) zwischen 2006 und 2009. Mit ihrem Jubiläums-Gesundheitsreport stellt die TK Daten über die erste Dekade des 21. Jahrhunderts zu Arbeitsunfähigkeitstagen (AU-Tage), zum Krankengeldbezug und zu Arzneimittelverordnungen bei Erwerbspersonen zur Verfügung. Dabei wird deutlich, dass es insbesondere bei den Behandlungen wegen psychischer Erkrankungen zu erheblichen Steigerungen gekommen ist.
Hat Bewegung Einfluss auf die Psyche? Welche Erkenntnisse hat die Wissenschaft zum Zusammenhang von Sport, Ernährung und Gesundheit? Diesen Fragen widmete sich am 18. März dieses Jahres die Auftaktkonferenz zur Veranstaltungsreihe „Bewegt IN FORM: Bewegung und Ernährung – vom Nebeneinander zum Miteinander“. Im Zentrum stand dabei auch die Frage der erfolgreichen Vernetzung von Akteuren der Prävention und Gesundheitsförderung. Die Dokumentation dieser Konferenz ist nun online abrufbar.
Seite zuletzt geändert am: 29.09.2010 14:01:00, ursprünglich angelegt am: 18.08.2010 17:21:00
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